Release Date: 2. Mai 2006
Label: Amalgam Entertainment / A-Mob
Tracklist:
01. Intro
02. Limousine Dream
03. Bronx Baby
04. No Love
05. L.A.N.Y. - (Feat. WC)
06. Pig Latin
07. Close to 30 G's
08. Everything
09. 800 Trigger Fixers
10. Bodychalk
11. Monster
12. Logic
13. All on You
14. Wake Up Call
15. Styles
16. Give Us a Moment
17. Rest in Peace
18. Outro
Gesamtwertung: 7.9 / 10
Label: Amalgam Entertainment / A-Mob
Tracklist:
01. Intro
02. Limousine Dream
03. Bronx Baby
04. No Love
05. L.A.N.Y. - (Feat. WC)
06. Pig Latin
07. Close to 30 G's
08. Everything
09. 800 Trigger Fixers
10. Bodychalk
11. Monster
12. Logic
13. All on You
14. Wake Up Call
15. Styles
16. Give Us a Moment
17. Rest in Peace
18. Outro
Artists, die viel zu lange im Game sind ohne je ein Album veröffentlicht zu haben. Ding, ding, ding! Richtig, in diese Kategorie fällt Smiley The Ghetto Child, bekannt aus dem Umfeld von Gang Starr. Als Cousin von Melachi The Nutcracker (eine Hälfte von Group Home) ist diese Verbindung zu Primo und Guru auch äußerst nachvollziehbar. Und obwohl es Smiley erst 2006 fertigt bringt, ein Album zu veröffentlichen, ist die Zeit für talntierte MCs wie ihn nie zu spät, möchte man meinen. Allerdings will zu dieser Zeit schon (fast) niemand mehr von düsteren Überlebensstories aus den Straßen New Yorks hören.
Natürlich gibt es immer noch die (geschrumpfte) Base an Heads, die weiterhin Sound wie diesen dem Snap-Movement vorziehen. Und was genau Smiley auf diesem Album zu beiten hat, sollte schon das Cover beantworten. Ein Schwarz-Weiß Foto aus dem Ghetto, mit einem Maschendrahtzaun im Hintergrund, einem zum Knuddeln lieben Pitbull im Vordergrund, Smiley selbst mit Grim Team-Tee und NY-Fitted, das ist das Gegenmittel, und das beinhaltet keine halben Sachen. Wer meint, hier gibt es, in etwas wie bei Shug oder Blaq Poet eine gehörige Anzahl Primo-Beats, der täuscht sich. Die Hauptarbeit lastet Smiley einerseits Sebb, u.a. schon als Producer für Infamous Mobb oder Tony Yayo tätig gewesen, und andererseits Chaze, dem Gründer des Grim Team, auf. Letzterer steuert auch das Intro bei, in dem Smiley ein paar Worte los wird. "You know, y'all sit down and sit back and enjoy this shit, this is Hip Hop".
Und wie der Mann aus der Bronx Hip Hop definiert, das wird er nun eindrucksvoll auf 15 Songs dem Hörer vor Augen/Ohren führen. Dabei entscheiden natürlich die Beats darüber, ob die Platte unterhalten kann oder untergeht. Mit dem Mix aus altbekannten Drum-Patterns, Streichern, Piano-Lines und Ähnlichem zettelt sich hier keine Revolution an. Doch die braucht und erwartet man ja auch garnicht. Da der Mann mit einem knurrenden Stimmorgan wie nur noch wenige andere heutzutage verbleibende Emcees gesegnet ist, erfüllt er perfekt die Grundvoraussetzung, um knallharten Streetsound zu erschaffen; und da es von ebenjenem sowieso nicht mehr besonders viel gibt, hat er auch ein gutes Recht dazu, diesen zu praktizieren. Und nachdem Chaze ihm erstmal einen wunderbar harmonischen, streichergetriebenen Beat unterschiebt, auf dem Smiley in kurzen 2 Minuten den "Limousine dream" herunterbetet, fällt es im Showbiz-produzierten "Bronx Baby" schwer zu entscheiden, ob der Chorus nun von Smiley oder dem zähnefletschenden Pitbull auf dem Cover geknurrt wird. "Straight history, yo put it at ease / We from the Bronx baby, yeah you know my steez". Sein Motto macht er auch gleich klar: "Yo, achieve it on my own, that's what the good book say".
Nitro, ansonsten nur von Produktionen für Hell Razah bekannt, fügt "No love" ein Voice-Sample hinzu, um ansonsten eine bedrückende Street-Atmosphäre mit Streichern und, natürlich, zurückhaltenden Drums zu weben. Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass Smiley, neben der beachtlichen Bandbreite an Producern, auf die anzunehmende lange Feature-Liste gänzlich verzichtet. Einzig ein Gast ist auf "The Antidote" zu vernehmen, und der stammt aus dem Sunshine State California und nennt sich WC. Zusammen spitten Smiley und Dub-C auf dem von Sebb-produzierten, eigenwilligen "L.A.N.Y.", das jedoch sofort zu einem der Banger des Albums mutiert. Gleich danach wird man von Green Lantern in einen Morast aus dreckigen Gitarren-Sounds und knackenden Drums gestoßen, der trüber und düsterer nicht sein könnte. Dagegen klingt die Kombination aus Bass-Drums und einer Piano-Line in "Close To 30 G's" fast freundlich. "And these streets are mean / They don't care about bling, they don't about cream, they don't care about me / But if I had a buck, for every girl I fucked / I'd be rich as hell, with platinum nuts / [...] / This mic is like a football, come and get tackled".
"Everything" fängt mit einem Gespräch zwischen Primo und Smiley an, und verläuft dann düster in einer Piano-Line. Anschließend folgt der einzige Skit auf dem Album, auf dem sich Smiley in köstlichster Weise des Tina Turner-Klassikers bedient, um Werbung für die "Trigger Fixers" zu machen: "What's guns got to do with it, got to do with it / What's gun, but a trigger hand emotion / What's guns got to do with it, got to do with it / Who needs a gun, when a trigger is broken?". So lustig macht das Album selbstverständlicherweise nicht weiter, schon der nächste Track ist das exakte Gegenteil dieses Fun-Skits. "Bodychalk" ist eine Straßenhymne für Hoodlums mit böse dreinblickenden Minen. "Yo I live for the hood, but won't die for the hood / [...] / This Rap's the shit, F moppin the floors / It won't see myself dyin at a early death / I got so many productive years left / So i cherish the breath, that live in my lungs / Some niggas on corners got crack by tons". Nach diesem düsteren, doch langsamen Beat, legt Smiley richtig los. "Monster" ist nicht nur wegen des Titels der Monster-Track dieses Albums. Bombastische Streicher tragen den Track, während ihn Smiley mit energiegeladenen Raps in seine Einzelteile zerlegt. You better move out my fuckin' way, cause lyrically kid, this ain't no game".
Es folgt ein sehr einfallsloser und der wohl schlechteste Beat des Albums, verbrochen von Sebb. Dieser, als einziger langweilige Track, ist jedoch schnell vergessen, sobald die nächste Nummer temporeiche Nummer loslegt, die sich "All On You" nennt. Damit dieses hohe Niveau nicht abreißt, wirft Smiley nun den einzigen Primo-Beat des Albums hitnerher, der sich mit dessen typischen Drums zu den besseren Tracks des Albums gesellt (und gleichzeitig auch der wohl älteste Song des Albums ist). Nun schließt sich The Grouch mit seinem Beitrag und "Styles" an, getragen von einer sehr zurückhaltenden Violine. Ein solides Stück, das jedoch leicht untergeht. Das erstaunlich positiv klingende "Give Us A Moment" ertönt da wieder erheblich besser. "Hoes in the hood, drugs in the hood, crack in the hood / Fuck it my nigga, we smoke wood in the hood / Roll up, champagne til' we throw up, stack doe up / Blind dates, I won't show up, I got to see what type of pussy I get". Es verbleiben noch zwei Produktionen von Chaze, wobei vor allem "Rest In Peace" dessen ganz typische (Drum-)Handschrift trägt. Dass Smiley diesen Song verstorbenen Bekannten/Homies widmet, deutet schon der Titel an. "My man Sam, god damn, he was only 17, too young for a murder scene / What about Chuck, body never showed up / Left behind a son in this world that's fucked up". Das einminütige Outro besteht aus Shoutouts.
Fazit:
Man mag diesem Album vorwerfen, es sei viel zu einseitig. Mag sein, denn sowohl Sound als auch Smiley's Raps variieren nicht allzu sehr. Doch allein schon die Tatsache, dass Smiley The Ghetto Child dieses Album so wie es ist auf die Beine gestellt hat, verlangt Respekt für den Mann. Und da der gerade aufgeführte Kritikpunkt der Einseitigkeit wohl eher von jenen Hörern angeführt wird, die mit einem kompletten Album unmittelbaren Street-Raps sowieso nie zufrieden sind, kann im Gegenzug für alle Fans solchen Raps gesagt werden, dass sie ihre Freude an "The Antidote" finden werden, zumal es im Jahr 2006 wenige vergleichbare Alben gibt. Man darf gespannt sein auf mehr Material, vornehmlich da dieses Album eigentlich nur als Street-Album und Vorgeschmack des noch folgenden (doch nicht zwingend so schnell kommenden) richtigen Albums gedacht ist.
Natürlich gibt es immer noch die (geschrumpfte) Base an Heads, die weiterhin Sound wie diesen dem Snap-Movement vorziehen. Und was genau Smiley auf diesem Album zu beiten hat, sollte schon das Cover beantworten. Ein Schwarz-Weiß Foto aus dem Ghetto, mit einem Maschendrahtzaun im Hintergrund, einem zum Knuddeln lieben Pitbull im Vordergrund, Smiley selbst mit Grim Team-Tee und NY-Fitted, das ist das Gegenmittel, und das beinhaltet keine halben Sachen. Wer meint, hier gibt es, in etwas wie bei Shug oder Blaq Poet eine gehörige Anzahl Primo-Beats, der täuscht sich. Die Hauptarbeit lastet Smiley einerseits Sebb, u.a. schon als Producer für Infamous Mobb oder Tony Yayo tätig gewesen, und andererseits Chaze, dem Gründer des Grim Team, auf. Letzterer steuert auch das Intro bei, in dem Smiley ein paar Worte los wird. "You know, y'all sit down and sit back and enjoy this shit, this is Hip Hop".
Und wie der Mann aus der Bronx Hip Hop definiert, das wird er nun eindrucksvoll auf 15 Songs dem Hörer vor Augen/Ohren führen. Dabei entscheiden natürlich die Beats darüber, ob die Platte unterhalten kann oder untergeht. Mit dem Mix aus altbekannten Drum-Patterns, Streichern, Piano-Lines und Ähnlichem zettelt sich hier keine Revolution an. Doch die braucht und erwartet man ja auch garnicht. Da der Mann mit einem knurrenden Stimmorgan wie nur noch wenige andere heutzutage verbleibende Emcees gesegnet ist, erfüllt er perfekt die Grundvoraussetzung, um knallharten Streetsound zu erschaffen; und da es von ebenjenem sowieso nicht mehr besonders viel gibt, hat er auch ein gutes Recht dazu, diesen zu praktizieren. Und nachdem Chaze ihm erstmal einen wunderbar harmonischen, streichergetriebenen Beat unterschiebt, auf dem Smiley in kurzen 2 Minuten den "Limousine dream" herunterbetet, fällt es im Showbiz-produzierten "Bronx Baby" schwer zu entscheiden, ob der Chorus nun von Smiley oder dem zähnefletschenden Pitbull auf dem Cover geknurrt wird. "Straight history, yo put it at ease / We from the Bronx baby, yeah you know my steez". Sein Motto macht er auch gleich klar: "Yo, achieve it on my own, that's what the good book say".
Nitro, ansonsten nur von Produktionen für Hell Razah bekannt, fügt "No love" ein Voice-Sample hinzu, um ansonsten eine bedrückende Street-Atmosphäre mit Streichern und, natürlich, zurückhaltenden Drums zu weben. Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass Smiley, neben der beachtlichen Bandbreite an Producern, auf die anzunehmende lange Feature-Liste gänzlich verzichtet. Einzig ein Gast ist auf "The Antidote" zu vernehmen, und der stammt aus dem Sunshine State California und nennt sich WC. Zusammen spitten Smiley und Dub-C auf dem von Sebb-produzierten, eigenwilligen "L.A.N.Y.", das jedoch sofort zu einem der Banger des Albums mutiert. Gleich danach wird man von Green Lantern in einen Morast aus dreckigen Gitarren-Sounds und knackenden Drums gestoßen, der trüber und düsterer nicht sein könnte. Dagegen klingt die Kombination aus Bass-Drums und einer Piano-Line in "Close To 30 G's" fast freundlich. "And these streets are mean / They don't care about bling, they don't about cream, they don't care about me / But if I had a buck, for every girl I fucked / I'd be rich as hell, with platinum nuts / [...] / This mic is like a football, come and get tackled".
"Everything" fängt mit einem Gespräch zwischen Primo und Smiley an, und verläuft dann düster in einer Piano-Line. Anschließend folgt der einzige Skit auf dem Album, auf dem sich Smiley in köstlichster Weise des Tina Turner-Klassikers bedient, um Werbung für die "Trigger Fixers" zu machen: "What's guns got to do with it, got to do with it / What's gun, but a trigger hand emotion / What's guns got to do with it, got to do with it / Who needs a gun, when a trigger is broken?". So lustig macht das Album selbstverständlicherweise nicht weiter, schon der nächste Track ist das exakte Gegenteil dieses Fun-Skits. "Bodychalk" ist eine Straßenhymne für Hoodlums mit böse dreinblickenden Minen. "Yo I live for the hood, but won't die for the hood / [...] / This Rap's the shit, F moppin the floors / It won't see myself dyin at a early death / I got so many productive years left / So i cherish the breath, that live in my lungs / Some niggas on corners got crack by tons". Nach diesem düsteren, doch langsamen Beat, legt Smiley richtig los. "Monster" ist nicht nur wegen des Titels der Monster-Track dieses Albums. Bombastische Streicher tragen den Track, während ihn Smiley mit energiegeladenen Raps in seine Einzelteile zerlegt. You better move out my fuckin' way, cause lyrically kid, this ain't no game".
Es folgt ein sehr einfallsloser und der wohl schlechteste Beat des Albums, verbrochen von Sebb. Dieser, als einziger langweilige Track, ist jedoch schnell vergessen, sobald die nächste Nummer temporeiche Nummer loslegt, die sich "All On You" nennt. Damit dieses hohe Niveau nicht abreißt, wirft Smiley nun den einzigen Primo-Beat des Albums hitnerher, der sich mit dessen typischen Drums zu den besseren Tracks des Albums gesellt (und gleichzeitig auch der wohl älteste Song des Albums ist). Nun schließt sich The Grouch mit seinem Beitrag und "Styles" an, getragen von einer sehr zurückhaltenden Violine. Ein solides Stück, das jedoch leicht untergeht. Das erstaunlich positiv klingende "Give Us A Moment" ertönt da wieder erheblich besser. "Hoes in the hood, drugs in the hood, crack in the hood / Fuck it my nigga, we smoke wood in the hood / Roll up, champagne til' we throw up, stack doe up / Blind dates, I won't show up, I got to see what type of pussy I get". Es verbleiben noch zwei Produktionen von Chaze, wobei vor allem "Rest In Peace" dessen ganz typische (Drum-)Handschrift trägt. Dass Smiley diesen Song verstorbenen Bekannten/Homies widmet, deutet schon der Titel an. "My man Sam, god damn, he was only 17, too young for a murder scene / What about Chuck, body never showed up / Left behind a son in this world that's fucked up". Das einminütige Outro besteht aus Shoutouts.
Fazit:
Man mag diesem Album vorwerfen, es sei viel zu einseitig. Mag sein, denn sowohl Sound als auch Smiley's Raps variieren nicht allzu sehr. Doch allein schon die Tatsache, dass Smiley The Ghetto Child dieses Album so wie es ist auf die Beine gestellt hat, verlangt Respekt für den Mann. Und da der gerade aufgeführte Kritikpunkt der Einseitigkeit wohl eher von jenen Hörern angeführt wird, die mit einem kompletten Album unmittelbaren Street-Raps sowieso nie zufrieden sind, kann im Gegenzug für alle Fans solchen Raps gesagt werden, dass sie ihre Freude an "The Antidote" finden werden, zumal es im Jahr 2006 wenige vergleichbare Alben gibt. Man darf gespannt sein auf mehr Material, vornehmlich da dieses Album eigentlich nur als Street-Album und Vorgeschmack des noch folgenden (doch nicht zwingend so schnell kommenden) richtigen Albums gedacht ist.
Gesamtwertung: 7.9 / 10
WRITTEN FOR Rap4Fame

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