Tracklist:
01 Born Chamber (Intro)
02 Grab the Microphone
03 No Said Date
04 Last Drink
05 Love Spell
06 The Future (Skit) feat Shamel, Kareem & Jamel
07 D.T.D. feat Raekwon & Ghostface Killah
08 Whatever feat Streetlife & Prodigal Sunn
09 Secret Rivals feat Method Man & Killah Priest
10 Skit
11 Digi Warfare feat RZA & U-God
12 Old Man feat Ol Dirty Bastard & RZA
13 Queen
14 School feat RZA
15 Silverbacks feat Inspectah Deck & GZA
16 Masta Killa
01 Born Chamber (Intro)
02 Grab the Microphone
03 No Said Date
04 Last Drink
05 Love Spell
06 The Future (Skit) feat Shamel, Kareem & Jamel
07 D.T.D. feat Raekwon & Ghostface Killah
08 Whatever feat Streetlife & Prodigal Sunn
09 Secret Rivals feat Method Man & Killah Priest
10 Skit
11 Digi Warfare feat RZA & U-God
12 Old Man feat Ol Dirty Bastard & RZA
13 Queen
14 School feat RZA
15 Silverbacks feat Inspectah Deck & GZA
16 Masta Killa
Release: 1. Juni 2004
Label: Nature Sounds
Wie heißt das Einzige Mitglied des Wu-Tang Clan, das es bis ins 21. Jahrhundert noch nicht geschafft hat, ein Album zu veröffentlichen? Genau, Masta Killa. Der High Chief braucht 11 Jahre, um nach dem Release des ersten Wu-Tang Albums sein eigenes erstes Solo-Werk unter die Massen zu bringen. Doch zahlreiche HipHop-Jünger werden trotzdem hungrig darauf warten. Vor allem, da Masta Killa immer einer der Clan-Heads war, die zur Besinnung auf die alten Werte aufriefen. Somit ist es naheliegend, dass "No Said Date" trotz zeitlicher Entrückung direkt dem genialen Wu-Sound der Mittneunziger nachempfunden ist.
In "Born chamber" dient als Intro ein Sample aus "Five Deadly Venoms", das den kompletten Track ausfüllt. Damit gibt Jamel Irief die Antwort auf die Frage: "Wie leite ich 2004 am besten ein Wu-Album ein?" - Kung Fu Sample. Da hätten sich Ghost und Mef eine Scheibe abschneiden können.
Und auch was nun folgt, während des ganzen Albums, ist himmlisch guter Wu-Tang Sound. Gleich einer der besten Tracks ist "Grab the mic"; dieses Stück ist die Ruhe selbst. Masta Killa flowed als der Allwissende Meister so ruhig und gleichmäßig über den nicht minder bedachten Beat, dass einem die Worte wegbleiben. Dieser Mann braucht keine Hektik, keinen Lärm, nichts. Auch wenn seine Stimme zu den unauffälligsten im Clan gehört, hat sie doch ein so starkes Charisma, das man seinen Wortspielen fast ebenso anhänglich ist wie denen eines GZA. "Iron Mic Duel held down by the poolside / Along came a spider, spun spools in a cypher / Screamin' on your mic, leads spray from the sawed off pipe / Stenographer type, the ghetto hype slang, flow gold / Like water off the brim when it rain / Iron Maiden, checkmating, no escaping, we takin' it".
In "Born chamber" dient als Intro ein Sample aus "Five Deadly Venoms", das den kompletten Track ausfüllt. Damit gibt Jamel Irief die Antwort auf die Frage: "Wie leite ich 2004 am besten ein Wu-Album ein?" - Kung Fu Sample. Da hätten sich Ghost und Mef eine Scheibe abschneiden können.
Und auch was nun folgt, während des ganzen Albums, ist himmlisch guter Wu-Tang Sound. Gleich einer der besten Tracks ist "Grab the mic"; dieses Stück ist die Ruhe selbst. Masta Killa flowed als der Allwissende Meister so ruhig und gleichmäßig über den nicht minder bedachten Beat, dass einem die Worte wegbleiben. Dieser Mann braucht keine Hektik, keinen Lärm, nichts. Auch wenn seine Stimme zu den unauffälligsten im Clan gehört, hat sie doch ein so starkes Charisma, das man seinen Wortspielen fast ebenso anhänglich ist wie denen eines GZA. "Iron Mic Duel held down by the poolside / Along came a spider, spun spools in a cypher / Screamin' on your mic, leads spray from the sawed off pipe / Stenographer type, the ghetto hype slang, flow gold / Like water off the brim when it rain / Iron Maiden, checkmating, no escaping, we takin' it".
Sowie MK auf beinahe jedem wichtigen Wu-Tang Release des letzten Jahrzehnts zu vernehmen war, finden sich auf "No Said Date" Gastauftritte von allen 8 anderen Clan-Membern. Den ersten Teil beschreitet der High Chief allerdings alleine. In "No said date" bedient sich RZA eines Songs von Outkast, und baut ihn soweit aus, dass die Streicher perfekt ins Szenario dieses Chambers passen. Jamel Irief passt sich sogar dem Rhythmus an und spittet, für seine Verhältnisse, erstaunlich schnell. "Long time, man for dead / Should've been, put one in his head / Before the poison spread to the body / Partly done, 'nuff said".
"After this drink, we... now become sworn enemies". Allah Mathematics durchsetzt die monumentalen Bläser mit einem Sample aus "Enter The Dragon", wodurch sich "Last drink" neben seinen vorangegangenen Tracks durchaus sehen lassen kann. "I cock aim, squeeze the gun at Emcees / Not for a dollar, not for the fame / Not for you to holla, or shout the god name".
Seine softere und das andere Geschlecht achtende Seite zeigt MK in "Love spell", das Supa Dave West dem Hörer sehr entspannt um die Ohren wickelt.
Auf anderthalb Minuten sehr alt klingendem Wu-Sound darf man sich dann anhören, wer den Wu-Tang Clan in Zukunft ablösen wird. "The future" zeigt sich mit Raps von Young Masta alias Shamel Irief, dem Sohn von Masta Killa, Young Justice alias Kareem, GZA's Sprössling, und Jamel. Da braucht sich der Clan auch in Zukunft keine Sorgen zu machen.
Nachdem die Knaben fertig sind, gehen wieder die Meister ans Werks. MK bekommt Gesellschaft vom Dreamteam Ghost und Rae. Zusammen sind sie zu hören auf "D.T.D.", "Do that dance". Mathematics zeigt sich nicht müde, Wu-Banger von höchster Qualität zu schmieden. Jeder der etwas anderes sagt, sollte zum Ohrenarzt gehen. Kein Wunder, dass dieser Track auf einem And1-Mixtape gelandet ist, unlängst ist dieser Song zur BBall-Hymne mutiert. "Party people gather round, watch the God get down / The sound's so rugged, measure the erection / It's raw when I'm sexin' your brain", und den Abschluss findet der Song mit einer Line von Ghostface: "By the way, who the fuck, let ya fools in?".
Da das Album nun schon mal auf vollen Touren ist, buttert Mathematics gleich den nächsten Hochkaräter hinterher. Unglaublich, wie mitreißend stimmungsvoll sich "Whatever" über zwei jeweils großartige Parts von Streetlife und Sunzini bis hin zum Refrain aufbaut, bei dem man dann aus vollem Hals mitgrölen darf: "We all in this together, forever and ever / Down for whatever, whenever, yeah, yeah / We all in this together, forever and ever / Down for whatever, whenever". Wenn da mal keine Erinnerungen an alte Zeiten hochkommen; und so kann Wu-Sound auch noch 2004 klingen. Denn: "They only make 'em like us, every twenty five thousand".
Das nächste Wu-Element gibt sich auf "Secret rivals" die Ehre. True Master legt die Sound-Unterlage für MK, Killah Priest und Mr. Mef. Äußerst schlicht und leicht verstaubt klingn die Piano-Line und das Voice-Sample und Kombination mit den zum Mitnicken auffordernden Drums. Auf dass man nicht vergisst, wo man sich hier befindet, flattert im folgenden Skit ein weiteres Film-Sample herein.
Dieses geht dann in das ausgeklügelte "Digi warfare" über, in dem neben Masta Killa noch RZA und U-God am Mic stehen. Eingeengt zwischen lauter astreinen Wu-Bangern ist dieser Track jedoch der wohl schwächste des Albums.
Denn gegen einen irrsinnig komischen ODB, der das "Sanford and Son"-Theme röhrt, hat wenig Bestand. "Old man" bekommt soviel von Ol Dirty's Charisma ab, dass der Song keinesfalls schlecht sein kann. "I want two beef patties, special sauce, onions, tomatoes, lettuce, on a sesame seed bun... on a a sesame seed bun, you big dummy!".
Nach einem in die Richtung von "Love spell" ausschlagenden "Queen" gibt es das von RZA sehr stark produzierte "School". Nachdem ein schleppender Beat die ersten Lines des High Chief untermalt, switcht RZA zu einem flotten Kopfnicker, was den Track nicht nur rettet, sondern ihn auch noch äußerst hörenswert macht. "Phat shoe laces and tri-colored sneakers / I stood like a man then I questioned my teacher / Why don't we speak about the wisdom of the sages? / And how did Europe black out in the dark ages? / And when they got light did they white-wash the pages? / And the inquisition, why was Christians thrown in cages?".
Nachdem "School" von einem 2 Pac-Sample abgeschlossen wird, folgt das True Master-produzierte "Silverbacks" mit GZA und dem Rebel INS. Abgesehen davon, dass von diesem Trio generell Großartiges zu erwarten ist, schafft der Beat eine wunderbare Atmosphäre, die für die Weisheiten des Genius wie geschaffen scheinen. So hört sich ein bedachter Banger an. "I went from the slums of hell to paradise in heaven / From a sling-shot to a wall of Mac 11's / I drank with the devil and ate with the reverend / We talked numbers and I told him, mine was 7".
Nachdem Abt Jamel Irief in atemberaubender Art und Weise durch sein Shaolin-Kloster geführt hat, wäre für das Finale kein Track passender als das nun folgende"Masta Killa". "You are watching a master at work". Baby Dooks schafft mit fernöstlichen Klängen und einem immer wieder einsetzenden Bruce Lee-Sample den perfekten Ausstieg für dieses Album. Be water, my friend.
Fazit:
Wu-Tang Sound, wie ihn die Fans lieben. Für alle, die Method Man enttäuscht hat und denen Ghostface zu sehr von seinen Ursprüngen abweicht, ist "No Said Date" seelischer Balsam. Dafür sorgt die routinierte Zusammenarbeit der Wu-Tang Emcees mit Producern wie True Master, Mathematics oder RZA. Liebhaber des Wu-Tang Sounds werden hieran Freude finden.
Gesamtwertung: 8.9 /10

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen