Tracklist:
01 Intro
02 Greezy
01 Intro
02 Greezy
03 Full Tyme Hussle
04 Dro & Henne feat JJ
05 The Memories Remain feat Sean Paul
06 Diggy DAS
07 G Music
08 Get It Poppin'
09 Jungle feat Lovey
04 Dro & Henne feat JJ
05 The Memories Remain feat Sean Paul
06 Diggy DAS
07 G Music
08 Get It Poppin'
09 Jungle feat Lovey
10 How We Do
11 East Coast Husslaz feat JJ & Un Pacino
12 Let's Get Money
13 B.S.A.P. feat Lovey
Release: 23. September 200311 East Coast Husslaz feat JJ & Un Pacino
12 Let's Get Money
13 B.S.A.P. feat Lovey
Label: CNR Records / UTR Music
Diggedy DAS sind zurück! Das wortgewandte Rasta-Duo aus Brooklyn, das sich mit seinem besonderen Rap-Stil eine eigene Nische im Ostküsten-HipHop erarbeitete findet nach ihrem letzten Album vor 5 Jahren, "Generation EFX", wieder zusammen. Skoob und Drayz servieren "How We Do", ganz ohne große Gäste.
Bevor man, wie diverse Kritiker, dieses Album zerreißt, sollte man sich seiner Betrachtungsweise dieses Albums bewusst werden. Das EFX klingen nicht mehr genau so wie vor 10 Jahren, der Sound hat sich "weiterentwickelt". Dabei ist es nicht zu leugnen, dass mit "How We Do" wirklich ein bis eineinhalb Auge(n) Richtung Mainstream geworfen werden. Deshalb ist das Album jedoch noch lange kein Teufelswerk, man sollte sich zuerst zu Gemüte führen, wie sich Das EFX bei ihrem Spagat halten.
Das Intro, mit Scratches und Samples, stellt sich ganz eindeutig auf die Underground-Seite. Wenn man dann weiterhört, stellt sich heraus, dass sich das Album durchaus ganz gut in nach Mainstream ausschlagende und solide New-York-Street-Tracks einteilen lässt. Das mit etwas unkonventionellem Beat versetzte "Greezy" gehört da eher in erste Kategorie. Auffällig ist der Chorus, der nicht so recht zu den sonst starken Rhymes passen will.
Dass ihr Leben ein "Full tyme hussle" ist, darüber klären Skoob und Drayz in selbigem Song auf. "Yo, it's been a long time coming, no time to waste / Every word mean somethin', no rhyme to waste / Right here, right now, be the time and place, for me to / Spit them lines and define my place". Der starke Beat von Nastee gibt dem Song seinen Unterbau und lässt wenig Kritik an der Beschreibung vom Leben der beiden MCs zu. "It ain't easy, this life we lead, yo it's a full tyme hussle, man it's twice your speed".
Mit "Dro & henny" produziert Skoob einen astreinen Kopfnicker, der sich auch auf Parties nicht verstecken muss. Die gesungene Hook von JJ buchsiert diesen Track mehr in die Mainstream-Schiene, die Raps können sich so oder so sehen lassen.
Sean Paul auf einem Das EFX-Release zu sehen ist sicherlich ungewöhnlich, doch wer jetzt denkt, "The memories remain" ist das auf den Club abgerichtete Zugpferd des Albums, liegt falsch. Ein geniales Voice-Sample unterlegt den ernüchternd trockenen Track, in dem Sean Paul nur für die Hook zuständig ist, sich jedoch perfekt ins Gesamtbild fügt und den Track zu einem der besten des Albums macht.
"Diggy DAS" ist eine gewagte Sache, von nicht mehr als Drums und nur im Chorus in den Vordergrund tretenden Vocals begleitet, spitten Drayz und Skoob in bester -iggedy-Manier ihre Rhymes. "Me and my dog, we giggedy-gone for the longest time / We biggedy-back, stiggedy-strap 4-4's and 9's / I'm higgedy-hustlin', constantly on the grind / Until the crib up in the hill and the Porsche is mine".
"G music" ist Party Music, und zwar, wie schon der Titel sagt, für G's. "Now what you 'bout to hear, is wiggedy-wild, I'm sayin' it loud & clear". Zwar wirklich nichts besonderes, doch auch problemlos hörbar, und kein Fülltrack. Diesen leisten sich Das EFX dann mit "Get it poppin'", auf dem erstaunlicherweise der Refrain das Beste ist, da er am geschicktesten den einfallslosen, platten Beat übertönt.
Und ebenso "Jungle", eine ruhige und ernste Nummer, ist keine Wundertat, doch immerhin recht solide. "I'm from where the days are short, and the nights are long / And when I'm stressed out, I write s aong and analyze the right from wrong / I speak for half a million, that bite like Israeli's and Palenstinian's". Natürlich sind die Klagen über die Leiden derer, die in Ghettos leben müssen, schon hunderte Male erzählt worden. Doch da sich nichts ändert, haben Tracks wie diese auch weiterhin ihre Daseinsberechtigung. "It's alotta pain in this grain that we go against / Life's a dirty game, you either play a hoe o' pimp / Weed & crack, cats be switchin' up the product / And every week or two another school gettin' shot up / Lil' niggas turnin' killa at a eraly age, sendin' other lil' niggas to a early grave / They always say that the good die young, especially in the hood I'm from". Großartig verpackt, auch wenn man sich die gesäuselte Hook von Lovey hätte sparen können.
Der Titeltrack rollt mit einem monströsen Beat an, der "How we do" auch zum besten Track des Albums katapultiert. Dieses Stück heizt ordentlich ein, ohne in irgendeiner Weise verwaschen oder weichgespült zu wirken. Drayz und Skoob geben selbst zu, dass in ihrem Interesse keine Weltpolitik liegt, sondern sie bleiben mit ihren Themen in der Nachbarschaft. "That's how it is in the dephts of hell / And the only way out is either death or jail".
"East Coast husslaz" wurde wieder von JJ mit einer Hook versehen, die jedoch besser ausfällt als auf "Dro & henny", hat mit Un Pacino außerdem eines der wenigen Rap-Features an Bord und verfügt auch über einen soliden Beat. "Y'all niggas can't fuck with us, we, straight East Coast husslaz / We get money all day, honeys all night, keep it all tight, Das EFX, the raw type". Da verkraftet man es auch, dass der Chorus nicht gerade vor Intelligenz sprüht.
In "Let's get money" findet sich ein unauffälliger, und doch sehr solider Song, der direkt auf das Guthaben des Street Cred-Konto von Das EFX wandert. Ein roher Beat und "Let's get money"-Rufe im Chorus sollten den durchschnittlichen Eastcoast-Hörer durchaus glücklich machen.
Wem das noch nicht genug war, der bekommt in "B.S.A.P." nochmals einen wunderbaren Kopfnicker, auf dem auch Lovey (mit einer guten Hook) zeigt, dass sie zu etwas zu gebrauchen ist. "All we do, is get this money". Die Themen werden zwar gegenüber dem vorangehenden Track nicht gerade erweitert (Der Titel steht für Bull-Shit and Party), doch der Sound stimmt.
Fazit:
Auch wenn das Album den Das EFX-Fan, der die alten Alben feiert, nichtmehr richtig befriedigen dürfte, ist es deshalb nichts Verwefliches. Neben einigen Ausrutschern Richtung Verkaufszahlen finden sich doch mehr als nur ein paar sehr solide Street-Tracks, was im Jahr 2003 schon nicht mehr selbstverständlich ist. Wenn man es also in Bezug zu den vielen anderen (und meist schlechteren) Alben 2003 stellt, und nicht zu den alten EFX-Werken, kann man sich mit "How We Do" durchaus zufrieden geben.
Gesamtwertung: 8.0 / 10

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