Tracklist:
1. Intro
2. Hustla
3. Set It Out
4. Country Boyz
5. Ballin On A Budget
6. Awnaw feat Jazze Pha
2. Hustla
3. Set It Out
4. Country Boyz
5. Ballin On A Budget
6. Awnaw feat Jazze Pha
7. Headz Up
8. Slums feat DJ 'Voodo' Henry
8. Slums feat DJ 'Voodo' Henry
9. Po' Folks feat Anthony Hamilton
10. Start It Over
11. Blowin Trees
12. Sholiz
13. Life's A Bitch
14. My Ride feat Ayesha Kirk
15. One Forty
16. Dime,Quarter,Nickel & Penny
17. Kentucky Mud
18. The Lounge
19. Ho Down feat Bar-Kays
10. Start It Over
11. Blowin Trees
12. Sholiz
13. Life's A Bitch
14. My Ride feat Ayesha Kirk
15. One Forty
16. Dime,Quarter,Nickel & Penny
17. Kentucky Mud
18. The Lounge
19. Ho Down feat Bar-Kays
20. Headz Up (Refried Remix)
Release: 26. Februar 2002
Label: Atlantic
Die Nappy Roots sind eine 6 Mann starke Truppe aus Kentucky, gegründet im Jahr 1995. Nachdem Big V, Skinny Deville, R. Prophet, Scales, Ron Clutch und B. Stille aufgrund ihrer Einzigartigkeit als Gruppe die Aufmerksamkeit diverser Labels auf sich ziehen konnten, kommt 2002 endlich das erste offizielle Major-Release in die Läden. "Watermelon, Chicken & Gritz" bietet facettenreichen Südstaaten-Rap gekleidet in dessen Country-Variante.
Denn die sechs sind zwar just some country boyz. Trotzdem gilt auch für sie ganz nach dem Motto des "Hustla": "I got to be that early bird / To grind an get what I deserve". Nachdem dieser Track gut in das Album eingestimmt hat, macht der nächste Track weiter, ein fantastischer Kopfnicker namens "Set it out", ein Party-Track mit Style. "Nappy Roots, get it up at a sold out show / Cut her to, give it up when ya tho' that dough / Don't be playin no games, what I told that hoe / Forget her name, but she gonna lemme cut that's all I know".
Das wirklich erstaunliche an den Nappy Roots ist, dass sie mit 6 Mann doch eine relativ große Formation bilden, die jedoch keine Schwachstellen aufweist. Astreine Flows, die keine Probleme damit haben entweder einen Gang zuzulegen oder in ernsteren Stücken langsam ihre Aussagen zu äußern, es ist immer ein Genuss den Jungs bei ihrer Leidenschaft zuzuhören. Eine gute stimmliche Mischung im Aufgebot kommt noch hinzu.
Und was den Sound betrifft, so zeigen sich die Nappy Roots ebenso variationsreich wie in allen Lagen absolut souverän. Die düstere Country-Hymne "Country boyz" stellt sich als bombenstarker Represent-Track direkt zwischen Party-Song und das relaxte "Ballin' on a budget", geschwängert von einem Kontrabass.
Mit Jazze Pha findet sich der einzige prominente Gast auf der Scheibe, der, Gott sei's gedankt, nur die Vocals und nicht die Produktion übernimmt, um die sich James 'Groove' Chambers kümmert. Ein Feeling, wie es Bubba Sparxxx und Timbaland nicht besser hingekriegt hätten, erhebt "Awnaw" zur Gute Laune-Hymne schlechthin. "My first song was like 48 bars with no hook / You hear me flippin through my pages out my favorite notebook / The microphone was in the closet, no headphones, we lost it" rappt ein gut aufgelegter Scales.
Auf dem Album geben sich nun die Feel Good-Tracks und die ernsten Nummern die Klinke in die Hand. Für erstere Songs gibt "Sholiz" ein treffliches Beispiel ab. Flotte Rhymes, die leicht verdaubar sind, eignen sich schlichtweg perfekt dafür, im Auto laut aufgedreht zu werden und verbreiten in bester Manier den von den Nappy Roots um die Nappy-Sparte erweiterten Country-Sound. "Whassup, my folks, sholiz?!"
Auf der anderen Seite finden sich die langsamen Nummern, die, wie in "Slums" auch etwas zu sagen haben. "Slum for a while now, country for a lifetime / Cool is what I choose to be, but that ain't what I used to be / Muddy waters couldn't drown a nigga, bloodhounds on the trail for real".
Eben hier reiht sich auch "Life's a bitch" ein, in dem in großartiger Art und Weise über das ungerechte Leben geklagt wird. "I'm tryna make ammends for all the sins that occured / The uncontrollable urge that emerged when I, snatched that lady's purse / And the, last week that I slurred, when I, cursed on every verse". Düstere Streicher und Vocals unterstreichen die unwirsche bis schwermütige Atmosphäre des Songs, die von Big V's wütenden Raps im Refrain perfekt aufgegriffen wird.
Wovon "Blowin' trees" handelt, muss gar nicht weiter erläutert werden, ein starker Beat gehört auch hier zur Standardausrüstung. Anthony Hamilton steuert zur Single "Po folks" den Chorus bei, um dem langsamsten Stück der Platte seine Würze zu geben.
Zwei streichergetragene Kopfnicker jagen sich mit "My ride" und "One forty", beide ebenso exzellent produziert wie gerappt. Da vor allem die Beats hier so einzigartig und gelungen sind, stören die wenig variierenden Themen nicht im Geringsten, was jedoch auch daran liegt, dass ein R. Prophet stimmlich so viel Charisma mit sich schleppt, dass man vorerst sowieso nicht auf die Texte achtet.
Dass die Nappy Roots all about the Benji's sind, bekennen sie in "Dime, quarter, nickel, penny", einem der besten Tracks des Albums. Anschließend taucht man in den blubbernden "Kentucky mud", das nach dem vorangegangenen Banger wieder zu den ruhigen Stücken zählt. Nach einem Party-Track, "Ho down", der nochmals köstliche Stimmung verbreitet, folgt noch ein überflüssiger Remix zu "Headz up", den man sich hätte sparen können.
Fazit:
"Watermelon, Chicken & Gritz" ist ein Unikat, das nicht mal mehr die Nappy Roots mit ihrem Nachfolger erreicht haben. Ihr Sound ist durch die Heimat Kentucky geprägt und bietet von sympathischen Gute-Laune Tracks zu Party-Banger und ernsten Nummern sehr viel mehr Abwechslung als die meisten Alben. Da den Nappy Roots jedoch alle diese Facetten bestens liegen, wirkt auch nichts auf dem Album unpassend. Alles in Allem eine Alternative aus dem Süden, die kein Kompromiss ist, und trotzdem überall Fans finden sollte.
Gesamtwertung: 9.1 / 10

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