Freitag, 8. Februar 2008

Method Man - Live From The Sunset Strip (DVD)

WRITTEN FOR Rap4Fame



Release Date: 30. Oktober 2007
Label: HD Entertainment

Tracklist:
01. Intro (4:21 Album)
02. Method Man
03. Bring The Pain
04. Ice Cream
05. All I Need
06. Grid Iron Rap
07. How High
08. What The Blood Clot
09. Suspect Chin Music
10. Fall Out
11. Ya'Meen
12. Is It Me
13. Problem
14. Say
15. Wu-Tang Clan Ain't Nothin To Fuck Wit
16. Triumph
17. Shimmy Shimmy Ya (Tribute To ODB)
18. Brooklyn Zoo
19. Judgement Day
20. Da Rockwilder
21. End Credits



Method Man, der SunnyBoy des legendären Wu-Tang Clans, ist seit seiner Filmrolle als weedrauchender College-Absolvent in Deutschland wohl das bekannteste Gesicht der Großen Neun. Mit "Live From The Sunset Strip" präsentiert der MC aus Shaolin, NYC seine erste Live-DVD, auf der auch einiges Bonus-Material angekündigt wird.

Noch bevor Method Man die Bühne betritt, ertüchtigt sich schon DJ Allah Mathematics, Inventor des legendären Clan-Logos, hinter den 1's & 2's. Da Method's letztes Album, "4:21 - The Day After", noch recht neu ist, kann man sich natürlich einen gewissen Fokus auf diesem Album erwarten. So betritt der Chef auch zum Intro des ebengenannten Albums die Bühne. Ihm folgt sein Partner-N-Rhyme, Streetlife, der während der ganzen Show seinen Rücken freihalten wird. Nach dem Intro schwenkt Mr. Mef jedoch erstmal zeitlich zurück. Das noch verhaltene Publikum bekommt, eingepackt in viele kurz angepsielte Songs, Klassiker wie "M.E.T.H.O.D. Man", "Bring The Pain" oder "Ice Cream" serviert. Schon früh fällt auf, was den Method Man als hervorragenden Entertainer ausmacht. Er mag zwar nicht die stärkste Stimme haben (Was wohl am vielen Rauchen liegt), doch seine Präsenz und vor allem seine "Unterhaltungen" mit dem Publikum geben dem Konzert einen viel persönlicheren Charakter als bem Großteil aller anderen Emcees. Zudem passt hier Streetlife, der über ein kräftiges Stimmorgan verfügt, gut ins Bild und ergänzt sich gut mit dem Hauptakteur. Gemäß einem amerikanischen Publikum ist die Bereitschaft zur Selbstbeteiligung anfangs noch sehr gering. Auch wenn die Reihenfolge und die Auswahl der Songs, die Meth pickt, nicht die vorteilhafteste Möglichkeit darstellt, dient das zwischen älteren Songs eingestreute "How High" bestens zur Stimmungshebung, was jedoch durch eine Kette von Tracks des neuen Albums wieder nach unten ausgeglichen wird. Dies tut dem Unterhaltungswert von Method Man jedoch keinen Abbruch. Und das schöne dabei ist, das bekommt man auch zuhause mit. Nach "Problem" hält er eine Ansprache, die erstens eine gute Weile dauert, und in der er sein Prinzipien darlegt. Neben "Fuck The Industry"-Parolen gibts es u.a. zu hören: "Fuck that man, I have no problmen dancing to my own shit! I have no problem coming down in the crowd and fuckin' wit y'all niggaz. I like to have a good time, too!". Mit dem nun folgenden "Say" merkt man auch, dass nun der Punkt gekommen ist, an dem das Eis wirklich gebrochen ist. Und das steigert sich in die zu erwartenden Ausmaße, wenn wieder Old Shit eingespielt wird, und zwar in Form von All-Time-Classic "Wu-Tang Clan Ain't Nuttin To Fuck Wit". Gemäß seinem Motto ("There is nobody, and I mean nobody, that rocks a motherfuckin stage like I do") übernimmt er RZA's ersten Part, auf dass dann der Rebel INS persönlich auf die Bühne kommt. Stimmlich klingt der Inspectah zwar leicht ausgepowert, doch allein dessen Präsenz hält die jumpende Crowd bei Stange. Noch besser wird das Ganze mit dem nächsten Klassiker, "Triumph". Hier gibt sich der nächste der Clansmen, der High Chief alias Masta Killa, die Ehre. Der nun folgende Tribut an ODB fördert Mef's diesbezügliche Einstellung zutage: "We are not going to mourn Ol Dirty Bastard's death. We are going to celebrate Ol Dirty Bastard's life!". Auch die beiden Track von ODB gehören zu den Highlights des Abends. Als finaler Abschluss gibt es "Da Rockwilder", bei dem es Los Angeles auch nicht mehr bei ruhigem Kopfnicken belässt. Während Mr. Mef spontan Stage-Diving betreibt, sind sich die Verbliebenen (Street, Deck und MK) nicht ganz einig, wer denn nun Redman's Part rappen soll, was jedoch nicht großartig stört.
Falls man das Konzert selbst als Mittelmaß abtut, sollte man sich keinesfalls mit den Extras aufhalten. Die bescheidene Fotogalerie überzeugt hier ebenso wenig, wie ein recht aussageloses Interview mit Method Man selbst. Interessanter ist da schon das Interview mit Brother J vom legendären X-Clan, der Theorien über den Zusammenschluss von Indie-Labels zur Verbesserung des HipHop aufstellt.


Fazit:
Alles in allem ist diese DVD wohl selbst für Wu-Tang Fans kein Muss, trotz der starken Show, die Meth selbst hier abliefert. Denn der Mann ist ein wahres Energiebündel, das seine Show auf das Publikum abstimmt und auch dementsprechend Stimmung machen kann. Die spärliche Ausstattung mit Extras, und die Tatsache, dass die Show trotz Meth's Bemühungen stellenweise etwas langweilig ist, wiegen doch schwer gegen eine Anschaffung. Trotzdem begeht man damit auch keinen Fehler, denn wer das hier gesehen hat, der wird Method Man, falls nicht schon geschehen, definitiv auf die Liste derer setzen, die er live sehen sollte.

Gesamtwertung: 5.8 / 10

WRITTEN FOR Rap4Fame

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