Tracklist:
01 In My Life feat Chi-King, 12 O'Clock & Madame Dee
02 Soul Survivor
03 Movin' on Up feat Madame Dee
04 Brutality (The Grindz Remix) feat C.C.F. Division
05 Procrastinators feat Bonzi J. Wellz, Free Murder & Yung Masta
06 The Traitor (Betrayal Intro)
07 Betrayal
08 Campaignin' feat Yung Masta
09 Manhunt feat 12 O'Clock
10 Lovely Ladies feat Scotty
11 Godz People feat A&R & 60 Second Assassin
12 Puzzled
13 Reach Out feat Madame Dee
14 Love Is Love feat Aleksei
15 Sunshine feat Scotty & Madame Dee
01 In My Life feat Chi-King, 12 O'Clock & Madame Dee
02 Soul Survivor
03 Movin' on Up feat Madame Dee
04 Brutality (The Grindz Remix) feat C.C.F. Division
05 Procrastinators feat Bonzi J. Wellz, Free Murder & Yung Masta
06 The Traitor (Betrayal Intro)
07 Betrayal
08 Campaignin' feat Yung Masta
09 Manhunt feat 12 O'Clock
10 Lovely Ladies feat Scotty
11 Godz People feat A&R & 60 Second Assassin
12 Puzzled
13 Reach Out feat Madame Dee
14 Love Is Love feat Aleksei
15 Sunshine feat Scotty & Madame Dee
Release: 21. Juni 2005
Label: Free Agency Media
Label: Free Agency Media
Prodigal Sunn gehört zu jenen Mitgliedern der Sunz Of Man, die man aufgrund ihrer Stimme sofort im Gedächtnis behält. Sein unglaublich weiches Sprechorgan ermöglichen ihm einen einmaligen Flow. Nachdem er auf den verschiedensten Projekten auftauchte, schafft er es doch erst im Jahr 2005, ein Solo-Album zu veröffentlichen. Spät, aber nicht zu spät kommt "Return Of The Prodigal Sunn".
War schon auf den Sunz Of Man Alben ein konstanter Abfall in musikalischer Härte festzustellen, wird dieses Album keine "die-hard" Wu-Tang Fans begeistern können. Prodigal Sunn packt eine sehr Soul-beeinflusste, manchmal schon in R&B-Bereiche abdriftende, Seite aus. Genau genommen findet sich hier nicht ein einziges Stück, das beispielsweise mit Sunn's Gast-Part auf Killarmy's "Wake up" zu vergleichen wäre. Genau deshalb sollte man diese Erwartungen auch vollständig über Bord werfen, bevor man das Album einwirft.
Denn es beginnt schon mit einer gehörigen Portion Soul, wofür Madame Dee in der Hook sorgt. Auf "In my life" erzählt Prodigal Sunn, was er alles miterlebt hat. "Let me tell you how the East was won / About the beast who shun / How we did it for them maximum funds". Diese Art von Tracks zieht sich wie ein roter Faden durch das Album, egal ob es das sehr starke "Soul survivor", das wieder mit Madame Dee folgende "Movin' on up" oder die Tracks zu Ende des Albums, sind. Dazwischen finden sich jedoch auch richtige Juwelen.
Prodigal Sunn hat seine besten Momente auf dem Album auf den leicht mystisch klingenden Tracks wie dem traumhaften "Betrayal", dem strikten Kopfnicker "Campaignin'" oder dem Streicher-getriebenen "Puzzled".
Die Produktionen werden dabei größtenteils unbekannten Namen in die Hände gelegt. Der allmächtige RZA steuert 2 Stücke bei, von denen eines das leicht missratene "Brutality (The grindz remix)" ist. Trotz guter Gast-Parts sowohl von ShaCronz als auch von Freemurda kann dieser übertrieben alt klingende blubbernde Beat-Sumpf keine positiven Gefühle wecken. Mit dem amüsanten "Lovely ladies" hingegen ist dem RZA ein guter, wenn auch nicht übermäßiger, Beitrag gelungen.
Man kann nicht sagen, dass Prodigal hier an irgendeiner Stelle des Albums schlecht rappen würde, doch sosehr man sich auf seinen Sound einzustellen bereit ist, man wird das Gefühl nicht los, dass er auf seinen alten Sachen um Welten besser war. Denn bis auf ein paar Ausnahmen ist das hier einfach nichts besonderes, es hört sich nicht nach Wu-Tang an, jedoch dafür viel mehr nach Einheitsbrei.
Doch glücklicherweise gibt es Ausnahmen; fast schon so viele, dass die Aussage des Einheitsbreis nicht voll gelten kann. "Procrastinators" ist zwar sound-mäßig wieder nichts besonderes, jedoch so ausgezeichnet produziert, dass man nichts daran zu kritisieren hat. Und auch das wunderbar melodische "Love is love", in dem Prodigal seine softe Seite zeigt, gehört zum Besten was das Album zu bieten hat. "See I'm about, building a team, fulfilling your dreams / You sweet like the cream in between / So understand boo, I do the very best I can / Sincerely truly yours, Sunzini, one hell of a man".
Fazit:
Auch wenn Sunzini versucht, hier eigene Wege zu gehen, macht das seine Musik nicht im Geringsten einzigartig. Mit mehr Wu-Tang Sound und besserer Produktion hätte Prodigal Sunn hier ein äußerst starkes Solo-Debut abliefern können. So bleibt unterm Strich nur ein solides Werk, welches durchaus Sunn's Rap-Talent wiederspiegelt, jedoch auch die häufig total vermasselte Wahl der Beats. Also sollte man sich auf ein paar sehr starke Tracks und die Skip-Taste für zwischendurch einstellen.
Gesamtwertung: 6.4 / 10

2 Kommentare:
Hallo,
wusste gar nicht dass du einen Blog hast und so schöne Reviews schreibst. Bin eben darüber gestolpert und habe mich ein bißchen durchgeklickt.
Gruß, DDM
hallo Don :)
Danke, schön, so ein Kompliment von dir zu hören... ;)
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