Freitag, 2. November 2007

Dyme Def - Space Music


Tracklist:
01. Intro-ducing
02. GetDown
03. ClapClap
04. StickemUp
05. StriktlyBusiness
06. SoGood/itsBad
07. Fresh2Def
08. iAintNo
09. Sweat
10. AlottaRappers
11. TheGameNeedsMe
12. OneStepAway
13. iGot
14. LetitBe
15. ImThatguy
16. MovingHigher
17. ForTheWorld

Release: 2007
Label: Soul Gorilla / Space Music Recordings



Dyme Def sind ein Trio aus Seattle, bestehend aus Fearce Villain, S.E.V. und Brainstorm. Mit "Space Music" veröffentlichten sie Anfang 2007 ihr Debut-Album, welches leider an der Welt vorbeigezogen ist. Was jedoch schade ist, ergänzen sich die 3 Schul-Kumpel doch ausgezeichnet, haben mit Bean One einen starken Producer zur Unterstützung im Rücken und können auch sonst mit abwechslungsreichem Sound aufwarten.

Hier wartet nicht nur typischer Seattle Sound auf den Hörer, Dyme Def überzeugen mit verschiedenen Styles. "One upon a star, far far away past the moon, and Mars, and Jupiter.... Because they lived in outer space, the sounds they made were... different", so die Einleitung. Mit einer guten Portion Ego startet "Intro-ducing" dann mit den Raps: "Dyme Def the best out, you can ask the rest out". Das Intro an sich wird diesem Anspruch zwar nicht ganz gerecht, gibt aber einen schönen Eindruck der 3 Rapper.
Die Post geht anschließend erst in "GetDown" so richtig ab, ein Bomben-Beat mit wunderbar eingesetzten Claps heizt ordentlich ein. Da kommt man der Aufforderung "Everybody just get down!" gerne nach. Nach diesem erstklassigen Einstieg folgt erstmal ein Sample von Legende Kurtis Blow und seinem Hit "The breaks", welches auch sehr dominierend in "ClapClap" ist. Ansonsten ist der Track durchwegs funky, kann jedoch nicht ganz mit "GetDown" mithalten. Erst wieder der nächste Track schlägt voll ein. "Stick'emUp" besitzt einen dramatischen, massigen Beat, der mitreißende Chor-Gesänge und einen treibenden Rhythmus sein Eigen nennt. "It takes skills to act bad, and sorry you lack that / Fearce Vill got the black mac in his backpack / I nicknamed it Kurtis Blow cause it go ClapClap / Clap, everybody GetDown, it's pff in ya ear, somethin' different is here". Seine eigenen Titelnamen in die Tracks einzubinden kann also durchaus unterhaltend sein.
Damit ist das Album bei seinem ersten langweiligen Track, "StriktlyBusiness" ist beat-mäßig nicht sonderlich attraktiv, was die Freude bei den freshen Rhymes des Trios erheblich dämpft. Doch ansonsten können Dyme Def auf ihrem Album mit berauschenden Rhythmen überzeugen, denn Bean One hat seinen Job mehr als gut gemacht. Schlichte Kopfnicker wie "SoGood/It'sBad" reichen sich die Hand mit ausgefeilten Brechern wie "Fresh2Def". Darauf folgt wieder ein von Claps getriebener Track, auf dem zu einem sehr einfachen Beat vor allem die Raps im Vordergrund stehen. Somit wird die Prägnanz des immer wieder eingeworfenen "iAin'tNo" in selbigem Titel noch gesteigert.
Die nächste Nummer schleift die Hörer direkt in den Club, ein temporeicher und einwandfreier Beat fordert den "Sweat" der Hörerschaft. Doch dieser Track bildet eher die Ausnahme, denn das Album schaltet für den nächsten Song einen Gang runter und in "AlottaRappers" wird von den Party-Raps zu kritischen Tönen gewechselt. "They tellin you to keep your family close, your enemies even closer / But what happens when you're approached / You either stand up or scatter, try to get away or get smoked / You try'nna handle your business before Jesus picks up the phone / He know you're home". Oder die ironische bis lustige Line im Refrain: "If you was me and I was you, wouldn't wanna be me, cause I'd have to deal with you".
"TheGameNeedsMe" wird eingeleitet von einem Jay-Z-Sample, um dann eine donnernde, drum-bestimmte Beat-Landschaft zu eröffnen, auf die sich vor allem S.E.V.'s helle Stimme sehr gut macht. Dyme Def setzen das Album mit sehr relaxten Klängen fort, und "OneStepAway" dreht sich auch inhaltlich nicht um die harten Dinge, sondern die 3 schildern diverse Beziehungssituationen. "Paradise is only one step away / I could take you there / We could make it there", so der Refrain. Dazu es entsprechende Lyrics, wie beispielsweise von Fearce Villain: "See, really, baby, I'm not the type of dude to be tied down / Livin the fast life and I'm enjoyin' it right now / The thought of being linked to one woman is not me / But things changed drastic when I met you, you got me".
Danach wird man mit einem Gute-Laune Song bedient, schließlich haben Dyme Def"what you want", also "come and get it". Trotz des nur soliden Beats kann "iGot" als Erfolg gewertet werden. Dass "LetItBe" eine ernstere Stimmung anschlägt, verrät schon das Sample des genialen Beatles-Klassikers. Im Übrigen wurde fast der ganze Song kopiert und in HipHop-Kleidung verpackt, und natürlich mit Raps, in diesem Falle nur von S.E.V., versehen.
Erstaunlich, dass auf solche Tracks nahtlos Bretter wie "I'mThatGuy" anschließen, ohne unpassend zu wirken; denn der Beat zu diesem Track hätte ebenso auf ein G-Unit Album gepasst. Doch das Album schwingt danach wieder in die Feel-good-Schiene um, in "MovingHigher" gibt ein gut aufgelegtes Xylophon den Ton an. Abschließend wird noch ein entspanntes Stück in Form von "ForTheWorld" gebracht, das mit seinem Voice Sample und den im Hintergrund stehenden Streichern einen soliden Abschluss dieses Albums darstellt.


Fazit:
Ein sehr facetten-reiches Debut-Album, bei dem Dyme Def in allen Lagen eine gute Figur machen. Zusammengefasst ein weiteres feines Release aus Seattle, und definitiv ein Album, das Hunger auf mehr Dyme Def macht.

Gesamtwertung: 8.0 / 10

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