Sonntag, 18. November 2007

Freekey Zekey - Book Of Ezekiel


Tracklist:
01. Intro
02. Daddy Back (feat. Cam'ron & Juelz Santana)
03. Hater What You Lookin' At
04. Livin' It Up (feat. Tobb)
05. Skit 1
06. Shoot 'Em Up (feat. Hell Rell & J.R. Writer)
07. Like This (feat. Zen)
08. Killem Killem (feat. Juelz Santana)
09. Bottom Bitch
10. Where The Dutch (feat. Tobb)
11. Skit 2
12. Fly Fitted
13. 730 Dip Dip (feat. Jim Jones & Ash)
14. Steph (feat. Sen)
15. Crunk'd Up
16. Skit 3
17. Streets
18. My Life (feat. Sen)

Release: 24. Juli 2007
Label:
Diplomats Records / Asylum



So langsam darf bei Dipset jeder. Nachdem der Vorstand von Diplomats Records über die letzten Jahre nur ab und an als Feature-Gast zu hören war, gibt es 2007 sein Solo-Debut "Book Of Ezekiel", im Gepäck eine Reihe unbekannter Producer und Gast-Features aus dem "familiären" Umfeld.

Wenn man sich, bevor man sich dieses Album zu Gemüte führt, zuerst die Frage stellt, ob die Veröffentlichung eines Dings wie diesem überhaupt notwendig oder sinnvoll ist, braucht man gar nicht erst anfangen zu hören. Denn genau genommen brauchen nichtmal Dipset-Fans ein Album von Freekey Zekey, der nun wirklich zum untersten unteren Durchschnitt gehört, was so an Rap-Talenten in den Staaten herumläuft.
Genau diese Tatsache verhindert im Prinzip schon von vornherein ein gutes Album. Bleiben also noch die Beats. Doch bevor man soweit ist, muss man sich erstmal durch ein gähnend langweiliges Intro quälen, das fast mixtape-mäßig ermüdend anrollt.
Die Single "Daddy back" featured Cam'ron und Juelz Santana, und ist im Prinzip typischer Dipset-Sound. Nur etwas langsamer. "Now your ass I'm huggin it / And no, it's no debatin' it, that Killa Cam is lovin it / And them niggas they hatin' it / They hatin it?, yeah they hatin' it". Diese und ähnlich lahme Zeilen versetzen die Hörerschaft in einen dösenden Zustand.

Ein Glück, dass das Album dann mit penetrantem Beat fragt "Hater what you lookin' at?". Auf die Skip-Taste schaut der Hater. Die führt zu "Livin' it up", einer entspannten Nummer, die ausnahmsweise gelungen ist, wenn auch recht harmlos.
Ein aggressiver Beat wartet in "Shoot 'em up", und ein hohler Refrain dazu. Obowhl keine besondere Freude aufkommt, kann man sich diesen Waffen-Song doch noch anhören. Wer wissen will, wie sich "Like this" mit guten Raps anhört, der sollte sich "Insane terrain" von Smiley The Ghetto Child (zu finden auf dem Grim Team Producer Album) anhören, Freekey's Version ist aufgrund unterirdischer Raps und noch schlimmerem Refrain zu verschmähen.

Nun fällt das Album in ein gähnendes Loch aus schlechter Musik und anstrengender Langweile. Sofern die Beats nicht schon unter aller Sau sind ("Crunk'd up") gibt Freekey selbst den Songs den Rest, indem er sie mit seinen nervtötenden Raps verschandelt.
Der einzige Lichtblick, und auch der einzig wirklich gute Track des Albums, ist "Streets". Ein genialer Beat, der zufälliger Weise, im Gegensatz zum Rest des Albums, sehr nach Eastcoast klingt, überstrahlt Freekey's mittelmäßige Leistung am Mic und den ebenso durchschnittlichen Chorus.
Ein gänzliches überflüssiges "My life" leitet das Albums aus. Im Vergleich zum Rest siedelt es sich jedoch trotzdem in der besseren Hälfte an.

Fazit:
Freekey Zekey. Das ist die Antwort auf: "Leute, die nie ein eigenes Album veröffentlichen sollten". Hoffentlich merkt er sich das nach diesem Total-Flop. Wenn in letzter Zeit schon die Zugpferde im Diplomats-Camp schwächeln braucht die Welt alles andere als ein Album wie dieses. Zusammengefasst: Schlechte Raps, meist langweilige Beats, ein typisches Album der Kategorie: Richtig schlecht.

Gesamtwertung: 2.4 / 10

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