Samstag, 29. November 2008

Panacea - A Mind On A Ship Through TIme

WRITTEN FOR HipHop-Jam


Release-Date: 28. Oktober 2008
Label: Tasteful Licks Records

Tracklist:
01. Introlude
02. Voyagers
03. Mudgreen - (feat. Andrea "Anya" Stewart & Mista Maliq)
04. L.A.VA
05. Speak-O-Vision
06. Vandalism
07. Orange Penicilin - (feat. Wes Felton & Melvin Lindsey)
08. Sirens
09. Lunar Illusion
10. Chrono Trigger
11. Treasure Hunt
12. Mustard Seed Celebration
13. A Mind On A Ship Through Time



Panacea, die Traumtänzer des HipHop, sind zurück. K-Murdock an den Drehern und Raw Poetic am Mikrofon haben sich inzwischen von Rawkus verabschiedet und ein neues Zuhause bei Tasteful Licks gefunden. Das Design des Albums wird immer noch von K-Murdocks Cousin Stephen Knox alias Pointblank (als Rapper auch auf "The Scenic Route" gefeatured) übernommen, was uns ein weiteres unglaublich atmosphärisches Cover beschert. Da besteht doch die ernsthafte Hoffnung, dass auch seitens der Musik der eigene Weg weiter beschritten wird.

WRITTEN FOR HipHop-Jam

Also dann, packt eure Taschen und steigt ein - denn einen Flug wie diesen hier wird es so schnell nicht wieder geben. Schon der Startpunkt ist ungewöhnlich, halten die beiden Jungs doch für Washington, D.C. die Flagge hoch. Was K-Murdock seitens der Instrumentals praktiziert, ist ein exaktes Spiegelbild des Covers: man mag es harmlos schimpfen, doch wer auch immer ein offenes Ohr für harmonische Klänge und leicht zurückgelehnten und hochgradig atmosphärischen HipHop hat, der ist hier auf dem richtigen Schiff. Wer "The Scenic Route" kennt, der weiß grob, was ihn erwartet - allerdings wirkt der Sound hier ausgereifter, konstanter und besser. Die große Stärke bei diesem Silberling ist der rote Faden, der dieses Album leitet und dafür sorgt, dass vom ersten bis zum letzten Track alles aus einem Guss ist. Dabei den charakteristischen und eigenen Sound von K-Murdock zu beschreiben, fällt schwer. Allein die Sample-Arbeit geht von Scritti Politti über ATCQ zu Sean Paul bis zum Alan Parsons Project. Raw Poetics Anteil am Album macht es sich in einem ähnlichen Rahmen bequem: ohne in irgendeiner Weise unangenehm ins Hochtrabende abzudriften, schwebt er auf seiner eigenen Wolke aus Rhymes, die dem zweiten Teil seines Künstlernamens gerecht werden. Erwähnenswert wäre "Orange Penicillin", das Kyle Murdocks verstorbenem Onkel Melvin Lindsey gewidmet ist und einen Gastvers von Labelkollege Wes Felton beinhaltet. Im Sinne der Gesamtstimmung des Albums fällt es jedoch schwer, jegliche "Brecher" auszumachen. Auch besondere Highlights tun sich nicht wirklich hervor. Das Album will als Ganzes gehört werden, was der Hörer sicherlich auch nicht bereuen wird.


Fazit:
Wieso also ist "A Mind On A Ship Through Time" empfehlenswert? Vielleicht, weil Panacea es geschafft haben, weiterhin in ihrer kleinen Nische zu verweilen und sich trotzdem im Vergleich zum vorigen Album zu verbessern. Der malerische Pfad von 2007 mündet zu ebendiesem Schiff hier und bietet eine albumlange Reise, die einen weit weg vom aktuellen Geschehen im Rap-Game führt. Wer Panacea kennt und schätzt oder vor allem wer sie nicht kennt, der sollte sich dieses Album besorgen - denn hier hat man es schlicht und einfach mit guter Musik zu tun.

Gesamtwertung: 8.0 / 10

WRITTEN FOR HipHop-Jam

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