Freitag, 23. November 2007

Knoc-Turn'al - Return Of The Hustler


Tracklist:
1. Return Of The Hustler (feat. Soup, Tree Dog, & Jazmine)
2. Gansta Ways (feat. LiL T & Lord Lucky)
3. You A Bopper (feat. Aziz & Macguiness)
4. I Stay Swerning (feat. J-Peace & Macguiness)
5. Up In L.A. (feat. Maintain & Krown City)
6. Four Season's (feat. Soup, Tree Dog, Wes, & Lord Lucky)
7. Dirty Money (feat. Lord Lucky & John)
8. The Donkey Donk (feat. Macguiness)
9. Get Up On It (feat. Lord Lucky & LiL T)
10. My Dream
11. Inspiration (feat. Maintain, Krown City, & Jessica)

Release: 17. Januar 2006
Label: Sonic Wave Intl.



Knoc-Turn'al hatte als Ghostwriter von Dr. Dre und mit seinem Hit "The Knoc" eine schöne Karriere vor sich. Nachdem sein Debut "Knoc's Landin" jedoch nicht veröffentlicht wurde, folgte nur die "L.A. Confidential EP", die auch seinen Hit vom Transporter-Soundtrack, "My muzik", enthielt. 2004 erst konnte man sich dann über ein Soo-Album freuen, "The Way I Am". Mit Gastauftritten von Snoop Dogg, Xzibit, Nate Dogg und Warren G war die Platte sicherlich ein ordentliches Stück Westcoast. 2006 kommt der Nachfolger, "Return Of The Hustler", auf den Markt.

Und mal ganz abgesehen davon, dass das Album eines der hässlichsten Cover, die je ein HipHop-Album zierten, besitzt, ist "Return of the Hustler", um die Kernmessage vorwegzunehmen, das totale Disaster. Man sollte nicht von den Features auf die Qualität des Albums schließen, doch anscheinend gilt das für Knoc schon, denn mit Snoop & Co. war er besser dran.
"You are now tuned in to the greatest MC of all time" wagt Knoc doch tatsächlich in "You a bopper" zu behaupten. Die Aussage ist ungefähr so wahr wie das Cover schön ist. Rein garnichts, was auf "The Way I Am" für den ein oder anderen Kracher gesorgt hat, ist hier wiederzufinden. The Bubble Monkeys, die die Produktion in die Hand nehmen, haben durch die Bank weg nichts anderes zu bieten als platte, einschläfernde, oberflächliche Beats. Da hilft auch keine Live-Band im letzten Track.

Ebenso wenig ist es eine Entschuldigung, dass dieses Album kein richtiges Album ist, sondern Spuren einer Compilation ausweist. Unterm Strich rappt Knoc-Turn'al, wenn er überhaupt auftritt, was nicht auf jedem Track der Fall ist, sehr wenig, den Rest erledigt die Horde an Features.
Doch wenn er dann am Mic ist, klingt Knoc alles andere als hungrig, auf Monster-Tracks wie "My muzik" scheint eine andere Person mit dem selben Namen gerappt zu haben. Das widerliche Gesäusel in "Gangsta wayz" hat mit Rap herzlich wenig zu tun, in etwa so viel wie der unspektakuläre Versuch eines Club-Bangers in "The donky donk".
Nicht minder schlimm ist "I stay swerning", in dem man sich nervtötendem "Gesang" (wobei schon dieses Wort zuviel Positives in sich birgt) aussetzen muss.

Wo sich Knoc-Turn'al seine "Inspiration" holt, da sollte man einen großen Bogen drum herum machen. Ob Knoc rappt oder einfach spricht, ist nicht genau definiert. "I tell you the truth, I don't love no phonies. Don't love gimmicks, don't like no games". Na wenn das mal keine Offenbarung ist.
Noch schlimmer ist, dass die Tracks auch noch alle in der gleichen Sound-Pampe schwimmen, beim schnellen durchskippen würde teils nicht mal auffallen, dass man bei dem nächsten Track angelangt ist, da sogut wie alle mit vielen unfähigen Features, schlechtem Gesang (bzw. Gedudel) und flachen Beats ausgestattet sind.

Die einzige wirkliche Freude an dem Album ist die Tatsache, dass es nur aus 11 Stationen besteht, wer also nicht schon mittendrin das Handtuch wirft, hat keine allzulange Hörqual vor sich. Und es finden sich sogar zwei Tracks, die nicht sofort "Skipp mich!" rufen. "Up in L.A." wäre da einerseits zu nennen, auch wenn es nicht viel öfter als einmal unterhaltsam ist. Und der beste Song des Albums ist "My dream", eine sehr ruhige Nummer, die nicht wirklich hochkarätig, doch immerhin ganz passabel ist.

Fazit:
Hier reicht ein Wort: Sondermüll. Schlaffe Produktionen, von denen es keine vermag, auch nur irgendwie hängezubleiben, untermalen stinklangweilige, wenig potente Raps. Zu sagen, Knoc-Turn'al könne das eindeutig besser, erübrigt sich, denn wer Knaller wie "My muzik" auf seinem Konto stehen hat, kann mit diesem Album nur eines tun: Sich in die Ecke stellen und sich schämen.

Gesamtwertung: 1.7 / 10

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