WRITTEN FOR Rap4Fame

Release Date: 22. April 2008
Label: Tres Records
Tracklist:
01. What Up Pt. 2
02. Buy Me Lunch - (Feat. Noni Limar)
03. Love Don't
04. Major Way
05. Activate (Too…)
06. CRACHAUSE
07. Respect
08. Pop Dem Boyz
09. 2.16.05
10. Mr. Big Fizz
11. Chill
12. Hello!?
13. Go!
14. Activate (As Well)
15. Bullet Through Me - (Feat. Shawn Jackson)
16. Cotton
17. Credits
18. Umm Yeah
19. Ready
Gesamtwertung: 7.0 / 10
Label: Tres Records
Tracklist:
01. What Up Pt. 2
02. Buy Me Lunch - (Feat. Noni Limar)
03. Love Don't
04. Major Way
05. Activate (Too…)
06. CRACHAUSE
07. Respect
08. Pop Dem Boyz
09. 2.16.05
10. Mr. Big Fizz
11. Chill
12. Hello!?
13. Go!
14. Activate (As Well)
15. Bullet Through Me - (Feat. Shawn Jackson)
16. Cotton
17. Credits
18. Umm Yeah
19. Ready
Kunterbuntes Cover und zwei Kerle in ähnlich schrägen Outfits. Das sind C.R.A.C. Knuckles. Der mit der Krawatte, das ist Blu aus Los Angeles, mit seinem Kollabo-Album zusammen mit Exile zu einem der Newcomer und Geheimtipps des Jahres 2007 avanciert. Der andere ist sein Kumpel Ta'Raach, der manch einem vielleicht unter dem Namen Lacks bekannt ist und aus Detroit stammt. Zusammen macht sich dieses Duo auf, der Welt mit ihrem Debüt "The Piece Talks" eines der "buntesten" Releases dieses Jahres zu liefern.
Für alle, die nicht wissen, wie sie den Gruppennamen auszusprechen haben: "Crass Knucks" kommt in etwa hin. Deshalb auch das Motto des Albums: "It ain't Crack, it's Crass, BITCH!". Und so wie man Blu kennt, verbunden mit diesem Cover, kann man sich nicht weniger als ein auf äußerste Freshness bedachtes Album erwarten. Nach einem gut einstimmenden "What Up" geht es dann auch gleich mit "Buy Me Lunch", aberwitzigen Vocals von Noni Limar und einer kompletten LKW-Ladung voller guter Laune los. Die Notwendigkeit, der Saiteninstrument-Dominanz mit jeglicher Art von Sprechgesang Abhilfe zu schaffen, sieht hier jedoch niemand. "Let's play / a.k.a. get paid". Dass man sich saumäßig über einfache Drums freuen kann, welche ganz nebenbei einen der Höhepunkte dieses Werks einleiten, zeigt "Love Don't". Blu rappt hier, wie auch auf dem Rest des Albums, definitiv besser als sein Partner, was in diesem Fall auch im zweiten Verse ein Nachlassen der Euphorie über solch einen hochqualitativen Stimmungsheber verhindert.
Dank der etwas aufgesetzt wirkenden unkonventionellen Form des Albums finden sich zahlreiche "halbe" Tracks, diverse Skits, Instrumentals und natürlich auch eine Trackliste ohne 0815-Features. Dies gebietet auch "Love Don't" nach drei Minuten Einhalt, um Platz zu machen für "Major Way": "The niggas you hate to hate, right back in a major way". Nach dem kurzen Fast-Instrumental "Active (Too...)" folgt ein weiterer Rap-loser Track, der jedoch ein genickbrechendes Instrumental auffährt und sich "CRACHAUSE" nennt. "Respect" hingegen klingt, inklusive aus Samples zusammengebastelter Hook, fast schon nach einer (Premo-)Eastcoast-Produktion, was als weitere Abwechslung mit offenen Armen Willkommen geheißen wird. Der vierte (von bis jetzt acht) richtige Track schwingt sich blitzartig zum nächsten Highlight auf - "Pop Dem Boyz" zieht einen mit Ta'Raach's Beat sofort in seinen (leider nur) zweieinhalbminütigen Bann. Generell muss man Ta'Raach, sofern auch nicht jeder Beat ein absolutes Großkaliber ist, Respekt für seine Vielseitigkeit bei den Produktionen zusprechen. Denn wenn man schon ein solches "mit Absicht anderes" Album auf die Beine stellen will, dann braucht man den passenden Sound dazu, und den haben C.R.A.C..
Der Mittelteil vollzieht sich mit dem soliden "2.16.05", dem, allen Fakes gewidmeten, "Mr. Big Fizz", das trotzdem mit leichter Langeweile zu kämpfen hat, und dann mit "Chill", das seinem Namen alle Ehre macht. Typische Detroit-Klänge ermpfangen einen auf dem halbminütigen "Hello!?", ebenso wie auf dem folgenden Kopfnicker "Go!". So unbeschwert wie der Sound sind auch die Lyrics, großen Zusammenhang, seriöse Messages oder Ähnliches sucht man hier vergebens; was jedoch auch gut ist und zum Album passt. Nach dem nächsten "Activate" (selbes Instrumental wie beim ersten) gibt es mit "Bullet Through Me" den einzigen Patzer, der auf musikalischer Ebene einfach so unausstehlich ist, dass sämtliche Amüsanz über die Abgedrehtheit des Songs verloren geht.
Ebenso fragwürdig ist "Cotton": "A message to the consumer of CRAC: No matter how much you like the album, here's what they think about you", ist der Anfang einer sicherlich nicht ironisch gemeinten Hass-Tirade auf alle, die es in Ta'Raach's Augen verdient haben (wozu beispielsweise Internet Thugs zu zählen wären). Sosehr die eigene Credibility gewahrt werden muss, eine solche Aktion entspricht einem schwarzen Rapper, der in seinen Texten Weiße beschimpft und dessen Hörerschaft zu 75% aus ebenjenen besteht. Egal wie unlustig diese Minute ist, das durchaus auch auf "Below The Heavens" passende und sich anschließende "Credits" erfreut wieder mit sehr starkem Beat und einem Fehlen von Raps.
Dann eine einminütige Stille "Umm Yeah" zu nennen, ist nur mit "überflüssig" abzustempeln, was nun zum letzten Track führt. "Ready" bietet zuallererst ein neun Minuten langes Telefongespräch, das zwar lustig, jedoch viel zu lang ist. Da hätte man lieber dem ersten von zwei nun noch folgenden Tracks mehr Spielzeit abgegeben. Denn hier wird nochmal allerfeinste Musik zelebriert. Der passende Ausstieg folgt dann im zweiten, Piano-dominierten Track.
Fazit:
C.R.A.C. Knuckles ist sicherlich eine Formation, die man so stehen lassen kann und die nach der Kollabo mit Exile Blu's zweiter Beweis (mal abgesehen von dem Geplänkel davor) für sein Charisma am Mic darstellt. Auch Ta'Raach dürfte hiermit, zwar bereits als anerkannte Größe, etwas von dem Respekt und der Aufmerksamkeit abbekommen, die ihm zustehen. Als Album ist "The Piece Talks" sicherlich kreativ - doch ebenso einen Tick zu sehr darauf versessen, etwas Besonderes zu sein, was dem Produkt an mancher Stelle mehr schadet als guttut. Auch der eine Patzer schlägt eine leichte Kerbe, was dann, trotz dem sonst guten Rest, eine hohe Wertung zunichte macht. Für die Zukunft sollte man sich trotzdem auf weitere Zusammenarbeit freuen, denn wie gesagt, den Titel des buntesten Albums des Jahres nehmen C.R.A.C. vorerst für sich in Anspruch.
Für alle, die nicht wissen, wie sie den Gruppennamen auszusprechen haben: "Crass Knucks" kommt in etwa hin. Deshalb auch das Motto des Albums: "It ain't Crack, it's Crass, BITCH!". Und so wie man Blu kennt, verbunden mit diesem Cover, kann man sich nicht weniger als ein auf äußerste Freshness bedachtes Album erwarten. Nach einem gut einstimmenden "What Up" geht es dann auch gleich mit "Buy Me Lunch", aberwitzigen Vocals von Noni Limar und einer kompletten LKW-Ladung voller guter Laune los. Die Notwendigkeit, der Saiteninstrument-Dominanz mit jeglicher Art von Sprechgesang Abhilfe zu schaffen, sieht hier jedoch niemand. "Let's play / a.k.a. get paid". Dass man sich saumäßig über einfache Drums freuen kann, welche ganz nebenbei einen der Höhepunkte dieses Werks einleiten, zeigt "Love Don't". Blu rappt hier, wie auch auf dem Rest des Albums, definitiv besser als sein Partner, was in diesem Fall auch im zweiten Verse ein Nachlassen der Euphorie über solch einen hochqualitativen Stimmungsheber verhindert.
Dank der etwas aufgesetzt wirkenden unkonventionellen Form des Albums finden sich zahlreiche "halbe" Tracks, diverse Skits, Instrumentals und natürlich auch eine Trackliste ohne 0815-Features. Dies gebietet auch "Love Don't" nach drei Minuten Einhalt, um Platz zu machen für "Major Way": "The niggas you hate to hate, right back in a major way". Nach dem kurzen Fast-Instrumental "Active (Too...)" folgt ein weiterer Rap-loser Track, der jedoch ein genickbrechendes Instrumental auffährt und sich "CRACHAUSE" nennt. "Respect" hingegen klingt, inklusive aus Samples zusammengebastelter Hook, fast schon nach einer (Premo-)Eastcoast-Produktion, was als weitere Abwechslung mit offenen Armen Willkommen geheißen wird. Der vierte (von bis jetzt acht) richtige Track schwingt sich blitzartig zum nächsten Highlight auf - "Pop Dem Boyz" zieht einen mit Ta'Raach's Beat sofort in seinen (leider nur) zweieinhalbminütigen Bann. Generell muss man Ta'Raach, sofern auch nicht jeder Beat ein absolutes Großkaliber ist, Respekt für seine Vielseitigkeit bei den Produktionen zusprechen. Denn wenn man schon ein solches "mit Absicht anderes" Album auf die Beine stellen will, dann braucht man den passenden Sound dazu, und den haben C.R.A.C..
WRITTEN FOR Rap4Fame
Der Mittelteil vollzieht sich mit dem soliden "2.16.05", dem, allen Fakes gewidmeten, "Mr. Big Fizz", das trotzdem mit leichter Langeweile zu kämpfen hat, und dann mit "Chill", das seinem Namen alle Ehre macht. Typische Detroit-Klänge ermpfangen einen auf dem halbminütigen "Hello!?", ebenso wie auf dem folgenden Kopfnicker "Go!". So unbeschwert wie der Sound sind auch die Lyrics, großen Zusammenhang, seriöse Messages oder Ähnliches sucht man hier vergebens; was jedoch auch gut ist und zum Album passt. Nach dem nächsten "Activate" (selbes Instrumental wie beim ersten) gibt es mit "Bullet Through Me" den einzigen Patzer, der auf musikalischer Ebene einfach so unausstehlich ist, dass sämtliche Amüsanz über die Abgedrehtheit des Songs verloren geht.
Ebenso fragwürdig ist "Cotton": "A message to the consumer of CRAC: No matter how much you like the album, here's what they think about you", ist der Anfang einer sicherlich nicht ironisch gemeinten Hass-Tirade auf alle, die es in Ta'Raach's Augen verdient haben (wozu beispielsweise Internet Thugs zu zählen wären). Sosehr die eigene Credibility gewahrt werden muss, eine solche Aktion entspricht einem schwarzen Rapper, der in seinen Texten Weiße beschimpft und dessen Hörerschaft zu 75% aus ebenjenen besteht. Egal wie unlustig diese Minute ist, das durchaus auch auf "Below The Heavens" passende und sich anschließende "Credits" erfreut wieder mit sehr starkem Beat und einem Fehlen von Raps.
Dann eine einminütige Stille "Umm Yeah" zu nennen, ist nur mit "überflüssig" abzustempeln, was nun zum letzten Track führt. "Ready" bietet zuallererst ein neun Minuten langes Telefongespräch, das zwar lustig, jedoch viel zu lang ist. Da hätte man lieber dem ersten von zwei nun noch folgenden Tracks mehr Spielzeit abgegeben. Denn hier wird nochmal allerfeinste Musik zelebriert. Der passende Ausstieg folgt dann im zweiten, Piano-dominierten Track.
Fazit:
C.R.A.C. Knuckles ist sicherlich eine Formation, die man so stehen lassen kann und die nach der Kollabo mit Exile Blu's zweiter Beweis (mal abgesehen von dem Geplänkel davor) für sein Charisma am Mic darstellt. Auch Ta'Raach dürfte hiermit, zwar bereits als anerkannte Größe, etwas von dem Respekt und der Aufmerksamkeit abbekommen, die ihm zustehen. Als Album ist "The Piece Talks" sicherlich kreativ - doch ebenso einen Tick zu sehr darauf versessen, etwas Besonderes zu sein, was dem Produkt an mancher Stelle mehr schadet als guttut. Auch der eine Patzer schlägt eine leichte Kerbe, was dann, trotz dem sonst guten Rest, eine hohe Wertung zunichte macht. Für die Zukunft sollte man sich trotzdem auf weitere Zusammenarbeit freuen, denn wie gesagt, den Titel des buntesten Albums des Jahres nehmen C.R.A.C. vorerst für sich in Anspruch.
Gesamtwertung: 7.0 / 10
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