Tracklist:
01 Buildin (Intro)
02 Mind Blowin
03 D.O.A. (Dead on Arrival)
04 Avenue
05 What They Want
06 P. Money (Set Up)
07 Golden Grail
08 Ain't No Thang
09 Monsta
10 Get Yo Bitch
11 Russian Hat Wear (Cold Money Remix)
12 Shake Down
13 The Art (Interlude)
14 Game of Death (GOD Version)
01 Buildin (Intro)
02 Mind Blowin
03 D.O.A. (Dead on Arrival)
04 Avenue
05 What They Want
06 P. Money (Set Up)
07 Golden Grail
08 Ain't No Thang
09 Monsta
10 Get Yo Bitch
11 Russian Hat Wear (Cold Money Remix)
12 Shake Down
13 The Art (Interlude)
14 Game of Death (GOD Version)
Release: 13. Juli 2004
Label: 456 Entertainment / W.O.R.L.D. Records
Label: 456 Entertainment / W.O.R.L.D. Records
The U.N. sind eine leider Gottes viel zu wenig beachtete Rap-Truppe, die sich im neuen Jahrtausend dem guten alten, harten Street-Sound verschrieben hat. Sie setzen sich zusammen aus Rock Marciano, Dino Brave, Mike Raw und Laku. Entdeckt wurden sie von Pete Rock, auf dessen Petestrumentals sie auch ihren ersten Auftritt verbuchen konnten, und zwar auf "Cake". Drei Jahre später folgt das Debut und bis dato einziges Album der Truppe, "UN Or U Out".
Dank ihrer Verbindung zu Pete Rock können sich ihn auch für 3 Beats gewinnen, eine weiterer kommt von Large Professfor, und neben Mahogany übernehmen Mike Raw und Rock Marciano die restliche Produktion selbst. Das Ergebnis aus dieser Mischung ist ein Album, das im Jahre 2004 durchaus zeitgemäß klingt, und doch an die späten 90er erinnert. Das Album lässt sich gut einteilen in sehr gute Street-Tracks und in Kracher, denen zur Vollkommenheit nicht viel fehlt.
Nach einem kurzen Intro startet Das Album mit einem Track der Kategorie A, "Mind blowin'" läutet als schlichter Kopfnicker dieses Werk ein. Das Quartett ergänzt sich äußerst gut. Mike Raw und Laku geben das dunkelstimmige Fundament, während der charismatische Dino Brave und die helle Stimme von Rock Marciano die Abwechslung bringen.
"D.O.A.", "Dead on arrival", ist dann jedoch ganz zweifelsohne in die zweite Kategorie zu stecken. Mahogany steuert einen genickbrechenden Beat bei, die Definition eines Kopfnickers. "My appetite's like a Africen hunter, kill murder whatever / Still burn through you or whoever, we do it better" (Rock Marciano).
Es folgt nach dem trocken-dreckigen Pete Rock Brett "Avenue" der zweite herausragende Track. Large Pro's Beat zu "What they want" brennt sich schnell ins Gedächtnis. "Breakin' your back, on a Large Pro track / takin' it back, when the game was so black / Junk yard music, blaze and break to it", so Mike Raw. Nach einem sehr kurzen Skit folgt der nächste Kopfnicker, der mit den herausstechenden Hi-Hats und den Streichern wieder einen sehr alten Anstrich bekommt. "Golden grail" schiebt sich lässig in Kategorie A.
Damit ist das Album bei seinem besten Track, der da Pete Rock's Hymne "Ain't no thang" wäre. Der Beat ist schlichtweg perfekt, selten wurden Streicher so gelungen in Szene gesetzt wie auf diesem Monster. Hier ist es Laku, der von den 4 äußerst starken Raps-Parts die beste Line an den Tag legt: "I'm a cool ass cat, who puff mad buzz, drink mad beer and my peeps, givin them mad love / I'm not the meanest or the baddest, fiendin to get the cabbage, while fuckin shorty, she yellin at my penis be the fattest". Einer der mitreißendesten Represent-Tracks der letzten Jahre.
Das nächste Monster eines Tracks wartet schon, und zwar so passend in "Monsta". Ein dreckigerer Beat war für Mahogany wohl nicht mehr aufzutreiben, dieser Banger jedoch gesellt sich direkt in Kategorie B. Wenn auch an der Untergrenze, wird der ganze Rest des Albums in dieser Kategorie verweilen. Das Old-School-angehauchte "Get yo shit" ist ebenso ein Genuss wie das dreckige, E-Gitarren-geleitete "Shakedown". hervorzuheben ist "Russian hat wear", bei dem Mike Raw eine äußerst eigenwillige, doch umwerfende Produktion auffährt, während Dino Brave in ausgezeichneter Manier über verschiedenste Kleidung rappt.
Das kurze "The art", ein Interlude, hat nichtsdestotrotz einen stämmigen Beat, auf den sich Mike Raw's heisere Raps ausgezeichnet anhören. Damit verbleibt nur noch Pete Rock's "Game of death (GOD version)". Und zum Schluss zeigen The UN nochmals, wie "raw" sie sind. Der Beat ist roh bis zum Anschlag und mag bei schwächeren Gemütern Ohrenbluten verursachen. Doch für diese vier Süßholzraspler ist dieser ungeschliffene Diamant genau das Richtige.
Fazit:
The UN schaffen es im Jahr 2004, eines der wenigen Zeugnisse von gutem, hartem, Street-Sound seit den 90ern zu geben, ohne dabei veraltet zu klingen. Da diese Sparte im heutigen HipHop eine klaffende Lücke ist, sollte es definitiv mehr Alben wie dieses geben. Schlichtweg mind blowin'.
Gesamtwertung: 9.2 / 10

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