Sonntag, 27. Januar 2008

Wildchild - Jack Of All Trades

WRITTEN FOR Rap4Fame


Release Date: 15. Januar 2008
Label: Wildchild / Select-O-Hits Inc.

Tracklist:
01. Jack of All Trades
02. Fresh Air - (Feat. Georgia Anne Muldrow)
03. Puppet Masters - (Feat. Prince Po)
04. Boom Bap
05. Custom Love
06. How We do - (Feat. Souls of Mischief)
07. Da Herc Dance
08. Ox to tha D - (Feat. Frank-N-Dank)
09. The League - (Feat. Special Ed, Masta Ace, Percee P, & MC Lyte)
10. Day 'N The Funk - (Feat. Georgia Anne Muldrow)
11. Interviews
12. Rest 'N Beats
13. Love at 1st Mic
14. Eyes Wide Shut - (Feat. Oh No & MED)
15. The League (Remix) - (Feat. Special Ed, Masta Ace, Percee P, & MC Lyte)



Wildchild gehört zu den Artists, die trotz hervorragender Voraussetzungen irgendwann in den tiefen Erdriss namens "Underrated"-ness gefallen sind, und seitdem dort feststecken. Als Mitglied von Lootpack und in bester Gesellschaft von Madlib und dem Rest des ganzen Umfelds von Stones Throw hat er es trotzdem nie geschafft, aus dem Schatten seiner Kollegen zu treten. Ein Solo im Jahr 2003, eine EP 2004, und nun, zu Beginn des Jahres 2008 sein Sophomore-Album. Doch ganz egal wieviel Beachtung die Scheibe finden wird, beachtlich ist auf jeden Fall das Line-Up, das Wildchild hier auffährt. Und mit diesen universellen Features, die sich hier die Klinke in die Hand drücken, ist der Titel, "Jack Of The Trades", durchaus gerechtfertigt.

"Hm.... what HipHop means to me - We'll be here all night for that one" Damit eröffnet Wildchild sein Album und gleichzeitig auch so etwas wie ein Konzept, unter dem die vielen Gäste auch gleich viel verständlicher sind. "Jack Of All Trades" fungiert jedoch nicht nur als Intro, sondern führt gleich mit einem sehr gut einstimmenden Kopfnicker fort. In der Einleitung zu "Fresh Air" darf man mitverfolgen, wie eine Frau (alias HipHop) auf der Schwelle zum Tod, von Wildchild schon aufgegeben, wieder ins Leben zurücktritt. Diese schon unzählige Male umgesetzte Idee gibt jedoch nur den Auftakt, Wildchild hält sich nicht lang damit auf, darüber zu reden, wie er die Dame HipHop rettet. Den frischen Wind, den er hier durch die Lautsprecher bläst, bezieht er, wie nicht wenige vor ihm, von den Wurzeln der HipHop-Kultur. Im Namedropping des zweiten Verses finden sich u.a. K-Solo, Biz Markie, Whodini, Rakim, Treacherous 3, Rock Steady Crew oder Kurtis Blow.

Damit gibt er auch schon einen Großteil der Anfangsfrage preis. Darf man also nach diesem, ganz am Rande wunderbar souligen Song, das Album abhaken? Nein, natürlich nicht, denn wie der Hip-Hop dann heute zu klingen hat, dass erwartet die Hörerschaft noch auf zwölf weiteren Songs. Und die nächste Nummer lädt sich Organized Konfusion-Legende Prince Poetry ein, um "Puppet Master" zu veredeln, welches als gewohnt souveräne Madlib-Produktion mit Triumvirat-Sample an sich schon stark genug ist. Gemäß dem Titel wird scharf gegen A&R's und Konsorten geschossen, und wie pudelwohl sich die beiden Emcees auf Madlib's Soundkarosserie fühlen, äußert sich in traumhaft dahinrauschenden Rhymes.

Das folgende Interlude lockert das Album mit einem witzigen Acapella auf: "I know a MC who can rock a party / W-I-L-D-C-H-I-L-D / If you are wise, you listen to me". Anstatt es zu verbergen, trifft Wildchild ganz offen die Aussage, wie sehr in seinem Bild von HipHop dieser Sound eine Rolle spielt. Ein unauffälliger, doch beileibe nicht überflüssiger Track ist "Custom Love", der angenehm vorbeizieht, um dann von typischem Souls Of Mischief-Sound und "How We Do" abgelöst zu werden. Jener Song wird auch gleich von den charakteristischen Raps von A-Plus eingeleitet und dürfte, wenn auch nicht wirklich übermäßig, jedem Hiero-Fan eine Freude sein. "Souls Of Mischief, and we back with Wildchild / Ready to slap a man mouth, makin them rappers bow down, to me".

Nun erfolgt ein kleiner Umbruch im Album, "Da Herc Dance" ist ein Kracher aus Oh No's Küche und eignet sich als Party-Einheizer schon erheblich besser als vorangegangene Tracks. "Wildchild's back with a dance called the Kool Herc / The only thing you can't find on google search / I support Hip Hop, I support the vinyl / We can do this all night long like I was Lionel". Nun mischt erstmalst Black Milk seinen Senf bei, und das Ergebnis ist ein vom Motor City-Blut getränkter Banger, der neben Wildchild, welcher die Oxnard-Fahne hochhält, zudem von den Detroit-Repräsentanten Frank Nitty und Dank Harv beehrt wird. "Ox To Tha D" beinhaltet außerdem noch einen kurzen, doch sehr unterhaltsamen Skit; was gibt es schöneres?

Wie wäre es mit einer Madlib-Produktion, die mit stürmischen Bläsern fast den Track sprengt, und nur von einer Allstaransammlung an Emcees, um genau zu sein Special Ed, Percee P, Masta Ace, MC Lyte und Wilchild selbst, zusammengehalten wird? Kein Problem. "Now we cookin' with gas / The Rap game is so full of snakes, take a look in the grass / It's enough to ruin, your appetite for pursuin' / The microphone checkin' and the 1,2in' / But we gon' keep on cookin', good lookin' / Shouts out to all the promoters that keep bookin' / Another show, another venue, as we continue, to send you / Let's see what's next on the menu", so Chefkoch Ace.

Prinzipiell hätte dieser Song der letzte sein müssen, denn zu toppen ist er kaum. One "Day 'N The Funk" verlässt sich wieder auf Vocals von Georgia Anne Muldrow, was auch wieder in einem sehr vernünftigen Ergebnis endet. Typisch schlicht, und nur mit seinen charakteristischen Bässen bestückt, ruft Black Milk nun "Interviews" auf den Plan, in dem sich Wildchild allen Interviewern widmet, die ihn mit schwachsinnigen, hohlen und am Sinn der Sache vorbeischießenden Fragen auf die Palme bringen, was hier überspitzt ins Lächerliche gezogen wird. "We got some questions, but no disrespect / What does Medaphoar make when he's sleepin' / - How the hell am I supposed to know that dog, you trippin / - Alright, I got a question, what's next for Madlib / Can U tell us what does he wear when he's at the crib? / - Look ya askin' me questions, get off my homeboy's tip / - Ey, what does Oh No read when he's takin a shit?".

"Rest 'N Beats" ist Wildchild's Tribut an J Dilla, möge er in Frieden ruhen. Zu trefflich gewähltem Beat überzeugt Wildchild mit bewegenden Lyrics. "When a Jay Dee-beat plays, our facial expression shows your shit astounds us" bringt es auf den Punkt. "No matter how many people pay for your work, they can't recoup ya". Soviel zum postmortalen, übertriebenen, Vibe, von dem auch Dilla nicht verschont blieb. Doch ausgerechnet auf diesem Album finden sich Produktionen, die man, ohne die wahren Urheber zu kennen, durchaus JD hätte zuordnen könne, wobei vor allem Oh No's Beat für diesen Tribut sehr an die Detroit-Legende erinnert. Und natürlich will hier auch Black Milk erwähnt sein, dem sowieso schon der Titel als offizieller Nachfolger anhaftet. "Love At 1st Mic" allerdings klingt weniger nach Dilla als einfach nur nach BM, die Drums und das Voice-Sample können Fans im Schlaf auf die schwarze Milch zurückführen.

Jetzt fehlt noch das Oxymoron "Eyes wide shut", bei dem neben MED auch Oh No zum Mic greift, während der große Bruder Madlib die Produktion übernimmt, was in einem soliden Track endet. Einziger Track, den sich Wildchild hätte sparen können, ist der Remix von "The League", welcher die typische Handschrift von Kev Brown trägt, dem in letzter Zeit öfter mal die nötige Energie fehlt. Und da diesem Remix dann auch noch sein imposantes Original im direkten Vergleich gegenüber steht, ist er als Ausstieg völlig ungeeignet.



Fazit:
Damit ist die Reise durch Wildchild's HipHop-Spektrum zu Ende. Und egal ob smoother Westcoast-Sound, Rap aus New York oder den pumpenden Detroit-Klängen, das Album meistert alle Einflüsse, schmiedet sie zu einem Guss und ist trotzdem abwechslungsreich. Wäre da nicht der ein oder andere etwas zu "gemütliche" Track, das Album hätte gleich zu Beginn des neuen Jahres die Messlatte hoch ansetzen können. So verbleibt ein sehr solides, gutes Album, von dem es dieses Jahr jedoch noch einige geben wird. Und ob es Wildchild endlich ins Rampenlicht werfen wird, erscheint auch eher wie Wunschdenken. Wahrscheinlich aber hat sich das selbst der Protagonist nicht erhofft, und so kann er mit seinem Produkt sehr zufrieden sein.

Gesamtwertung: 7.6 / 10

WRITTEN FOR Rap4Fame

Substantial - Sacrifice


Release Date: 08. Januar 2008
Label: QN5 Music / UV Ink

Tracklist:
01. Sacrifice (Intro)
02. Let It Go
03. That Damn Good
04. Chain Reaction
05. Resurrection of the House Party
06. U Can Get It
07. My Favorite Things - (Feat. Steph)
08. 4DozDatDonKno
09. It's You (I Think)
10. Spaticus
11. A P.G. Boy
12. Q.T. (Quality Time)
13. Wake Up Call
14. Labor Pains
15. Sign Language - (Feat. Extended F@mm)
16. Hood Hope - (Feat. Steph & RnB)



Nunmehr über sechs Jahre ist es her, dass ein Typ namens Substantial die Bühne des Rap-Games mit seinem Album "...To This Union A Sun Was Born" betrat. Dem folgte die Begegnung mit Tonedeff, weshalb Substantial auch Teil der Extended F@mm (neben Tonedeff und Substantial zusammen mit PackFM und Session) wurde und was auch erklärt, dass dieses Album über QN5, seines Zeichens Tonedeff's Label und Indie-Paradies für diverse Artists, seinen Weg in die weite Welt findet. Da heutzutage anscheinend kein Album mehr ohne auskommt, wird auch dieses Album von Ende 2007 ins neue Jahr hineinverschoben. Doch schließlich darf man sich dann doch, am achten Tag des neuen Jahres, über "Sacrifice" freuen.

Ganz im Sinne des Titels darf man auf dem Cover bestaunen, wie Substantial, die Kopfhörer auf, mit einem Pen Seppuku begeht. Auch sonst sticht das Cover, durch einmalige Farben und ungewöhnlichen Aufbau, direkt ins Auge, wobei die fernöstliche Kluft das Manns aus Baltimore noch beiträgt. Die Aufmachung stimmt also, bleibt nur zu hoffen dass auch der musikalische Kern so aussagekräftig wie das Cover ist. Immerhin hatte Substantial genug Zeit, dieses Album zu entwickeln. Das kurze Intro tut seinen Teil, um die Spannung aufzubauen, und den Hörer vorsichtig einzustimmen. Doch wer sich jetzt hier fernöstlich klingenden Martial Arts-HipHop à la Wu-Tang erwartet, sollte sehr vorsichtig sein. Auf dem ersten Track, "Let It Go", ist davon nämlich rein garnichts zu hören, und das wird sich auch auf dem Rest des Albums nicht ändern. Wer hingegen einfach einen angemessen imposanten Eintieg erwartet hat, liegt hier ebenfalls falsch. Besagter erster Song fließt so ruhig weiter wie schon das Intro vor ihm, man darf ruhig sagen, dass Substantial hier erst mal nur solide einsteigt, um dann langsam in die Gänge zu kommen.

Denn das tut er anschließend mit "That Damn Good". Algorhythm, mit 4 Produktionen am häufigsten vertretener Beatbastler, schraubt einen eingängigen Kopfnicker zusammen, der zwar immer noch die volle Power vermissen lässt, den man Substantial jedoch mindestens positiv anrechnen muss. Als kleine Hilfe, womit er sich hier beschäftigt: "She ran away from you, I'm who she runnin' after / This cunnin' bastard is 'that damn good'".
Auch wenn die "Chain Reaction" alles andere als begeisternd klingt, hat Substantial eines schon sofort geschafft: mit seiner klaren Stimme und seinem sehr sauberen Flow sichert er sich zumindest in Sachen Raps die Sympathien seiner Hörer. Da stört es auch nicht, wenn er nicht über die Zungenakrobatik eines Tonedeff verfügt. Und dass, sofern dann mal ein hochkarätiger Beat vorbeischneit, hier auch richtige Granaten entstehen können, beweist folgender Track, welcher sich zugleich auch die erste Single des Albums nennt. "Resurrection Of The House Party" wird von Substantial und dessen Chorus selbst am besten zusammengefasst: "This is for my people that's sick of the club / If you miss house parties then give me some love". Und eben eine solche House Party schmeißt er dann auch, um von deren diversen Symptomen zu erzählen. "Move all the furniture in the back room / Put a sign up that says 'Don’t shit in my bathroom' / Hide anything that looks expensive / Shower so the body odor isn’t offensive". Und auch Substantial hat die üblichen Probleme: "Wifey grinding on me while the beat is pumping / Fronting like 'I'm no freak or nothing' / We'll see about that when these negros go home / Did I just hear something break?, love hold on / As much as I hate to be a party-pooper / Break my shit, dog, are you stupid?! / But that's just the price you pay / For letting all these party people in your house today / While the neighbors complain 'cause it sounds like a riot / And that's why their punk ass wasn't invited".

Nach diesem feucht-fröhlichen Exzess verfällt Substantial wieder in seine sehr gemächliche Art, die Algyrhythm auf "U Can Get It" kräftig unterstützt. Doch auch hier entwächst nicht mehr als ein solider Track, der am Schluss noch von einem kurzen Interlude gefolgt wird, dessen Beat besser als voller Track verwendet worden wäre. Als Hommage an die ganze Kultur bekennt Substantial: Hip op is one of "My Favorite Things". Hier holt er sich einen Gast ins Boot, denn Steph steuert die Hook bei, welche, gelinde gesagt, anstrengend ist. Doch auch neben Steph's nervtötendem Stimmorgan zeigt sich hier Substantial's größter Schwachpunkt: harmlos unaufregend dahindümpelnder Sound, bei dem Substantial mit seinen Raps rein garnichts mehr reißen kann.

Wieso pickt er sich nicht ein paar krachende Beats? ...Wie zum Beispiel gleich im nächsten Track, in dem, von Von Johnson beigesteurten, schwer anrumpelnden "4DozDatDon'Kno", einer Kampfansage an Nas' 'Hip Hop Is Dead'-Slogan. "You can rot in hell, Hip-hop's alive and well / At least that'’s the word that I've heard from over thousands of my clienteles". Daneben finden sich auch die typischen Ansagen, verpackt in ansehnliche Rhymes: "When it came to moving units I sold a fraction of most / But on the great paper chase, you know who captured the most (Me) / Most-ly, because I paid attention in math class / And I won't let a record label pimp my black ass".

Als Labelmate darf sich Substantial im Anschluss über einen Beitrag von KNO, Soundschneider der CunninLynguists, freuen, der auch gewohnt stark ausfällt und den Großteil der anderen Beats dieses Albums überstrahlt. Über die relaxten Klänge und das gepitchte Voice-Sample tischt Substantial mit astreinem Story-Telling eine Liebesgeschichte auf. Nur das gute Ende sucht man vergebens: "Then outta spite, she fucked the man that I'm closest to / At that very moment, I was officially over you / Damn heart, just do what you supposed to do! / Guess I was wrong when I said that I know it's you". KNO räumt die Bühne, auf dass Tonedeff nun hinter die Regler tritt und einen Untersatz namens "Spaticus" aus dem Ärmel schüttelt. Doch sosehr man sich etwas anderes wünscht, damit beginnt wieder der Verfall ins Unaufregende, der hier noch gut hörbar ist, im Deacon The Villain-produzierten, Blues-geschwängerten "A.P.G. Boy" dann jedoch einen Tiefpunkt findet, welcher zwar relaxed sein soll, dann jedoch ins Langweilige abfällt.

Gerade bevor der Frust einsetzt, zieht Substantial seinen Karren wieder aus dem Dreck und führt vor, wie eine richtige, entspannte, Feel-Good-Nummer zu klingen hat. Im "Wake Up Call" spricht Substantial mit sich selbst und über seinen bisherigen und aktuellen Weg als Rapper und Mensch. Tonedeff's zweite Produktion findet sich in "Labor Pains" und kann eindeutig mehr überzeugen als die erste. Und auch wenn sich Substantial in sehr schwermütigen Soundgewässern mehr "Quality Time" wünscht, bleibt nicht mehr zu tun als Kopfnicken und Genießen.
Das erste richtige Rap-Feature, und wer könnte es sonst sein, ist die Extended F@mm, die im nach vorne preschenden "Sign Language" munter ihre Rap-Skills zelebriert, wobei mal wieder Tonedeff mit einamligem Flow seinen Partnern die Show stiehlt. "Now introducing Dee, he ducks and the cop thinks that he sees something / And he bucks, and now the brother needs to be cleaned up / And now we cut to a girl with D-cups / Holding a pair of green chucks, and a tee covered in Dee’s blood, who really seems crushed / Now, she weeps but she seems touched / In a weird way, like crying on the outside but instead she's thanking Jesus"; Efeu-gleich verwächst und verflechtet sich der Mann mit dem Beat. Anstatt sich den letzten Track, "Hood Hope" anzuhören, der nichts wirklich besonderes zu bieten hat, sollte man lieber nochmal die Extended F@mm auf Repeat setzen, um dem Album so einen besseren Ausstieg zu geben.



Fazit:
Es war wohl zu erwarten, dass ein QN5-Release keinsfalls schlecht wird, dass es Substantial jedoch nicht fertig bringt, hier ein wirkliches Bomben-Album vorzulegen. Das liegt wohl größtenteils an den Beats, als auch an Substantial's Unfähigkeit, durchgehend Gas zu geben; stattdessen wirft er immer wieder Knüppel in Form von langweiligen Halb-Fülltracks ins Getriebe. Beides sind jedoch Mankos, die er auf einem nächsten Album locker beheben könnte. Unbehebbar ist jedoch die Tatsache, dass der Mann auf Dauer nie den Unterhaltungswert eines Tonedeff erreichen wird, was hier jedoch mit den starken Lyrics fast ausbalanciert wird. "Sacrifice" ist unterm Strich ein solides Album, das einige Höhepunkte zu bieten hat, aber ebenso einige Ausreißer im untersten Mittelfeld - gut hörbar, aber nichts Einmaliges.

Gesamtwertung: 6.9 / 10

WRITTEN FOR Rap4Fame

Montag, 7. Januar 2008

Jay-Z - American Gangster

Release Date: 06. November 2007
Label: Def Jam / Roc-A-Fella

Tracklist:
01. Intro
02. Pray
03. American Dreamin'
04. Hello Brooklyn 2.0 - (Feat. Lil Wayne)
05. No Hook
06. ROC Boys (And The Winner Is...)
07. Sweet
08. I Know
09. Party Life
10. Ignorant Shit - (Feat. Beanie Sigel)
11. Say Hello
12. Success - (Feat. Nas)
13. Fallin'
14. Blue Magic
15. American Gangster



Ein Album von Jay-Z gehört immer zu den meisterwarteten Momenten eines Rap-Jahres, ganz ungeachtet der Tatsache, dass er sich mit seinem letzten Album, "Kingdom Come", nicht gerade mit Ruhm bekleckerte. Die wenigen kritischen Stimmen verhöhnten sein misslungenes Comeback. Kaum ein Jahr vergeht, da schiebt der Jigga, zu dieser Zeit Def Jam-CEO, sein nächstes Album nach. "American Gangster" nennt sich das Stück und ist inspiriert und thematisch entnommen von dem gleichnamigen Film, der in etwa zur selben Zeit wie das Album erschien, und in dem Denzel Washington und Russell Crowe die Hauptrollen besetzen. Erwähnenswert, dass Diddy und das Duo LV & Sean C aus der Bad Boy Produzentenriege The Hitmen fast das halbe Album musikalisch betreuen, während der Rest an Leute wie JD oder die Neptunes geht.

Das Konzept des Album beruht, wie schon erwähnt, auf dem Inhalt des titelgebenden Films, das Leben von Frank Lucas, der es mit Drogenhandel bis nach ganz oben in die New Yorker Kriminellenszene schafft. Das Album nun Konzeptalbum zu nennen, wäre zwar zu viel des Guten, denn in einer Zeit, in der jeder zweite Song selbiges oder stark ähnliches Thema hat, muss man sich eher fragen, ob dieses Thema überhaupt ein ganzes Album füllen kann; aber immerhin verspricht ein solches Thema dem Album einen roten Faden. Und aufgrund der unbestreitbar guten Rap-Fähigkeiten eines Jay-Z sollte dieser auch auf Album Nummer zehn auf ganzer Länge zu unterhalten wissen.

Das Intro wird von der dunklen Stimme Idris Elba's gesprochen, welcher auch im Film eine Nebenrolle spielt. Mit entsprechender musikalischer Untermalung werden ein paar recht aussagelose Phrasen abgeklopft, die jedoch für die passende atmosphärische Einstimmung in dieses Album sorgen. Mit "Pray" folgt gleich die erste Erzählstunde von Onkel Jigga, der seine eigenen Erfahrungen und Erinnerungen mit allgemeinen drogengeschäftlichen Weisheiten verflechtet. "This is why I be so fresh, I'm trying to beat life / Because I can't cheat death". Sein hübsches Lebensmotto gibt er dabei auch gleich preis. In "American Dreamin'" krallen sich Diddy und LV & Sean C ein Marvin Gaye-Sample, um dem Song den Flair einzuhauchen, der der Zeit dieser Gangster-Geschichten entstammt, was auch erstaunlich gut gelingt. Dass die Träume von denen Jay-Z berichtet, von materiellem Reichtum handeln, muss nicht erwähnt werden, und dass die krumme Bahn der Weg zum Ziel ist, bedarf auch keiner Erläuterung.

Nun aber flott zum schlechtesten Track der Platte, der natürlich auch die schlechtesten Raps in petto hat. "Hello Brooklyn 2.0" hat rein garnichts mit künstlerischer Freiheit oder ähnlichem zu tun, das Sample in Kombination mit diesen wuchtigen Bass-Drums und den Claps ist schlichtweg unerträglich. Das Beste jedoch kommt von Zwergling Lil' Wayne, der es sich nicht nehmen lässt, dem Ganzen mit seinem Chorus den Todesstoß zu versetzen. Der Inhalt des ganzen, der nicht viel mehr als den Titelnamen zu bieten hat, rettet da auch nichts mehr. Der gesunde Verstand hat hier nach 5 Sekunden den Finger an der Skip-Taste.

Denn mit "No Hook" und langsamen und düsteren Streichern gibt es ja eine einwandfreie Alternative. Eingeleitet von einem Sample aus dem Film schafft es Jay-Z, mit seinem gewandten Wordplay einen weiteren Song zu füllen. "This is not for commercial usage / Please don't categorize this as music / Please don't compare me to other rappers / Compare me to trappers, I'm more Frank Lucas than Ludacris". Mit phänomenalem Aufgebot an Bläsern schicken die Hitmen-Abgesandten "ROC Boys (And The Winner Is...)" ins Rennen, das sich so charmant und auch markant schon beim ersten Hören festsetzt, dass die Tatsache, das Jay-Z hier nur sich selbst feiert, garnicht mehr ins Gewicht fällt und dieser Track, ebenfalls zweite Single-Auskopplung, problemlos an seinen Vorgängern vorbeizieht und sich zum besten Track dieses Albums aufschwingt. "You don't even gotta bring your purses out / We the dope boys of the year, drinks is on the house"; sogar diese Großspurigkeit, die sich zugegebenermaßen jemand wie Jigga auch leisten kann, wird verziehen.

"Sweet" reiht sich dann als guter, wenn auch etwas unauffälliger Track zu den bisherigen Songs, um dann Gesellschaft von der ersten Neptunes-Produktion, "I Know", zu bekommen, die auch ganz klar deren Handschrift trägt. Mit der nicht mehr als soliden Arbeit der Neptunes entfernt sich Jigga zusehends von der anfänglichen Atmosphäre des Albums, auch textlich befindet er sich nun bei Beziehungen zu Frauen, stark zusammengehalten von den dicken Geldbündeln in Jiggas Taschen. Nachdem sich Jigga mit den ersten Tracks wohl auch innerhalb dieses Albums zum Reichtum vorgearbeitet hat, bleibt er jetzt wohl bei anderen Themen, denn auch wenn "Party Life" mit souligem Sample und wieder trefflichen Sounds ausgestattet ist, so verrät schon der Titel, womit sich Jay-Z hier befasst. Das zweite, und diesmal erträgliche Feature, erwartet den Hörer auf "Ignorant Shit", wobei sich zu diesem Zeitpunkt Diddy und Sean C & LV vom Album verabschiedet haben, und für diesen Track an Just Blaze abgeben, der jedoch nahtlos fortführt, was schon begonnen wurde, und mit dem Isley Brothers Sample von "Between the Sheets" wieder soulvolle Stimmung aufkommen lässt. "Say Hello" freut sich über eine ähnliche Stimmung und große Streicher-Untermalung, während Jay-Z ausnahmsweise eine gehaltvolle Aussage tätigt: "And if Al Sharpton is speaking for me / Somebody get him the word and tell him I don't approve / Tell him I'll remove the curses, if you tell me our schools gon' be perfect / When Jena 6 don't exist Tell him that's when I'll stop saying bitch — BITCH".

Nachdem Jay-Z auf Nas' Album einen Gastauftritt bekam, scheint sich diese "Ein-Track-Feature-Präsenz" fortzusetzen, denn hier kommt nun Nas einmal zu Wort, und zwar auf "Success", in dem die beiden ganz unverblümt ihren Wohlstand breit treten. "I got watches I ain't seen in months / Apartment at the Trump I only slept in once / Niggas said Hova was over, such dummies / Even If I fell I'd land on a bunch of money". No I.D. zimmert einen sehr eigenwilligen und doch sehr starken Beat, der diesen Song zu einem der Höhepunkte der Platte macht. Und am Ende einer Gangster-Story kommt natürlich der Fall, hier mit "Fallin'"". Aus der Zusammenarbeit von JD und No I.D. entwächst ein weiterer großartiger Beat, der zwar nichts Neues verkauft, die Background Vocals jedoch im Zusammenspiel mit Jay-Z so gut zur Geltung bringt, dass auch hier von Highlight gesprochen werden darf. Für jene Vocals wird im Übrigen Bilal engagiert, der sich sehr bereichernd für den Song zeigt. "Now your tumbling, it's humbling, you're falling, you're mumbling / Under your breath like you knew this day was coming". Wie Jay-Z schon in "Success" sagte, kann ihm dergleichen natürlich nicht passieren.

Nun folgen noch zwei Bonus-Tracks, von denen der erste, "Blue Magic", erste Single und von den Neptunes produziert ist. Besser als ihr erster Beitrag, ist er doch im Vergleich zum großen Rest eher solide bis schwach. Den Namen verdankt dieser Song der Marke von Frank Lucas' "Produkt", das ihm im Film zu Reichtum verhilft. Der Ausstieg aus dem Album ist das Just Blaze-produzierte "American Gangster", für das diesmal Curtis Mayfield herhalten muss. Auch wenn Hova hier nicht viel Neues erzählt ein sehr starker Ausstieg. "I'm from the 80's / Home of the heroine / Era of the hustlers / The world is my custies".



Fazit:
Ist es nun also wirklich notwendig, dass Jay-Z ein ganzes Album mit diesem abgedroschenen Thema füllt, um neben dem Film auch seine eigene Vergangenheit mal wieder zu Worte zu bringen? Ja, ist es. Denn Jay-Z beweist, dass auch superreiche Mogule ein Album veröffentlichen können, das zum größten Teil nicht auf die Verkaufszahlen abgerichtet ist, sondern ein in sich mehr oder weniger geschlossenes Werk ist. Und ganz ungeachtet der fehlenden lyrischen Vielfältigkeit ist "American Gangster" einer enorme Steigerung zu Jay-Z's letztem Album. Man darf hoffen, dass Mr. Hova auch in Zukunft Musik wie diese fabriziert.

Gesamtwertung: 7.0 / 10

WRITTEN FOR Rap4Fame

Samstag, 5. Januar 2008

One Be Lo - The R.E.B.I.R.T.H.


Release Date: 11. Dezember 2007
Label: Subterraneous Records

Tracklist:
01. Rebirth
02. Born & Raised
03. Keep It Rollin' - (Feat. Marvin Scruggs)
04. Smash
05. Headlines
06. War
07. Don't Sleep
08. House Rules
09. Snap Shot
10. The G Gap
11. Gray
12. Hip Hop Heaven



One.Be.Lo, dieser Name steht für Qualitätsware. Egal ob mit Senim Silla als Binary Star oder Solo. Fast jeder, der in den Genuss eines seiner Alben kam, weiß nur Gutes über den Mann aus Pontiac, Michigan, zu berichten. Woran das liegt? Wohl daran, dass seine Ware schlichtweg gute Musik ist, frisch, intelligent und mit hervorragenden Beats versehen. Nachdem sich nach "S.O.N.O.G.R.A.M." seine Fan-Base stark erweitert hat, wurde schon bald der Nachfolger angekündigt, "L.I.F.E.". Als Vorgeschmack sollte jedoch vorerst "The R.E.B.I.R.T.H." folgen. Doch es dauert trotzdem, und wie so oft, einige Zeit länger, bis irgendein neues Projekt abgeschlossen war - im Falle "R.E.B.I.R.T.H." mehr als ein halbes Jahr. Anders als auf "S.O.N.O.G.R.A.M." wird die Produktion hier nicht von den Trackezoids übernommen, sondern von einer ganzen Reihe externer Beatbastler. Als Gast findet sich nur ein Vokalbeitrag von Marvin Scruggs, was Lo's alten Namen One Man Army unterstreicht.

Und ja, One.Be.Lo hat eine Vorliebe für Apronyme. Dementsprechend hat auch "R.E.B.I.R.T.H." eine Bedeutung: "Real Emcee's Bring Intelligent Rhymes To Hip-Hop". Entgegen der Länge seines letzten Albums zählt dieses nur zwölf Tracks, bzw. 13, da im letzten noch ein zusätzlicher Bonus versteckt ist. Und als vollwertiges Album darf dieses Werk durchaus gelten, auch wenn einige Tracks schon etwas älter sind. Dem ein oder anderen mag es etwas mulmig werden, wenn er die Producer-Liste sieht, da ein Jake One beispielsweise auch schon für die G-Unit tätig war. Doch in dieser Richtung kann gleich zu Beginn Entwarnung gegeben werden: Auch wenn die Producer neu sind, der Sound ist dem früheren durchaus ähnlich und steht One.Be.Lo ausgezeichnet. Seinen Anfang macht das Album gleich mit dem Titeltrack. Soul-Sample, fresher Beat und ein Film-Sample machen diesen Beat zugleich zum Intro und zum ersten Höhepunkt des Albums; schöner hätte One.Be.Lo nicht beginnen können. Verantwortlich für diesen fabelhaften Beat ist ein gewisser Texture alias V-Tech oder Vaughan T. von The Lab Techs. Der ist gleichzeitig auch in der Athletic Mic League tätig und somit alles andere als ein fremdes Gesicht in Verbindung mit Lo. Selbiges gilt auch für den ebenfalls hier als Producer tätigen 14KT a.k.a. Cliffnotes.

Doch weiter macht das Album erstmal mit "Born & Raised", einer Hymne auf One.Be.Lo's Heimat, Pontiac. Der Beat übertrifft den vorausgegangenen sogar noch, und sorgt für eine Bombenstimmung und für helle Begeisterung bei allen, die dieses Album hören. "Pontiac was the place / General Motors employes mother and aunts, father and uncles / The 70's payed them off, then economy struggled / The 80's, they layed them off, now the poverty doubled / Tripled, quadrupled, thousands in trouble / Now it's hard to find a good job, even harder to hustle / Flint people know what I'm talkin' about". Mit "Keep It Rollin'" präsentiert Memo von den Molemen einen sehr ausgereiften Beat, in dem sich Voice-Sample und Marvin Scruggs perfekt ergänzen. Für "Smash" fährt Jake One eine dem Album entsprechende, und trotzdem nicht zu weiche Produktion auf, die, gespickt mit Film-Samples, bestens zu Lo passt. "It's true, the insurance cost a arm and a leg / But if you don't pay, it can cost a arm and a leg".

In ähnlicher Weise zeigt sich das Gitarren-geleitete "Headlines", in dem One.Be.Lo sich über die heutige Gesellschaft auslässt. Nach einem weiteren Film-Sample darf man sich über den nächsten Hochkaräter freuen, "War". Seattle's Own Bean One steuert eine astreine Produktion bei, die die Grundlage für einen weiteren Schwall an Kritik bildet. "Now in a certain part of town you gotta roll deep / These cold streets make you wanna hold heat / These canibals don't always show you they teeth / They watch you from a distance and wait for you to go to sleep". Nach diesem "spiritual, physical, chemical" und "chemical war" geht es weiter mit "Don't Sleep", für das One.Be.Lo wieder einen Beat aus Seattle, diesmal von Vitamin D, bekommt. Die etwas ruhigere Produktion zählt zwar nicht zu den besten des Albums, bietet jedoch trotzdem beste Unterhaltung, zumal da ja immer noch Lo's immerstarke Raps sind.

"House Rules" hört sich auch wunderbar an, der Beat ist nun wieder sehr soul-geschwängert und leitet damit den ähnlich klingenden Rest des Albums ein. Unter all diesen Track herauszustechen, das schafft "Snap Shot" im Anschluss. "Let Mr O-N-E, bless you with some poetry". Hell yeah. Dieser Song setzt sich spielend leicht tief hinten in den Gehörgängen fest und hinterlässt ein tiefes Verlangen, die Repeat-Taste wieder und wieder zu drücken, was an der Harmonie zwischen der genialen Produktion, mit einem Traum eines Voice-Samples, und One.Be.Lo's Rhymes liegt. Einziger Nachteil sind die guten 2 Minuten Spieldauer, die leider viel zu kurz sind. Auch wenn "The G Gap" da nicht ganz mithalten kann, fügt es sich gut ins Gesamtbild und kann sowohl mit einer schlichten Produktion als auch mit Lo's wie immer kritischen Texten punkten. "Labeled as a problem child, doin' what was not allowed / Got kicked out of momma's house, now I'm steppin out of bounds / Had to find solid ground, 17 without a doubt / Attitude's sauerkraut, boxin, but I tried to knock my father out" startet der Song, während Lo nun die Missstände in gewissen (den unteren) Bevölkerungsschichten anprangert.

Nun folgt "Gray", die wohl entspannteste Nummer des Albums. Dazu tragen die weichen Klänge ebenso wie die Hook und das dort aufspielende Saxophon bei. Hier nützt er die Gelegenheit, um seine Meinung kund zu tun, wie in etwa im Bezug auf seinen Glauben: "Now as I walk through the valley in the shadow of death / Real Jihad, the battle of self". Nun verbleibt nur noch "Hip Hop Heaven", das, wie schon erwähnt, aus zwei Tracks besteht. Der erste ist wieder einmal ein traumhaftes Stück Musik, das sich langsam und verhalten seinen Weg bahnt, am Ende dann aber doch zu den besten Tracks des Albums gehört. One.Be.Lo berichtet in überragendem Story-Telling von einem ganz gewöhnlichen Tag: "I fell asleep early, woke up this morning right side of the bed / The rest of the fam was sleep, I didn't wanna wake 'em / I'm in the mood for makin' some music, so I hit the basement / When it comes to writing a song, I'm not as patient / More like a doctor performing a operation / And this particular day I'm hearing dope beats / The lyrics was steady coming, combination so sweet / I'm not trynna eat, so I skip breakfast / I'm the zone like Jordan when the clock ticks seconds / [...] / I hear the kids upstairs, they didn't even bother, to interrupt their father, cause they know that I'm a artist". Allerdings stimmt etwas an diesem Tag nicht: "My young ones, usually by now they gettin' restless / I float upstairs, they faces glued to the TV / I walked to the kitchen, guess they didn't even see me / I wasn't even lookin' for a meal anyway, kinda strange, cause I didn't drink or eat all day / In the soundbooth, standin on my feet all day, I'm dead tired now, maybe I should sleep all day / On my way to the room, I hear my lady on the phone, she moans, cryin' and dyin', inside feelin' alone / [...] / I called her name three times, she only ignored me / She held a newspaper in her hands, it read: 'Local Rapper, One.Be.Lo, age 30, found dead', I'm in Hip Hop Heaven". Unglaublicher Song. Abgeschlossen wird das Album jedoch von einer etwas flotteren Nummer, die sich "Massive Monkeys" nennt, aus Bean One's Küche stammt und dem Album einen ausgezeichneten Abschluss beschert.


Fazit:
One.Be.Lo did it again. Es ist schwer, hiervon enttäuscht zu sein. Nashid Sulaiman stellt wieder unter Beweis, dass er zu den wertvollsten Lyricists gehört, die das Rap-Game zu bieten hat und dass er auch ein goldenes Händchen bei der Wahl der Beats getroffen hat. "The R.E.B.I.R.T.H." mag zwar ein wenig kurz sein, doch dafür bekommt man hier pursten HipHop ohne wenn und aber vorgesetzt, von dem die breite Konkurrenz zum Großteil nur träumen kann. Die perfekte Scheibe für die Weihnachtsferien und auf jeden Fall mehr als nur ein Lückenfüller zu "L.I.F.E.". One.Be.Lo schießt sich spielend zu den besseren bis besten Alben dieses Jahr und beschert allen HipHop-Fans ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. I'm in Hip Hop Heaven!

Gesamtwertung: 8.9 / 10

WRITTEN FOR Rap4Fame