WRITTEN FOR Rap4Fame

Release Date: 12. Febuar 2008
Label: Hall of Justus
Tracklist:
01. The Greatest Warrior
02. Don't Take It Personal - (Feat. Darien Brockington)
03. 3 Kings - (Feat. Torae & Skyzoo)
04. HPNY
05. Angie
06. Everything Ain't Easy - (Feat. Charlie Smarts)
07. Understanding - (Feat. Darien Brockington & Percy Miracles)
08. Gone - (Feat. Jean Grae)
09. Told You That - (Feat. Torae)
10. Can I Live
11. Carnage - (Feat. Emilio Rojas & MAG)
12. Selfish - (Feat. Joe Scudda & Jozeemo)
13. Submission - (Feat. Skyzoo & Sean Price)
14. We Are Here - (Feat. G.O.D., Sha Stimuli & D.V. Alias Khryst)
Gesamtwertung: 6.0 / 10
WRITTEN FOR Rap4Fame
Label: Hall of Justus
Tracklist:
01. The Greatest Warrior
02. Don't Take It Personal - (Feat. Darien Brockington)
03. 3 Kings - (Feat. Torae & Skyzoo)
04. HPNY
05. Angie
06. Everything Ain't Easy - (Feat. Charlie Smarts)
07. Understanding - (Feat. Darien Brockington & Percy Miracles)
08. Gone - (Feat. Jean Grae)
09. Told You That - (Feat. Torae)
10. Can I Live
11. Carnage - (Feat. Emilio Rojas & MAG)
12. Selfish - (Feat. Joe Scudda & Jozeemo)
13. Submission - (Feat. Skyzoo & Sean Price)
14. We Are Here - (Feat. G.O.D., Sha Stimuli & D.V. Alias Khryst)
Die Justus League hat sich inzwischen zu einem unübersehbaren Kollektiv im Rap-Geschäft gemausert. Anfangs nur im zweiten Atemzug in Verbindung mit Little Brother genannt, kennt der durchschnittliche Rapfan heutzutage sicherlich den ein oder anderen Namen aus der zweiten Reihe. Und genau solch einer ist Chaundon. Bisher nur mit ein paar Mixtapes aktiv, vielen bekannt von seinem Gastauftritt bei Sean Price, legt er Anfang 2008 sein Debütalbum vor, "Carnage". Dieses bringt uns gemäß dem Titel das Abschlachten von sämtlichen minderqualitativen Emcees im Game. Und Obermetzger Chaundon will in diesem Album natürlich auch zeigen, warum er gerade nicht in jene Sparte der Nullnummern gehört.
Was die Producer betrifft, so sieht man sich mit den üblichen Verdächtigen konfrontiert - ein bisschen 9th Wonder, viel Khrysis und etwas Illmind, plus einige weitere Namen - und fertig ist ein typisches J-League-Release. Auch sonst hat es hier schnell den Anschein, dass man alles andere als etwas besonderes in den Händen hält; dafür ist sein Charisma am Mic nicht groß genug, auch wenn man ihm gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen kann. Gestartet wird mit der Selbstbeweihräucherung "The Greatest Warrior", in der Illmind mal wieder beweist, dass er ein verdammt fähiger Beatbastler ist. "Listen, I'm the nicest in here / I don't even write rhymes, words assemble themselves out of fear". Große Ansage. Auch "Don't Take It Personal" kann dank der sehr ansprechenden Vocals von Darien Brockington überzeugen, auch wenn schon hier der immer im gleichen Ton gehaltene Stil von Chaundon auffällt.
Das schon lange im Voraus bekannte "3 Kings" schließt sich an, und Torae schießt auch gleich mit einem starken Bar los: "We bout to get the lines blurred with this over- and underground shit / The only category I'm in: 'He sound sick'". In Vers zwei gibt es dann von Chaundon selbst folgendes zu hören: "At first it was Kane, G Rap and Rakim / Then B.I.G., Jay-Z and Nas stepped in / A generation later, nobody at the thrones / So Chaundon, Skyzoo and Tor came along". Wie unglaublich hochgegriffen und unfreiwillig amüsant diese Line ist, eröffnet sich den dreien, die hier allerdings zweifellos eine gute Show abliefern, wohl nicht. Muss man denn immer gleich so über die Stränge schlagen?
Es folgen zwei Khrysis-Beiträge, von denen "HPNY" Altes neu aufkocht (und somit auch nicht sonderlich gut hängenbleibt) und "Angie" im gewohnten Style sehr solide gelingt. Dramen über die x-beliebigsten jungen Frauen sind zwar auch nichts Neues, machen sich jedoch trotzdem ganz gut, und bieten hier eine gute Abwechslung zu den Ausführungen über Chaun's Greatness. Irgendwie kommt einem auch "Everything Ain't Easy" in leicht abgeandelter Form sehr vertraut vor, was, trotz des guten Beats, die Stimmung etwas dämpft. Eine sehr unauffällige 9th Wonder-Produktion erwartet den Hörer in "Understanding", was zwar so angenehm wie Charmin-Klopapier vorüberstreicht, aber beim Beginn des nächsten Songs in etwa auch so gut in Erinnerung geblieben ist. Wieso? Weil sich die Stimmung des Albums gerade irgendwo in langsamen, eher ernsten Kopfnickern, gebraut nach schon viel zu oft angewendeten Rezepten, verfangen hat. Hier fehlt einfach das gewisse Etwas.
Gleich mit dem nächsten Track, nochmal 9th Wonder, und diesmal mit Jean Grae, kann auch einigermaßen Abhilfe geschaffen werden. Auch thematisch wird hier mit dem eskalierenden Streit eines Paares gute Abwechslung geboten. "Aahh, shit, bitch, why'd you shoot me? / God damn, I'm bleeding profusely / Hold on, wait a minute, let me talk / Put the fucking gun down, I'll tell you whassup / There's a lotta things goin' on that you wasn't telling me / I'm insecure, so of course that led to infidelity / Too many male friends, everybody callin' you / Two a.m., three a.m., what the fuck is wrong with you? / And you expect me to stand here faithful? / You don't respect me?, bitch I hate you! / And for the record, her pussy was wetter / Gave head better, made mo chedda". "Told You That" ist das, was sich im Glas mit Einheitsbrei schon am Rand absetzt, und schafft es höchstens noch, die Augenbrauen zu einem zweifelhaften Blick zusammenzuziehen.
Nicht so schlimm verhält es sich mit "Can I Live", welches zumindest als mittelmäßiger Kopfnicker durchgeht. Weiter nach oben ziehen kann sich das Album mit dem wohl relaxtesten Beat des Albums, der von 9th Wonder stammt und auch der Titeltrack ist. In "Carnage" hinterlässt vor allem Emilio Rojas, mit einer markanten Stimme und einer astreinen Performance, einen bleibenden Eindruck. Ein für Illmind nur durchschnittliches "Selfish" hakt mit Jozeemo und Joe Scudda zwei weitere HoJ-Gäste ab, darf jedoch nicht wirklich als spektakulär bezeichnet werden. Und auch "Submission" ist mit einem stinknormalen 9th Wonder-Beat so tödlich berechenbar, dass weder Skyzoo, noch Meister Ruck hier den Karren aus der Mittelmäßigkeit hieven. Damit fehlt noch "We Are Here", das mit Altmeister DV Alias Khryst eine gute Hook verpasst bekommt und es auch ansonsten schafft, als einer der erinnernswertesten Tracks aus dem Album zu gehen.
Fazit:
Das altbekannte Problem - Stillstand. Die Hausproduzenten der HoJ scheinen sich festgefahren zu haben, was dann vor allem bei Alben wie diesem eine Top-Wertung unmöglich macht. Abgesehen davon macht Chaundon nicht viel falsch, und so werden sich sämtliche Fans des Justus League Sounds auch hier, manche mehr, manche weniger, wohl fühlen. Das ändert jedoch nichts daran, dass es auf Dauer so nicht weitergehen kann, irgendwann wird aus der hier noch soliden, wenn auch nicht besonderen, Kost, die Mahlzeit, die man einfach zu oft gegessen hat und nicht mehr sehen kann. Weil sich hier jedoch kein großer Aussetzer findet und das Album doch ganz nett vor sich hinplätschert, entgeht Chaundon diesem Schicksal. Noch...
Was die Producer betrifft, so sieht man sich mit den üblichen Verdächtigen konfrontiert - ein bisschen 9th Wonder, viel Khrysis und etwas Illmind, plus einige weitere Namen - und fertig ist ein typisches J-League-Release. Auch sonst hat es hier schnell den Anschein, dass man alles andere als etwas besonderes in den Händen hält; dafür ist sein Charisma am Mic nicht groß genug, auch wenn man ihm gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen kann. Gestartet wird mit der Selbstbeweihräucherung "The Greatest Warrior", in der Illmind mal wieder beweist, dass er ein verdammt fähiger Beatbastler ist. "Listen, I'm the nicest in here / I don't even write rhymes, words assemble themselves out of fear". Große Ansage. Auch "Don't Take It Personal" kann dank der sehr ansprechenden Vocals von Darien Brockington überzeugen, auch wenn schon hier der immer im gleichen Ton gehaltene Stil von Chaundon auffällt.
Das schon lange im Voraus bekannte "3 Kings" schließt sich an, und Torae schießt auch gleich mit einem starken Bar los: "We bout to get the lines blurred with this over- and underground shit / The only category I'm in: 'He sound sick'". In Vers zwei gibt es dann von Chaundon selbst folgendes zu hören: "At first it was Kane, G Rap and Rakim / Then B.I.G., Jay-Z and Nas stepped in / A generation later, nobody at the thrones / So Chaundon, Skyzoo and Tor came along". Wie unglaublich hochgegriffen und unfreiwillig amüsant diese Line ist, eröffnet sich den dreien, die hier allerdings zweifellos eine gute Show abliefern, wohl nicht. Muss man denn immer gleich so über die Stränge schlagen?
Es folgen zwei Khrysis-Beiträge, von denen "HPNY" Altes neu aufkocht (und somit auch nicht sonderlich gut hängenbleibt) und "Angie" im gewohnten Style sehr solide gelingt. Dramen über die x-beliebigsten jungen Frauen sind zwar auch nichts Neues, machen sich jedoch trotzdem ganz gut, und bieten hier eine gute Abwechslung zu den Ausführungen über Chaun's Greatness. Irgendwie kommt einem auch "Everything Ain't Easy" in leicht abgeandelter Form sehr vertraut vor, was, trotz des guten Beats, die Stimmung etwas dämpft. Eine sehr unauffällige 9th Wonder-Produktion erwartet den Hörer in "Understanding", was zwar so angenehm wie Charmin-Klopapier vorüberstreicht, aber beim Beginn des nächsten Songs in etwa auch so gut in Erinnerung geblieben ist. Wieso? Weil sich die Stimmung des Albums gerade irgendwo in langsamen, eher ernsten Kopfnickern, gebraut nach schon viel zu oft angewendeten Rezepten, verfangen hat. Hier fehlt einfach das gewisse Etwas.
Gleich mit dem nächsten Track, nochmal 9th Wonder, und diesmal mit Jean Grae, kann auch einigermaßen Abhilfe geschaffen werden. Auch thematisch wird hier mit dem eskalierenden Streit eines Paares gute Abwechslung geboten. "Aahh, shit, bitch, why'd you shoot me? / God damn, I'm bleeding profusely / Hold on, wait a minute, let me talk / Put the fucking gun down, I'll tell you whassup / There's a lotta things goin' on that you wasn't telling me / I'm insecure, so of course that led to infidelity / Too many male friends, everybody callin' you / Two a.m., three a.m., what the fuck is wrong with you? / And you expect me to stand here faithful? / You don't respect me?, bitch I hate you! / And for the record, her pussy was wetter / Gave head better, made mo chedda". "Told You That" ist das, was sich im Glas mit Einheitsbrei schon am Rand absetzt, und schafft es höchstens noch, die Augenbrauen zu einem zweifelhaften Blick zusammenzuziehen.
Nicht so schlimm verhält es sich mit "Can I Live", welches zumindest als mittelmäßiger Kopfnicker durchgeht. Weiter nach oben ziehen kann sich das Album mit dem wohl relaxtesten Beat des Albums, der von 9th Wonder stammt und auch der Titeltrack ist. In "Carnage" hinterlässt vor allem Emilio Rojas, mit einer markanten Stimme und einer astreinen Performance, einen bleibenden Eindruck. Ein für Illmind nur durchschnittliches "Selfish" hakt mit Jozeemo und Joe Scudda zwei weitere HoJ-Gäste ab, darf jedoch nicht wirklich als spektakulär bezeichnet werden. Und auch "Submission" ist mit einem stinknormalen 9th Wonder-Beat so tödlich berechenbar, dass weder Skyzoo, noch Meister Ruck hier den Karren aus der Mittelmäßigkeit hieven. Damit fehlt noch "We Are Here", das mit Altmeister DV Alias Khryst eine gute Hook verpasst bekommt und es auch ansonsten schafft, als einer der erinnernswertesten Tracks aus dem Album zu gehen.
Fazit:
Das altbekannte Problem - Stillstand. Die Hausproduzenten der HoJ scheinen sich festgefahren zu haben, was dann vor allem bei Alben wie diesem eine Top-Wertung unmöglich macht. Abgesehen davon macht Chaundon nicht viel falsch, und so werden sich sämtliche Fans des Justus League Sounds auch hier, manche mehr, manche weniger, wohl fühlen. Das ändert jedoch nichts daran, dass es auf Dauer so nicht weitergehen kann, irgendwann wird aus der hier noch soliden, wenn auch nicht besonderen, Kost, die Mahlzeit, die man einfach zu oft gegessen hat und nicht mehr sehen kann. Weil sich hier jedoch kein großer Aussetzer findet und das Album doch ganz nett vor sich hinplätschert, entgeht Chaundon diesem Schicksal. Noch...
Gesamtwertung: 6.0 / 10
WRITTEN FOR Rap4Fame
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