Release Date: 11. August 1998
Label: Priority
Tracklist:
01. Galactics
02. Allah Sees Everything
03. 5 Staged of Consciousness
04. Unite to Fight
05. Murder Venue
06. Doomsday - (Feat. Holocaust)
07. Red Dawn
08. The Shoot Out
09. Bastard Swordsman - (Feat. Holocaust)
10. Last Poet
11. Serving Justice
12. Where I Rest At
13. Pain
Label: Priority
Tracklist:
01. Galactics
02. Allah Sees Everything
03. 5 Staged of Consciousness
04. Unite to Fight
05. Murder Venue
06. Doomsday - (Feat. Holocaust)
07. Red Dawn
08. The Shoot Out
09. Bastard Swordsman - (Feat. Holocaust)
10. Last Poet
11. Serving Justice
12. Where I Rest At
13. Pain
Wenn diejenigen, die den Weg kritisieren, welchen HipHop als Gesamtheit im Jahr 2007 schon lange eingeschlagen hat, gefragt werden, was denn nun richtiger HipHop sei, in diesem riesigen Pool aus verwässertem Dünnbrettbohrer-Rap, dann darf man ziemlich sicher sein, dass früher oder später der Name Killarmy fallen wird. Als einer der bekanntesten Ableger des Wu-Tang Clan schafften sie es 1997 mit "Silent Weapons For Quiet Wars" einen Wu-Klassiker zu veröffentlichen, in dem die 6 Guerilla-Krieger verdeutlichen, wie sich der Clan in seiner militantesten Variante anhört. Ein Jahr nach dem Debut, 1998, lassen sie bereits das Sophomore folgen, welches sich da so trefflich "Dirty Weaponry" nennt.
Und schon der Titel spricht Bände. Beretta 9 und ShoGun Assasson stoßen aus Ohio zu den NY-ansässigen Islord alias Thief of Baghdad, Killa Sin, Saddam 9th Prince (RZA's Bruder) und P.R. Terrorist alias Dom Pachino. Neben den gewalttätigen Lyrics sind es auch auf Album #2 die Beats, die "Dirty Weaponry" zu etwas Besonderem machen. Während sich Allah Mathematics für zwei Beats verantwortlich zeigt, stammt der Rest wieder vom inoffiziellen siebten Mitglied, 4th Disciple, der auch hier wieder seinen Job als Meisterproducer einwandfrei erledigt.
Der Opener allerdings geht auf Mathematics' Kappe und nennt sich "Galactics". Dom Pachino schmettert den Hörern einen Chorus hin, der sich sofern einprägt. "Killarmy in your galaxy, in your continent, in your city / Take 'em to war, throw your grenades, this shit is gritty / Rollin' tanks, carry shanks, while ya'll niggaz shoot blanks / Livin' gun powder, roll black down, dealin' wit ranks".
Nacheinander werfen Islord, Beretta, Dom und 9th ihre lyrischen Granaten auf diesem abgrundtief finsteren Song. "Yo, what's the science on y'all crab ass niggaz out here / In this rap shit, turnin' this shit into some fuckin' actor shit / step into my chamber, I'll hang ya". Und neben Lines wie diesen von Islord ist es vor allem 9th Prince, der mit seiner markanten Stimme und seinem Flow, der sich so gekonnt (andauernd) stolpernd und unverständlich anhört wie bei wenigen anderen Rappern sonst, Akzente setzen kann.
Neben 9th ist dann wohl Dom Pachino der zweitbekannteste aus der Truppe, was jedoch nicht heißt, dass er seinen Kollegen etwas voraus hätte. Hier werden auf so kunstvolle Art und Weise Köpfe gespalten, Fake MCs vernichtet und Körper mit großkalibrigen Waffen in Stücke zerrissen, dass es schwer fällt, einen MC herauszuheben oder einen schwachen Punkt zu finden. Jeder einzelne MC trägt seinen Teil zum Ganzen bei, keinem fehlt es an Persönlichkeit, sofern man nur die Ohren aufsperrt. Islord beispielsweise schafft es auf verblüffende Weise mit seinen Raps makellos sauber zu flowen, obwohl diese sich über mehrere Bars hinweg nicht reimen.
Und dann könnte man auch immernoch einfach die Raps ausblenden und sich ganz den genialen Produktionen von 4th Disciple hingeben. "Allah Sees Everything" ist ein Musterbeispiel eines bedachten Eastcoast-Klassikers, wobei der Titel schon darauf hinweist, dass die 6 MCs, deutlich von der 5%-Ideologie beeinflusst, auch religiöse Themen ansprechen. Neben typischen Phrasen wie "Soldier where's ya warpaint?" hört man auch Lines wie folgende: "To take the Gods off the earth, is what the devil's wishing / You won't last with religion / It deals with division, Allah's all / United we stand, son, divided we fall".
"Unite To Fight" kommt man zusammen, "for one common cause", der da wäre, die "5 Stages Of Consciousness" zu erreichen. Einziger Gast auf dem Longplayer ist Westcoast Killa-Bee Holocaust, auch bekannt als Warcloud, der zweimal zu Wort kommt, erstmals auf "Doomsday", wobei er einem gleich eine schwer verdauliche Ankündigung aufdrückt: "This is doomsday, for MCs with hollow skills", während P.R. Terrorist seinen "Kriegsalltag" in Worte fasst: "Layin' in the dark war trench / Covered in mud strong corpse stench / Monkey wrench, adjusting my mic, fatigues drenched".
Im Anschluss schleicht sich die Killarmy in dämmernder Morgenröte über den Kriegsschauplatz (musikalisch ist "Red Dawn ebenfalls die wohl ruhigste Nummer des Albums), um sich dann dem "Shoot Out" zu stellen, welches dem Titel entsprechend mit pumpenden Drums den MCs am Mic alles abverlangt. Dieser Überlebenskampf wird auch im zugehörigen Video als blutiges Szenario dargestellt, in dem letztendlich nur die 6 Killarmy-MCs überleben und somit die Anerkennung (in Form des Wu-Tang-Tattoos) des thronenden RZA kassieren.
Die Reise durch das Kriegsgebiet der schmutzigen Waffen setzt sich im langsamen "Last Poet" fort, und findet sich dann nach dem nicht minder großartigen "Serving Justice" im düster-dreckigen "Where I Rest At" wieder, bei dem zum ersten Mal von 4th Disciple ein Voice-Sample zum Einsatz gebracht wird. In Kombination mit den knöchernen Snares und den vielschichtigen Streichern ein weiteres Meisterwerk an Rohheit. "Smell that gun powder in the air? / Shit is like this everyday when I wake up". Gegen Ende des Tracks, wenn die Streicher langsam verstummen, taucht 4th Disciple den Hörer in eine Geräuschkulisse aus Maschinengewehrfeuer, Bomben- und Granateneinschlägen und Querschlägern, auf dass man auch ja nicht vergisst wo man sich hier befindet. Track 13 ist dann auch schon der letzte, und der bietet natürlich nochmals staubtrockene Drums und tödliche Lyrics. " This is war niggaz, a duel to the death / You better make sure your sword's sharp".
Fazit:
"Dirty Weaponry" setzt da an, wo "Silent Weapons For Quiet Wars" aufgehört hat. Wieder ist das blinde Vertrauen in 4th Disciple absolut gerechtfertigt, da der Mann eine Sound-Grundlage bereitstellt, bei der selbst ein RZA nichts mehr besser machen könnte. Die dreckigen Beats passen wie die Faust aufs Auge zu den Rhymes der 6 immer noch hungrigen Emcees. Diese können als geschlossene Einheit ein Juwel für jeden Liebhaber von gutem Eastcoast-Street-Rap liefern, und zudem noch eines der besten Alben, das je seinen Weg aus dem unendlichen Umfeld des Wu-Tang Clan gefunden hat.
Und schon der Titel spricht Bände. Beretta 9 und ShoGun Assasson stoßen aus Ohio zu den NY-ansässigen Islord alias Thief of Baghdad, Killa Sin, Saddam 9th Prince (RZA's Bruder) und P.R. Terrorist alias Dom Pachino. Neben den gewalttätigen Lyrics sind es auch auf Album #2 die Beats, die "Dirty Weaponry" zu etwas Besonderem machen. Während sich Allah Mathematics für zwei Beats verantwortlich zeigt, stammt der Rest wieder vom inoffiziellen siebten Mitglied, 4th Disciple, der auch hier wieder seinen Job als Meisterproducer einwandfrei erledigt.
Der Opener allerdings geht auf Mathematics' Kappe und nennt sich "Galactics". Dom Pachino schmettert den Hörern einen Chorus hin, der sich sofern einprägt. "Killarmy in your galaxy, in your continent, in your city / Take 'em to war, throw your grenades, this shit is gritty / Rollin' tanks, carry shanks, while ya'll niggaz shoot blanks / Livin' gun powder, roll black down, dealin' wit ranks".
Nacheinander werfen Islord, Beretta, Dom und 9th ihre lyrischen Granaten auf diesem abgrundtief finsteren Song. "Yo, what's the science on y'all crab ass niggaz out here / In this rap shit, turnin' this shit into some fuckin' actor shit / step into my chamber, I'll hang ya". Und neben Lines wie diesen von Islord ist es vor allem 9th Prince, der mit seiner markanten Stimme und seinem Flow, der sich so gekonnt (andauernd) stolpernd und unverständlich anhört wie bei wenigen anderen Rappern sonst, Akzente setzen kann.
Neben 9th ist dann wohl Dom Pachino der zweitbekannteste aus der Truppe, was jedoch nicht heißt, dass er seinen Kollegen etwas voraus hätte. Hier werden auf so kunstvolle Art und Weise Köpfe gespalten, Fake MCs vernichtet und Körper mit großkalibrigen Waffen in Stücke zerrissen, dass es schwer fällt, einen MC herauszuheben oder einen schwachen Punkt zu finden. Jeder einzelne MC trägt seinen Teil zum Ganzen bei, keinem fehlt es an Persönlichkeit, sofern man nur die Ohren aufsperrt. Islord beispielsweise schafft es auf verblüffende Weise mit seinen Raps makellos sauber zu flowen, obwohl diese sich über mehrere Bars hinweg nicht reimen.
Und dann könnte man auch immernoch einfach die Raps ausblenden und sich ganz den genialen Produktionen von 4th Disciple hingeben. "Allah Sees Everything" ist ein Musterbeispiel eines bedachten Eastcoast-Klassikers, wobei der Titel schon darauf hinweist, dass die 6 MCs, deutlich von der 5%-Ideologie beeinflusst, auch religiöse Themen ansprechen. Neben typischen Phrasen wie "Soldier where's ya warpaint?" hört man auch Lines wie folgende: "To take the Gods off the earth, is what the devil's wishing / You won't last with religion / It deals with division, Allah's all / United we stand, son, divided we fall".
"Unite To Fight" kommt man zusammen, "for one common cause", der da wäre, die "5 Stages Of Consciousness" zu erreichen. Einziger Gast auf dem Longplayer ist Westcoast Killa-Bee Holocaust, auch bekannt als Warcloud, der zweimal zu Wort kommt, erstmals auf "Doomsday", wobei er einem gleich eine schwer verdauliche Ankündigung aufdrückt: "This is doomsday, for MCs with hollow skills", während P.R. Terrorist seinen "Kriegsalltag" in Worte fasst: "Layin' in the dark war trench / Covered in mud strong corpse stench / Monkey wrench, adjusting my mic, fatigues drenched".
Im Anschluss schleicht sich die Killarmy in dämmernder Morgenröte über den Kriegsschauplatz (musikalisch ist "Red Dawn ebenfalls die wohl ruhigste Nummer des Albums), um sich dann dem "Shoot Out" zu stellen, welches dem Titel entsprechend mit pumpenden Drums den MCs am Mic alles abverlangt. Dieser Überlebenskampf wird auch im zugehörigen Video als blutiges Szenario dargestellt, in dem letztendlich nur die 6 Killarmy-MCs überleben und somit die Anerkennung (in Form des Wu-Tang-Tattoos) des thronenden RZA kassieren.
Die Reise durch das Kriegsgebiet der schmutzigen Waffen setzt sich im langsamen "Last Poet" fort, und findet sich dann nach dem nicht minder großartigen "Serving Justice" im düster-dreckigen "Where I Rest At" wieder, bei dem zum ersten Mal von 4th Disciple ein Voice-Sample zum Einsatz gebracht wird. In Kombination mit den knöchernen Snares und den vielschichtigen Streichern ein weiteres Meisterwerk an Rohheit. "Smell that gun powder in the air? / Shit is like this everyday when I wake up". Gegen Ende des Tracks, wenn die Streicher langsam verstummen, taucht 4th Disciple den Hörer in eine Geräuschkulisse aus Maschinengewehrfeuer, Bomben- und Granateneinschlägen und Querschlägern, auf dass man auch ja nicht vergisst wo man sich hier befindet. Track 13 ist dann auch schon der letzte, und der bietet natürlich nochmals staubtrockene Drums und tödliche Lyrics. " This is war niggaz, a duel to the death / You better make sure your sword's sharp".
Fazit:
"Dirty Weaponry" setzt da an, wo "Silent Weapons For Quiet Wars" aufgehört hat. Wieder ist das blinde Vertrauen in 4th Disciple absolut gerechtfertigt, da der Mann eine Sound-Grundlage bereitstellt, bei der selbst ein RZA nichts mehr besser machen könnte. Die dreckigen Beats passen wie die Faust aufs Auge zu den Rhymes der 6 immer noch hungrigen Emcees. Diese können als geschlossene Einheit ein Juwel für jeden Liebhaber von gutem Eastcoast-Street-Rap liefern, und zudem noch eines der besten Alben, das je seinen Weg aus dem unendlichen Umfeld des Wu-Tang Clan gefunden hat.
Gesamtwrtung: 9.4 / 10
WRITTEN FOR Rap4Fame

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