Tracklist:
1. Henny
2. Fired Up
3. Eat by T-Spass a.k.a. Tye
4. Look into my eyez
5. It was hard
6. Be eazee
7. O.T.P. feat. Foul
8. Doggie holla
9. Diesel feat. Foul
10. O.T.P.G. feat. Cee
11. Doggies and doggettes
12. Holla
2. Fired Up
3. Eat by T-Spass a.k.a. Tye
4. Look into my eyez
5. It was hard
6. Be eazee
7. O.T.P. feat. Foul
8. Doggie holla
9. Diesel feat. Foul
10. O.T.P.G. feat. Cee
11. Doggies and doggettes
12. Holla
Release: 2007
Label: Out Of The Park Entertainment
Louiville Sluggah sollte vielen von den Originoo Gun Clappaz, kurz O.G.C., bekannt sein. Die sind ein fester Bestandteil der Boot Camp Clik, somit ist Louieville auch einer der Great 8. Nachdem das letzte Album der O.G.C. schon 8 Jahre auf dem Buckel hat, kommt 2007 mit "Dinner Time" das erste Solo von Ville. Und das nicht mal über Duck Down. Man durfte also gespannt sein, was einem hier vorgesetzt wird.
Um der Geschichte ihr Ende vorwegzunehmen: Hier passiert nicht besonders viel. Louieville, alias "V-I-double-L-E", kann zwar ganz zweifelsohne gut rappen, doch ein Grund, warum dieses Album so unvergleichlich wenig Aufmerksamkeit bekam, liegt sicher auch daran, dass die Beats niemanden umhauen.
Doch das heißt nicht, dass das Album ein totaler Reinfall ist. Ganz im Gegenteil, solide ist das Stück allemal. "Henny", der Opener, ist schön düster, und hat alles, was ein Kopfnicker so braucht. Doch ganz so gut ist der Rest dann auch nicht. "Fired up" klingt vertraut, letztendlich ist der Beat hier nämlich alles andere als innovativ. Über ein "ok" kommt der Track nicht hinaus. "Light it up one time for the hood and those who got oud and doin' real good / Light it up 2 times for the streets, and all my soldiers buried 6 feet deep". Gepredigt wird hier nichts Neues, doch dank seiner recht einmaligen Stimme kann Louieville mit seinen Raps ordentlich punkten.
Nächstes Stück kommt nicht von Ville selbst, sondern gehört allein T Spass a.k.a. Tye. Auf einen klassischen Eastcoast-Beat mit Piano und Sample kann er in "Eat" zeigen, was er zu bieten hat. Hört sich auf jeden Fall sehr gut an. Es ist erfreulich, dass Louieville auf den restlichen Tracks meistens diesen Sound beibehält, die einzigen Ausnahmen sind das etwas flache, wenn auch akzeptable "It was hard", und "O.T.P.G.", bei dem ein bisschen zuviel böse Streicher aufgetragen werden.
Doch der Rest ist angenehme Audiobeschallung, zwar kann das Album keine großen Höhepunkte verzeichnen, doch Stücke wie "O.T.P." sind als strikter NY-Sound für zwischendurch genau das Richtige.
Herauszuheben wäre noch der beste Track, "Diesel". Ein langsamer, doch beständig vorwärtsschreitender Rhythmus treibt den Beat in Louie's und Foul's Arme, die sich abwechselnd die Bars um die Ohren hauen. "You can catch me on the corner with my people, pushin that diesel, it's unbelievable / The way that we stackin', keep 'em coming back and / Front if you want, we'll blow your damn back". Wie diese Line dreht sich das Album größtenteils um Street Life, die Überlegenheit Louieville's und so weiter. Doch wer es gut verkauft, der sollte das auch tun.
Fazit:
Sicherlich hat man nichts verpasst, wenn dieses Album an einem vorbeigezogen ist (was bei fast jedem der Fall war). Doch es ist sicher einmal Reinhören wert, und wer Louieville schon immer mochte, wird sich an ihm auf (leider nur) 9 Solo Tracks erfreuen können. Das ist zwar kein typischer Boot Camp Sound, doch immerhin solide Eastcoast-Kost.
Gesamtwertung: 6.5 / 10

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