WRITTEN FOR Rap4Fame

Release Date: 18. März 2008
Label: KOCH Records
Tracklist:
01. Lottery (Skit)
02. Think We Got A Problem - (Feat. Bun B & The Game)
03. Keep Pushin' - (Feat. Mike Smith)
04. Good Love
05. D-Block / Dipset - (Feat. Jim Jones, Styles P, Hell Rell & Jadakiss)
06. We At War
07. Scrap To This
08. Don't Be Them
09. Getting' Stronger - (Feat. Styles P & Jadakiss)
10. That's A Soldier
11. What What - (Feat. Bully)
12. We Comin' - (Feat. UNK)
13. Crowd (Skit)
14. We Spray Crowds
15. Rubber Grip - (Feat.Fat Joe & Styles P)
16. 2 Turntables & A Mic
17. Mic Check
18. Go Hoodlums
Gesamtwertung: 4.6 / 10
WRITTEN FOR Rap4Fame
Label: KOCH Records
Tracklist:
01. Lottery (Skit)
02. Think We Got A Problem - (Feat. Bun B & The Game)
03. Keep Pushin' - (Feat. Mike Smith)
04. Good Love
05. D-Block / Dipset - (Feat. Jim Jones, Styles P, Hell Rell & Jadakiss)
06. We At War
07. Scrap To This
08. Don't Be Them
09. Getting' Stronger - (Feat. Styles P & Jadakiss)
10. That's A Soldier
11. What What - (Feat. Bully)
12. We Comin' - (Feat. UNK)
13. Crowd (Skit)
14. We Spray Crowds
15. Rubber Grip - (Feat.Fat Joe & Styles P)
16. 2 Turntables & A Mic
17. Mic Check
18. Go Hoodlums
Wer erinnert sich nicht gerne an die Zeiten zurück, in denen die Ruff Ryders gerade mit ihrer ersten Compilation am Start waren und in denen es eine Gruppe aus damaligen Zweite-Reihe-MCs gab, die frisch von Puffy's Bad Boy Records ins RR-Camp gewechselt war? Ja, damals war noch alles in Ordnung. Zeitsprung. Es ist jetzt fast ein Jahrzehnt vergangen, die Ruff Ryders sind als schwerwiegende Größe nicht mehr vorhanden und The LOX haben ein paar (wenige) gesichtlose Niemande um sich geschart, um als D-Block ihr eigenes Ding durchzuziehen. Im Rennen um die Anzahl an veröffentlichten Alben zieht die wohl unscheinbarste Gestalt von den Dreien, nämlich Sheek Louch, im März 2008 mit Styles P gleich. Schon das dritte Album hält man mit "Silverback Gorilla" in den Händen (bzw. läd es auf seine Festplatte). Für Sheek anscheinend Grund genug, sich als Silberrücken unter sämtlichen Rap-Gorillas zu bezeichnen.
Ob der Titel auch als Anspielung auf die Gorilla-Unit zu verstehen ist, weiß wohl nur Sheek selbst, als Cover hätte man bei einem solchen Albumtitel allerdings mehr bringen können (da war ja das Cover zum gleichnamigen Mixtape schöner). Doch auch wenn hier oft schon der erste Indikator auf negativen Einfallsreichtum vorliegt, sollte man wie immer keine voreiligen Schlüsse ziehen. Und da die Zeiten, in denen ein DMX-Feature Pflicht war, schon lange vorbei sind, hilft man sich eben mit anderen Hochkarätern. Der erste Song, "Think We Got A Problem", rückt einem mit gescrewter Hook und Gästen aus LA und Houston, in Form von The Game und Bun B, zu Leibe. Schöner hätte man den Durchschnittswert aus sämtlichen hier einfließenden Komponenten nicht bilden können. Was dem oberflächlichen Rap-Fan, der im Vornherein schon das Game-Feature zu den Höhepunkten des Albums zählt, ganz gut bekommt, wirkt bei zweimaliger (genauer) Betrachtung doch mehr als lau und versagt im Test auf Langzeitspaß völlig.
Noch schöner wird es mit "Keep Pushin'", das, neben seinem Nullnummer-Namen, beginnt wie ein von DJ Khaled produzierter Rick Ross-Track (wobei für diesen Fall der Titel auch sehr trefflich wäre). Zudem erfreut es sich über eine dahingesülzte Hook von Mike Smith, den schon erwähnten Beat, der sich nur der Mainstream-Coast zuordnen lässt, und die höchstens soliden Raps von Sheek. Ja, da wird einem doch ganz anders, wenn man weiß, dass diese Scheibe ganze 18 Anspielstationen hat. Und ja, viele Tracks sind auf ihrer ergebnislosen Suche nach Einzigartigkeit eigentlich keine Erwähnung wert. Da wäre die etwas besser geratene Paino-Nummer "Good Love", die mit schönem Sample sogar zu den Lichtblicken des Albums gehört. Im nächsten Programmpunkt kopulieren "D-Block / Dipset" alias The LOX und Jimmy/Hell Rell in einem Synthie-Bett, das nach mehrmaliger Benutzung keinen angenehmen Schlaf mehr garantiert. Und es geht mit gnadenloser Mittelmäßigkeit weiter: "We At War" beschreibt den Kriegszustand im Ghetto, in dem man mit bösen Jungs, AIDS, Drogen usw. konfrontiert wird, sich aber nur im Chorus halbwegs wohl fühlt.
Vinny Idol streicht das nächste Butterbrot, dessen Gratwanderung zwischen Kopfnicker, Gute-Laune-Song und Kitsch schon öfter auf D-Block Songs anzutreffen war und auch hier die Fans zufriedenstellen wird. "Don't Be Them" ruft zu Originalität auf, versäumt es jedoch, sich dafür einen aufrüttelnden Beat zu krallen und verdurstet somit auch irgendwo auf halber Strecke, was auch das nicht enden wollende Namedropping (wen man doch bitte nicht biten soll) nicht ändert. "Don't be Bush, please not him / But for real, lil homie, don't be them". Mit etwas mehr Kraft erklingt "Gettin Stronger" mit The LOX, dicht gefolgt von "That's A Soldier", der Schilderung über den Alptraum der Gesellschaft, Sheek's Soldier: rauhe Kindheit, gewaltbereit und kriminell. Man bewegt sich nun sogar konstant aufwärts, bis in den oberen Durchschnitt.
Wenn dann allerdings "What What" gerufen wird, erinnert das mehr als nur ein wenig an Herrn N.O.R.E., und schon bei dem war diese Angewohnheit äußerst nervtötend. Dies verhindert dann auch einen guten Track, trotz der soliden Produktion von Dame Grease. Dass "We Comin'" mit Oomp-Camp-Walk-It-Out-Trampel UNK nach hinten los geht, war zu befürchten. Der Schaden hält sich jedoch in Grenzen, mal abgesehen davon, dass eine solche Nummer hier absolut nichts verloren hat. Ein wundervoll überflüssiger Skit leitet "We Spray Crowds" ein, das dank eines sehr druckvollen Beats von Mr. Devine zu den besseren Tracks des Albums gehört.
Nachdem man sich durch ein sehr anstrengendes "Rubber Grip" gekämpft hat, das zu allem Überfluss nochmal auf eine gescrewte Hook setzt, ertönt etwas, das sich anhört, als hätte Swizz Beatz einen schlechten Tag erwischt. In Wirklichkeit steht hier jedoch Red Spyda hitner den Reglern, was jedoch nichts daran ändert, dass dieses Synthie-Gedudel schon seit eh und je zu den schlimmsten Angewohnheiten im D-Block- und auch Ruff Ryders-Umfeld zählt. Ganz überraschend kommt das schwermütige Piano in "Mic Check", in dem Sheek nachdenkliche Töne anschlägt, was aber keinesfalls mit Tiefsinnigkeit verwechselt werden sollte. Und nachdem man sich dann noch dem fast schon Club-tauglichen und sehr soliden "Go Hoodlums" unterzogen hat, wird man endlich entlassen.
Wenn man seine Konzentration auf etwas anderes richtet, mögen die Mängel dieses Albums gar nicht auffallen. Doch wenn man ihm wirklich seine volle Aufmerksamkeit schenkt, dann fängt der Anstrich von "Silverback Gorilla" schon nach kurzer Zeit an, abzubröckeln. Wieso? Weil Sheek zu wenig auf Originalität in irgend einer Weise setzt. Sogar der alte RR-Sound (womit nicht mal Genialitäten vom Kaliber "Recognize" gemeint sind), der nur noch äußerst rudimentär ab und an mal zu Tage kommt, hätte hier mehr angerichtet als diese Irrelevanz eines Albums. Dass Prodigy Sheek als einen der schlechtesten Rapper ever bezeichnet, ist zwar mehr als übertrieben, aber mit einem solchen Sound und dazu noch (meist) fehlenden lyrischen Abwechslungen lässt sich die Bedeutung dieses Albums für HipHop allgemein, oder auch für die Liste der besten Alben dieses Jahres, nur als Fliegenschiss bezeichnen. Dank nicht vorhandener großer Patzer zwar gut geeignet als Hintergrundbeschallung, mehr aber auch nicht. Das kann Sheek besser.
Ob der Titel auch als Anspielung auf die Gorilla-Unit zu verstehen ist, weiß wohl nur Sheek selbst, als Cover hätte man bei einem solchen Albumtitel allerdings mehr bringen können (da war ja das Cover zum gleichnamigen Mixtape schöner). Doch auch wenn hier oft schon der erste Indikator auf negativen Einfallsreichtum vorliegt, sollte man wie immer keine voreiligen Schlüsse ziehen. Und da die Zeiten, in denen ein DMX-Feature Pflicht war, schon lange vorbei sind, hilft man sich eben mit anderen Hochkarätern. Der erste Song, "Think We Got A Problem", rückt einem mit gescrewter Hook und Gästen aus LA und Houston, in Form von The Game und Bun B, zu Leibe. Schöner hätte man den Durchschnittswert aus sämtlichen hier einfließenden Komponenten nicht bilden können. Was dem oberflächlichen Rap-Fan, der im Vornherein schon das Game-Feature zu den Höhepunkten des Albums zählt, ganz gut bekommt, wirkt bei zweimaliger (genauer) Betrachtung doch mehr als lau und versagt im Test auf Langzeitspaß völlig.
Noch schöner wird es mit "Keep Pushin'", das, neben seinem Nullnummer-Namen, beginnt wie ein von DJ Khaled produzierter Rick Ross-Track (wobei für diesen Fall der Titel auch sehr trefflich wäre). Zudem erfreut es sich über eine dahingesülzte Hook von Mike Smith, den schon erwähnten Beat, der sich nur der Mainstream-Coast zuordnen lässt, und die höchstens soliden Raps von Sheek. Ja, da wird einem doch ganz anders, wenn man weiß, dass diese Scheibe ganze 18 Anspielstationen hat. Und ja, viele Tracks sind auf ihrer ergebnislosen Suche nach Einzigartigkeit eigentlich keine Erwähnung wert. Da wäre die etwas besser geratene Paino-Nummer "Good Love", die mit schönem Sample sogar zu den Lichtblicken des Albums gehört. Im nächsten Programmpunkt kopulieren "D-Block / Dipset" alias The LOX und Jimmy/Hell Rell in einem Synthie-Bett, das nach mehrmaliger Benutzung keinen angenehmen Schlaf mehr garantiert. Und es geht mit gnadenloser Mittelmäßigkeit weiter: "We At War" beschreibt den Kriegszustand im Ghetto, in dem man mit bösen Jungs, AIDS, Drogen usw. konfrontiert wird, sich aber nur im Chorus halbwegs wohl fühlt.
WRITTEN FOR Rap4Fame
Vinny Idol streicht das nächste Butterbrot, dessen Gratwanderung zwischen Kopfnicker, Gute-Laune-Song und Kitsch schon öfter auf D-Block Songs anzutreffen war und auch hier die Fans zufriedenstellen wird. "Don't Be Them" ruft zu Originalität auf, versäumt es jedoch, sich dafür einen aufrüttelnden Beat zu krallen und verdurstet somit auch irgendwo auf halber Strecke, was auch das nicht enden wollende Namedropping (wen man doch bitte nicht biten soll) nicht ändert. "Don't be Bush, please not him / But for real, lil homie, don't be them". Mit etwas mehr Kraft erklingt "Gettin Stronger" mit The LOX, dicht gefolgt von "That's A Soldier", der Schilderung über den Alptraum der Gesellschaft, Sheek's Soldier: rauhe Kindheit, gewaltbereit und kriminell. Man bewegt sich nun sogar konstant aufwärts, bis in den oberen Durchschnitt.
Wenn dann allerdings "What What" gerufen wird, erinnert das mehr als nur ein wenig an Herrn N.O.R.E., und schon bei dem war diese Angewohnheit äußerst nervtötend. Dies verhindert dann auch einen guten Track, trotz der soliden Produktion von Dame Grease. Dass "We Comin'" mit Oomp-Camp-Walk-It-Out-Trampel UNK nach hinten los geht, war zu befürchten. Der Schaden hält sich jedoch in Grenzen, mal abgesehen davon, dass eine solche Nummer hier absolut nichts verloren hat. Ein wundervoll überflüssiger Skit leitet "We Spray Crowds" ein, das dank eines sehr druckvollen Beats von Mr. Devine zu den besseren Tracks des Albums gehört.
Nachdem man sich durch ein sehr anstrengendes "Rubber Grip" gekämpft hat, das zu allem Überfluss nochmal auf eine gescrewte Hook setzt, ertönt etwas, das sich anhört, als hätte Swizz Beatz einen schlechten Tag erwischt. In Wirklichkeit steht hier jedoch Red Spyda hitner den Reglern, was jedoch nichts daran ändert, dass dieses Synthie-Gedudel schon seit eh und je zu den schlimmsten Angewohnheiten im D-Block- und auch Ruff Ryders-Umfeld zählt. Ganz überraschend kommt das schwermütige Piano in "Mic Check", in dem Sheek nachdenkliche Töne anschlägt, was aber keinesfalls mit Tiefsinnigkeit verwechselt werden sollte. Und nachdem man sich dann noch dem fast schon Club-tauglichen und sehr soliden "Go Hoodlums" unterzogen hat, wird man endlich entlassen.
Wenn man seine Konzentration auf etwas anderes richtet, mögen die Mängel dieses Albums gar nicht auffallen. Doch wenn man ihm wirklich seine volle Aufmerksamkeit schenkt, dann fängt der Anstrich von "Silverback Gorilla" schon nach kurzer Zeit an, abzubröckeln. Wieso? Weil Sheek zu wenig auf Originalität in irgend einer Weise setzt. Sogar der alte RR-Sound (womit nicht mal Genialitäten vom Kaliber "Recognize" gemeint sind), der nur noch äußerst rudimentär ab und an mal zu Tage kommt, hätte hier mehr angerichtet als diese Irrelevanz eines Albums. Dass Prodigy Sheek als einen der schlechtesten Rapper ever bezeichnet, ist zwar mehr als übertrieben, aber mit einem solchen Sound und dazu noch (meist) fehlenden lyrischen Abwechslungen lässt sich die Bedeutung dieses Albums für HipHop allgemein, oder auch für die Liste der besten Alben dieses Jahres, nur als Fliegenschiss bezeichnen. Dank nicht vorhandener großer Patzer zwar gut geeignet als Hintergrundbeschallung, mehr aber auch nicht. Das kann Sheek besser.
Gesamtwertung: 4.6 / 10
WRITTEN FOR Rap4Fame
2 Kommentare:
FICK DICH SNOOP FROGG; DEINE REVIEWS SIND CORNY UD BEINHALTEN VIELE VORURTEILE; DAS ALBUM HAT LOCKER 7/10 VERDIENT; ALLEINE WEGEN DEN GUTEN BEATS UND DEN ABWECHSLUNGREICHEN THEMEN; DU DENKST DUI BIST ELOQUENT? LOL; FICK DICH UND DEINE REVIEWS
niemand zwingt dich, sie zu lesen oder ihnen zuzustimmen, Mr Objektivität
Kommentar veröffentlichen