WRITTEN FOR Rap4Fame

Release Date: 05. Februar 2008
Label: Chinga Chang Records / Latchkey Recordings / KOCH Records
Tracklist:
01. Risin Up
02. Turn It Out
03. 100 Rounds (Original Version)
04. The Life
05. Typical Nigga
06. What's More Realer Then That
07. I Feel Bad For You Son
08. With A Bullet - (Feat. KL)
09. On The Rise Again
10. What's More Realer Then That (Alternate Version)
11. On The Rise Again (Radio Edit)
Label: Chinga Chang Records / Latchkey Recordings / KOCH Records
Tracklist:
01. Risin Up
02. Turn It Out
03. 100 Rounds (Original Version)
04. The Life
05. Typical Nigga
06. What's More Realer Then That
07. I Feel Bad For You Son
08. With A Bullet - (Feat. KL)
09. On The Rise Again
10. What's More Realer Then That (Alternate Version)
11. On The Rise Again (Radio Edit)
Kool G Rap hat seinen Platz in der HipHop-Hall Of Fame schon fest gepachtet. Noch dazu gehört er zu jenen Artists, die auch heutzutage noch äußerst aktiv sind. Wenige Rapper aus New York waren und sind auf so vielen und unterschiedlichen Alben und Mixtapes zu hören wie G Rap. Dass er dabei solo noch gar nicht so viel vorzuweisen hat oder dass seine 5 Family Click lautlos in der Versenkung verschwunden ist, wird dabei oft vergessen. Und so ist es auch schon knappe fünf Jahre her, dass man sich zum letzten Mal über eine Veröffentlichung des Mannes freuen durfte. Unter Chinga Chang bzw. Latchkey Recordings erscheint dann endlich neues Material, eine EP namens "Half A Klip".
Auf was soll/darf man also hoffen? Was wäre denn wünschenswert? Bei den meisten Veteranen und ihren heutigen Releases ist man ja schon froh, wenn sich der Schaden in Grenzen hält. Von Kool G Rap weiß man auf jeden Fall, dass er das Rappen noch nicht verlernt hat. Und Latchkey Recordings legt auch eine engere Zusammenarbeit mit Domingo nahe, was auch schon einen ersten Hinweis auf den eingeschlagen Sound-Weg gibt. Solange dieser eine Unterstützung für G Rap's, hoffentlich immer noch fesselnden, Mafiosi-Stories bietet, ist auch schon alles in Butter. Und der Anfang, "Risin' Up", sieht ganz danach aus. Domingo an den Reglern, der eine kraftvolle Geräuschedecke stickt, über die Kool G Rap in gewohnter Straßenpoetik flowen darf. "Turn It Out" hingegen versucht einen Spagat zwischen Straße und Club zu vollführen, dessen Endergebnis leicht fragwürdig gerät und mit einem miserablen Fade-Out endet. Das folgende "100 Rouds (Original Version)" ist eine sehr typische Domingo-Produktion, die wie Vieles von diesem Produzenten nicht wirklich begeistert, sich aber doch ein "solide" einheimsen kann.
Domingo's Seelenverwandter MoSS, inzwischen ebenfalls bekannt als Produzent für diverse, die Realness mit Löffeln fressende, Spitter (hier sei nur mal Big Shug genannt), steuert auch etwas zum großen Ganzen bei, das, wie schon der Track zuvor, einen beständigen Untergrund für Kool G's Raps bildet, welche natürlich von alltäglichen Hustle-Stories handeln. Einen weiteren sehr druckvollen und ebenso kurzen Kopfnicker bekommt man mit "Typical Nigga" untergeschoben; denn ein solcher ist G Rap, wobei die Erklärung hierfür wieder Platz für reichlich gesetzeswidrige Handlungen liefert. Ein Abstecher nach Spanish Harlem, oder auch in jeden anderen Latino-dominierten Block in NY, macht man mit "What's More Realer Then That", das, ganz ungeachtet der orthographischen Übeltat im Titel, durchaus zu überzeugen weiß.
Ein Song, der nicht an die zwei Minuten Spielzeit herankommt, wird mit "I Feel Bad For You Son" gereicht, der ansonsten als unauffälliger Kopfnicker nicht schlecht, jedoch schnell wieder vergessen ist. "With A Bullet" begrüßt als einziger Track Gastraps: und zwar von keinem anderen als KL alias Kamakazee, seines Zeichens ein Viertel der hochangesehenen Queensbridge-Representer von Screwball. Dazu eine Produktion von Marley Marl, die für den alten Herrn auch ganz gut ausfällt, und der Eastcoast-Fan ist zufrieden. "From the North to the South, to the East to the West / Leave a motherfucker with a hole in his chest"... und soviel Tiefsinnigkeit ringt einem zumindest ein kleines Schmunzeln ab. Damit fehlt nur noch die Primo-Produktion, von der man sich wohl am meisten erwarten konnte und die auch als Schlusspunkt den Höhepunkt setzt. "On The Rise Again" ist ein durch und durch typischer Premier-Beat, der nach öfterem Durchspielen trotzdem seine Wirkung nicht verfehlt. Die zwei noch folgenden ungelisteten Bonus Tracks sind einerseits "What's More Realer Then That" mit anderem Beat (was in etwa genauso gut wie die schon gehörte Version ausfällt) und ein Radio Edit von "On The Rise Again", den man lieber, zugunsten der normalen Version, umschippert.
Fazit:
Eigentlich muss man sich bei einem solchen Werk nur fragen: Was will man mehr? Der Veteran liefert genau das, was man sich von ihm wünscht. Hier wird absolut nichts Neues versucht, was jedoch auch nicht zu G Rap passen würde und wohl nur Unmut hervorgerufen hätte. Hierüber ein Fazit zu ziehen ist einfach, wenn auch kurz: Jeder der etwas von HipHop versteht, wird wohl wissen, was er mit Kool G Rap zu verbinden hat, und genau das bekommt er hier auch. Punkt.
Gesamtwertung: 7.1 / 10
Auf was soll/darf man also hoffen? Was wäre denn wünschenswert? Bei den meisten Veteranen und ihren heutigen Releases ist man ja schon froh, wenn sich der Schaden in Grenzen hält. Von Kool G Rap weiß man auf jeden Fall, dass er das Rappen noch nicht verlernt hat. Und Latchkey Recordings legt auch eine engere Zusammenarbeit mit Domingo nahe, was auch schon einen ersten Hinweis auf den eingeschlagen Sound-Weg gibt. Solange dieser eine Unterstützung für G Rap's, hoffentlich immer noch fesselnden, Mafiosi-Stories bietet, ist auch schon alles in Butter. Und der Anfang, "Risin' Up", sieht ganz danach aus. Domingo an den Reglern, der eine kraftvolle Geräuschedecke stickt, über die Kool G Rap in gewohnter Straßenpoetik flowen darf. "Turn It Out" hingegen versucht einen Spagat zwischen Straße und Club zu vollführen, dessen Endergebnis leicht fragwürdig gerät und mit einem miserablen Fade-Out endet. Das folgende "100 Rouds (Original Version)" ist eine sehr typische Domingo-Produktion, die wie Vieles von diesem Produzenten nicht wirklich begeistert, sich aber doch ein "solide" einheimsen kann.
WRITTEN FOR Rap4Fame
Domingo's Seelenverwandter MoSS, inzwischen ebenfalls bekannt als Produzent für diverse, die Realness mit Löffeln fressende, Spitter (hier sei nur mal Big Shug genannt), steuert auch etwas zum großen Ganzen bei, das, wie schon der Track zuvor, einen beständigen Untergrund für Kool G's Raps bildet, welche natürlich von alltäglichen Hustle-Stories handeln. Einen weiteren sehr druckvollen und ebenso kurzen Kopfnicker bekommt man mit "Typical Nigga" untergeschoben; denn ein solcher ist G Rap, wobei die Erklärung hierfür wieder Platz für reichlich gesetzeswidrige Handlungen liefert. Ein Abstecher nach Spanish Harlem, oder auch in jeden anderen Latino-dominierten Block in NY, macht man mit "What's More Realer Then That", das, ganz ungeachtet der orthographischen Übeltat im Titel, durchaus zu überzeugen weiß.
Ein Song, der nicht an die zwei Minuten Spielzeit herankommt, wird mit "I Feel Bad For You Son" gereicht, der ansonsten als unauffälliger Kopfnicker nicht schlecht, jedoch schnell wieder vergessen ist. "With A Bullet" begrüßt als einziger Track Gastraps: und zwar von keinem anderen als KL alias Kamakazee, seines Zeichens ein Viertel der hochangesehenen Queensbridge-Representer von Screwball. Dazu eine Produktion von Marley Marl, die für den alten Herrn auch ganz gut ausfällt, und der Eastcoast-Fan ist zufrieden. "From the North to the South, to the East to the West / Leave a motherfucker with a hole in his chest"... und soviel Tiefsinnigkeit ringt einem zumindest ein kleines Schmunzeln ab. Damit fehlt nur noch die Primo-Produktion, von der man sich wohl am meisten erwarten konnte und die auch als Schlusspunkt den Höhepunkt setzt. "On The Rise Again" ist ein durch und durch typischer Premier-Beat, der nach öfterem Durchspielen trotzdem seine Wirkung nicht verfehlt. Die zwei noch folgenden ungelisteten Bonus Tracks sind einerseits "What's More Realer Then That" mit anderem Beat (was in etwa genauso gut wie die schon gehörte Version ausfällt) und ein Radio Edit von "On The Rise Again", den man lieber, zugunsten der normalen Version, umschippert.
Fazit:
Eigentlich muss man sich bei einem solchen Werk nur fragen: Was will man mehr? Der Veteran liefert genau das, was man sich von ihm wünscht. Hier wird absolut nichts Neues versucht, was jedoch auch nicht zu G Rap passen würde und wohl nur Unmut hervorgerufen hätte. Hierüber ein Fazit zu ziehen ist einfach, wenn auch kurz: Jeder der etwas von HipHop versteht, wird wohl wissen, was er mit Kool G Rap zu verbinden hat, und genau das bekommt er hier auch. Punkt.
Gesamtwertung: 7.1 / 10
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