Tracklist:
1. Never feat. Big Rube
2. Valley of death
3. Dirty acres
4. Kentucky (Interlude)
5. K.K.K.Y.
6. Wonderful feat. Devin the Dude
7. Yellow lines feat. Phonte & Witchdoctor
8. The park (fresh air) feat. Chizuko Yoshihiro
9. Summer's gone
10. They call me (Interlude)
11. Gun feat. Sheisty Khrist
12. Dance for me
13. Georgia
14. Things I dream
15. Mexico feat. club Dub
2. Valley of death
3. Dirty acres
4. Kentucky (Interlude)
5. K.K.K.Y.
6. Wonderful feat. Devin the Dude
7. Yellow lines feat. Phonte & Witchdoctor
8. The park (fresh air) feat. Chizuko Yoshihiro
9. Summer's gone
10. They call me (Interlude)
11. Gun feat. Sheisty Khrist
12. Dance for me
13. Georgia
14. Things I dream
15. Mexico feat. club Dub
Release: 27. November 2007
Label: QN5 / Bad Taste Records Die CunninLynguists haben sich über die letzten Jahre zu einem der angesagtesten Underground-Acts aus den Staaten gemausert. Durch ihre ansprechende Musik und ihre Auftritte auf diversen Konzerten haben sich KNO und Deacon The Villain auch in Europa einen Namen gemacht. Nach 3 offiziellen Alben und einer Palette Mixtapes folgt 2007 der Nachfolger zu "A Piece Of Strange", und der nennt sich "Dirty Acres".
Eine grundlegende Neuerung ist zu vermelden, die auch schon aus dem Cover ersichtlich ist. Ein dritter Kopf ist mit von der Partie, und zwar Natti. Damit ist das Kentucky-Duo nun ein Trio, was aber am Konzept der Musik nicht viel ändert.
Allerdings klingt die Musik selbst nicht mehr so wie auf den ersten beiden Alben. Das bekommt man auch sofort zu hören. "Never" wird von Big Rube aus dem Pool der Dungeon Family gesprochen. "As long as we breathe, Hip Hip gon' breathe with us". Dazu steuert KNO ein schwermütiges Piano bei.
Und so wird fast jeder Song des Albums ausschlagen. Im kurzen "Valley of death" wird der Hörer auf diesen ihn erwartenden Sound eingestimmt, der irgendwo zwischen relaxed in manchmal sogar schwermütig anzusiedeln ist. Damit vermisst man zwar Kracher wie auf "Will Rap For Food", erhält dafür jedoch ein sehr geschlossenes Album. Um genau zu sein wäre es wohl schwer, Kentucky besser in einen Sound zu kleiden, als es KNO hier getan hat.
Das "Kentucky (Interlude)" beispielsweise weist mit seinen dreckigen Gitarren-Klängen trefflich auf die Herkunft der Jungs hin, und hat somit auch volle Existenzberechtigung.
Auch wenn dies ein QN5-Release ist, sucht man hier vergeblich nach einem Auftritt von Tonedeff. Stattdessen holt man sich beispielsweise Devin The Dude aus Houston, um in "Wonderful" dem anderen Geschlecht zu huldigen. "You lookin' jazzy, with a touch of nasty / But you walk right pass me, don't do me that way / I'm starin' at you at the club for 'bout an hour and a half / And you smellin' like you just took a shower and a bath". Doch es wäre nicht Devin, wenn er nicht sein Anliegen (un-)angebracht auf den Punkt bringen würde: "I don't wanna offend you, but I sure wanna put my thang in you".
Mit Witchdoctor (ebenfalls Dungeon Family) und Phonte von Little Brother gibt es das smoothe "Yellow lines", während danach zu einem Spaziergang in "The park" aufgefordert wird, bei dem der Beat eine solche Atmosphäre erstaunlich gut einfängt. "Fresh air, what a day, at the park".
Besonders stark ist die Platte, wenn KNO Samples oder ergreifende Vocals in seine Beats flechtet, wie im nahezu melancholischen "Summer's gone". Leider viel kurz, doch äußerst stimmungsvoll und genau die richtige Musik für trostlose Herbst- bis Wintertage. Alles in Allem ist dieses Album im Winter ebenso gut hörbar wie im Sommer, wobei es im Winter vermag, an schönes Wetter zu erinnern, bzw. jenes Wetter, welches die Lynguists auf ihren schmutzigen Äckern in Kentucky haben.
Dass "Gun" keine Glorifizierung von Gewalt ist, wird jedem offensichtlich sein, und es ist ebenso natürlich, dass es äußerst hörenswert ausfällt, wenn sich Deacon und Natti zu politischen Themen äußern.
Eine grundlegende Neuerung ist zu vermelden, die auch schon aus dem Cover ersichtlich ist. Ein dritter Kopf ist mit von der Partie, und zwar Natti. Damit ist das Kentucky-Duo nun ein Trio, was aber am Konzept der Musik nicht viel ändert.
Allerdings klingt die Musik selbst nicht mehr so wie auf den ersten beiden Alben. Das bekommt man auch sofort zu hören. "Never" wird von Big Rube aus dem Pool der Dungeon Family gesprochen. "As long as we breathe, Hip Hip gon' breathe with us". Dazu steuert KNO ein schwermütiges Piano bei.
Und so wird fast jeder Song des Albums ausschlagen. Im kurzen "Valley of death" wird der Hörer auf diesen ihn erwartenden Sound eingestimmt, der irgendwo zwischen relaxed in manchmal sogar schwermütig anzusiedeln ist. Damit vermisst man zwar Kracher wie auf "Will Rap For Food", erhält dafür jedoch ein sehr geschlossenes Album. Um genau zu sein wäre es wohl schwer, Kentucky besser in einen Sound zu kleiden, als es KNO hier getan hat.
Das "Kentucky (Interlude)" beispielsweise weist mit seinen dreckigen Gitarren-Klängen trefflich auf die Herkunft der Jungs hin, und hat somit auch volle Existenzberechtigung.
Auch wenn dies ein QN5-Release ist, sucht man hier vergeblich nach einem Auftritt von Tonedeff. Stattdessen holt man sich beispielsweise Devin The Dude aus Houston, um in "Wonderful" dem anderen Geschlecht zu huldigen. "You lookin' jazzy, with a touch of nasty / But you walk right pass me, don't do me that way / I'm starin' at you at the club for 'bout an hour and a half / And you smellin' like you just took a shower and a bath". Doch es wäre nicht Devin, wenn er nicht sein Anliegen (un-)angebracht auf den Punkt bringen würde: "I don't wanna offend you, but I sure wanna put my thang in you".
Mit Witchdoctor (ebenfalls Dungeon Family) und Phonte von Little Brother gibt es das smoothe "Yellow lines", während danach zu einem Spaziergang in "The park" aufgefordert wird, bei dem der Beat eine solche Atmosphäre erstaunlich gut einfängt. "Fresh air, what a day, at the park".
Besonders stark ist die Platte, wenn KNO Samples oder ergreifende Vocals in seine Beats flechtet, wie im nahezu melancholischen "Summer's gone". Leider viel kurz, doch äußerst stimmungsvoll und genau die richtige Musik für trostlose Herbst- bis Wintertage. Alles in Allem ist dieses Album im Winter ebenso gut hörbar wie im Sommer, wobei es im Winter vermag, an schönes Wetter zu erinnern, bzw. jenes Wetter, welches die Lynguists auf ihren schmutzigen Äckern in Kentucky haben.
Dass "Gun" keine Glorifizierung von Gewalt ist, wird jedem offensichtlich sein, und es ist ebenso natürlich, dass es äußerst hörenswert ausfällt, wenn sich Deacon und Natti zu politischen Themen äußern.
Ein Manko dieses Album hat sich spätestens zu diesem Zeitpunkt herausgestellt. So gut und ohne bisherige Ausfälle das Album auch sein mag, wirkliche Banger, die das Album tragen, sucht man vergebens. Natürlich ist das nicht zwingend notwendig, doch wird sich wohl jeder CL-Fan ein ein paar vor Energie sprühende Kracher wünschen. Abgesehen davon gibt sich das Album jedoch keine Blöße.
Sei es nun das erneut unglaublich relaxte "Dance for me" oder großartig traurige "Georgia", die Songs fügen sich nahtlos aneinander und garantieren Non-Stop Hörspaß. Und vor allem gegen Ende werden mit "Things I dream", aufwartend mit langsamen Streichern, und dem locker-leichten "Mexico" nochmals feinste Musikware aufgetischt.
Fazit:
Sei es nun das erneut unglaublich relaxte "Dance for me" oder großartig traurige "Georgia", die Songs fügen sich nahtlos aneinander und garantieren Non-Stop Hörspaß. Und vor allem gegen Ende werden mit "Things I dream", aufwartend mit langsamen Streichern, und dem locker-leichten "Mexico" nochmals feinste Musikware aufgetischt.
Fazit:
Die CunninLynguists legen mit "Dirty Acres" ein sehr lückenloses, schwachstellenfreies, geschlossenes Album vor. Der Sound hat sich weiterentwickelt, er ist ausgereifter und ernster. Wem diese Entwicklung zusagt, der wird das Album den ganzen kommenden Winter durchfeiern können. Und auch wem hier zu wenige trommelfellzermalmende Brecher am Start sind, der wird doch nicht leugnen können, dass er es mit einem guten Album zu tun hat. Letztendlich wird jeder, der nicht gerade zu voreingenommen vom Querschnitts-Hip-Pop ist, diesem Album etwas abgewinnen können.
Gesamtwertung: 8.3 / 10

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