Sonntag, 4. November 2007

Lake Entertainment Presents: The 41st Side


Tracklist:
01 Interview With D.J. Soul (Intro)
02 Cardboard Box feat Havoc, The Jackal, Littles & Nature
03 It's Serious (Interlude)
04 Crush Linen feat Lake
05 Pain feat A. Dog & Big Noyd
06 Do My Thang feat Killa Sha
07 Husslers N Gangstaz feat Artillery & Germ
08 Take U Back feat Chinky, Bars & Hooks & Don Alon
09 Bringing Me In (Interlude)
10 Let 'Em Hang feat Lake, Nas & V-12
11 Voice Mail #1 (Interlude)
12 Crazy 8's feat Jungle, Wiz, Littles, Germ, Prodigy, Littles, Blitz & Faul Monday
13 Why Ya'll Wanna Play feat Killa Sha, Faul Monday & Mr. Challish
14 Voice Mail #2 (Interlude)
15 Keep Doin' U feat Craig G & Voice
16 We Gon Buck feat Lake, Capone-N-Noreaga & Cormega
17 Get Back feat Ammo, Tragedy Khadafi & Prodigy
18 Right or Wrong feat Blitz & Lake
19 Voice Mail #3 (Interlude)
20 41st Side feat Don Alon, Bigga Du, Fly Tye & Hooks
21 What I Live For (Outro)

Release: 11.09.2001
Label:
Landspeed



Nach dem Lake, alias Lakey The Kid, seines Zeichens Rapper aus QB mit Türsteher-Statur und butterweicher Stimme, nach 7 Jahren Gefängnisaufenthalt endlich frei kommt, ruft er seine Hood zusammen und erschafft so eine der gut bekannten QB-Compilations. Dieses Stück kann sich mit Auftritten von Mobb Deep, Nas, Capone-N-Noreaga, Cormega, Tragedy Khadafi, Craig G, Nature, Big Noyd, Littles, Bars & Hooks, Killa Sha und einer ganzen Reihe von unbekannteren MCs aus der Bridge brüsten.

Das Album ist durchzogen von vielen Interludes, und in vielen davon redet Lake über seine Geschichte. So auch im Intro, in dem Lake erzählt, dass ihm die Idee zu diesem Stück im Knast gekommen sei, und dass dann jeder damit einverstanden war. Erster Track ist der Kracher "Cardboard box", für den Havoc neben seinem starken Refrain auch noch den überwältigenden Beat beisteuert. Dazu gibt es neben Havoc noch Raps von The Firm-Mitglied Nature, Littles aus dem Infamous Umfeld und The Jackal.
Im nächsten Interlude erzählt Lake wie es zu seiner Haftstrafe von 92-99 kam. Vorgeworfen werden ihm unter anderem "attempt murder, armed robbery, threatening a witness, posession of deadly weapon". Weiter erzählt er, dass ein Typ aus einer verfeindeten Gegend ihm nach verbalen Übergriffen ans Leder wollte, so dass er sich gezwungen sah, ihm Blei in den Bauch zu pumpen. Wie auch immer,die Message ist: "Livin in queensbridge isn't a game".

Danach startet der Alchemist-Banger "Crush linen", der Lakey ganz allein gehört. Seine softe Stimme passt hier sehr gut zu dem Beat, weshalb man sich den Track auch sehr gut mehrmals anhören kann. Nächster Track bietet Big Noyd und ACD's A. Dog zu typischen QB-Klängen. Das Album kann dank seiner soliden Produktion wietesgehend überzeugen. So ist "Do my thang" mit Rap-Talent Sha Luminati (dessen Stimme sofort im Gedächtnis bleibt) ebenso ein einwandfreier Kopfnicker wie das ernstere "Husslers 'n gangsterz".
Einziger erstklassiger Aussetzer des Albums ist "Take U back". Sängerin Chinky kann man nur mit Hassliebe betrachten. Schaffte sie es in Meisterwerken wie Mobb Deep's "Thug muzik" mit ihrer Stimme zu glänzen, so klingt sie hier graunvoll falsch und ruiniert den schon unterdurchschnittlichen Track völlig. Es folgt ein weiteres Interlude, in dem Lake erzählt, was passierte, als er nach Hause kam. Jeder kam, um ihn willkommen zu heißen, so auch Nas, mit dem er sich gleich zum nächsten Track aufmacht.
"Let 'em hang" hat einen wahrhaft traumhaften Beat von Alchemist, der sich bei seinen besten Erzeugnissen einreiht. Einfach nur relaxed. Dazu zeigt V-12, wie eine saubere Hook auszusehen hat, und über Nas' Rap-Part muss gar nicht erst gesprochen werden. "So now they wanna offer 'em, killin, stick 'em and cost 'em / Catch him slippin, trippin get 'em for all his fortune / 'Sup with this Nas hatred, y'all can suck my dick / Got these niggaz wives naked, make 'em fuck my fist".

Auf "Crazy 8's" geben 8 MCs jeweils 8 Bars zum Besten, von denen Prodigy der bekannteste ist. Sehr interessant, zu hören, wie hier neben den Bravehearts oder Littles auch unbekannteren MCs eine Chance, sich zu profilieren, gegeben wird. Gleiches gilt auf "Why y'all wanna play", für das Killa Sha eine markante Hook aus seiner Kehle schraubt. Damit ist die Compilation bei Craig G's Beitrag. Über einen sehr freshen Beat (mit altbekannter Melodie) spittet der Meister auf "Keep doin' U" wie schon vor 10 Jahren. Diesem Mann hört man einfach gerne zu. "It goes a one-two-three, three to two-one / My man Larry Larr, his name's DJ Run / Thats what I used to listen to in 1983 / Eleven years old, four years since I chose to be an emcee".
Der eigentlichte Kracher des Albums ist jedoch die Alchemist-produzierte QB-Hymne "We gon' buck", neben Lake mit Star-Gästen CNN und Cormega. Die eingängigen Streicher passen ausgezeichnet zu den starken Rhymes. Nachdem einer der Rapper seinen Part gerappt hat, holt er im Chorus den nächsten Rapper ans Mic, wie z.B. Capone: "Eyo Mega, what the fuck man / grab the calicko, make these niggaz duck man / They outta luck man / And we ain't with talkin', we gon' buck, man". Sehr starke Parts von allen Vieren, vor allem von Cormega zum Schluss. "My life is blood money and big guns / I'm the nigga your connect get hit from, hello / And I rep the ghetto, how real is that?"
Leider fällt der Schluss des Albums leicht ab, bei "Get back" haben sich Uno Dos nicht gerade mit Ruhm bekleckert, auf diesen mittelmäßigen Beat richtigen nicht einmal Prodigy und Tragedy Khadafi etwas aus. "Right or wrong" ist ebenso solide wie es aufregungslos ist, und "41st Side" fehlt es einfach an Power, ganz abgesehen von den hier schon nicht mehr immer guten Raps.
Im Outro erzählt Lakey dann, was er in Zukunft so geplant hat. Das wäre, in sozialer Hinsicht in seine Hood zu investieren. "...givin basketball tournaments, givin BBQs, givin' bus trips ... It ain't about me it's about us". Feines Outro.


Fazit:
Nicht so gut wie Nas' QB Compilation, doch immer noch ein sehr gutes Stück Queensbridge, das einige Banger zu bieten hat. Wer einen Querschnitt des QB-Sounds des neuen Jahrtausend benötigt, hat hier die richtige Platte gefunden. Die Beats sind zwar meist nur dann mitreßend, wenn Alchemist sich zeigt, doch dank starkem Rapper-Line-Up können auch gute bis mittelmäßige Beats auf Dauer unterhalten.

Gesamtwertung: 7.8 / 10

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