Tracklist:
1. Popular Demand
2. Sound The Alarm feat. Guilty Simpson
3. Insane
4. Lookatusnow feat. Phat Kat
5. U feat. Ty & Kory
6. Shut It Down feat. AHK
1. Popular Demand
2. Sound The Alarm feat. Guilty Simpson
3. Insane
4. Lookatusnow feat. Phat Kat
5. U feat. Ty & Kory
6. Shut It Down feat. AHK
7. So Gone
8. Say Something feat. Nametag & Slim S.D.H.
9. Play The Keys
10. Watch Em feat. Fat Ray & Que Diesel
11. Three + Sum
12. Action feat. Slum Village & Baatin
13. Luvin It
14. One Song
15. I'm Out
16. Take It There (Bonus Track) feat. One.Be.Lo
Release: 13. März 2007
Label: Fatbeats
8. Say Something feat. Nametag & Slim S.D.H.
9. Play The Keys
10. Watch Em feat. Fat Ray & Que Diesel
11. Three + Sum
12. Action feat. Slum Village & Baatin
13. Luvin It
14. One Song
15. I'm Out
16. Take It There (Bonus Track) feat. One.Be.Lo
Release: 13. März 2007
Label: Fatbeats
Nach dem Tod des weitaus bekannteren Jay Dee aka J Dilla, macht sich ein bis dato recht unbekannter Rapper / Producer daran, den dreckigen Detroit Sound wiederauferstehen zu lassen. Dies tat er schon auf seinem Street Album "Sound Of The City" und der gleichnamigen Hymne, ebenso wie auf der EP namens "Broken Wax". Wer diese Stück kennt, weiß was einen erwartet. Alle anderen, die jedoch an Dilla Gefallen gefunden haben, sollten aufhören: "Popular Demand" rollt an.
Das Intro, "Popular Demand", fängt mit einem traumhaftern Voice-Sample an, und ebendiese Voice-Samples werden einen auch durch das ganze Album begleiten. Doch erstmal gibt BM auf noch verhaltene Drums seinen Einstieg mit "So I say what up to the world, still rockin' in advance". Ein wahrhaft perfekter Anfang.
"Sound the alarm", so heißt die Single, geht als Club-Banger-tauglich geradewegs nach vorne ab. Hier kann man nur noch das Volumen aufdrehen, und dem so Detroit-typischen Beat mit guter Mine und einem ständigen Nicken zuhören. Denn dieser Beat ist Detroit, von den Drums über den eingängigen Rhythmus bis zu den so typischen Sirenen. Und genau da, nämlich bei Detroit, setzt "Insane" sofort weiter an, ein weiterer bombiger Track. Noch mehr pumpen die Drums dann allerdings in "Lookatusnow" mit Gastauftritt von Phat Kat, das als viertes Stück zum vierten mal als "einwandfrei" ausgezeichnet werden kann.
Anschließend gibt es einen Beitrag für die ruhigere Ecke, "U" läuft mit hauchdünnem Sample und entspannterer Stimmung auch gut durch, BM kann also auch anders. Ein weiteres gepitchtes Voice-Sample kommt in "Shut it down" zur Geltung, die Melodie wird von einem Piano gespielt und ergänzt sich mit den Drums zu einem astreinen Beat. Kritisieren könnte man unter Umständen nur die Tatsache, dass Black Milk ein weitaus besserer Beatbastler als Wortakrobat ist. Doch bei solchen Beats und bei einer solide guten Rap-Vorstellung, die zwar nicht gerade einmalig oder besonders innovativ ist, bedarf es dafür schon etwas Missfallen gegenüber der Person Black Milks.
"So gone" liegt ebenfalls voll im Stil des Albums, zusätzlich baut Black hier Claps ein, die zusammen mit dem Sample gute Laune aufkommen lassen. Auch hier kann BM ganz ohne Hilfe den Track alleine, voll und ganz überzeugend, mit seinen Raps füllen. "Say something" schließt sich da gleich an, doch hier sind als Gäste der Detroiter Jungspund Nametag sowie Slim S.D.H. vertreten, der Song an sich ist jedoch weitaus langsamer und kommt sogut wie nur mit Drums und einer Pinao-Melodie aus.
Eine kleine Zwischeneinlage liefert Black Milk dann, mit dem Namen "Play the keys", die von sehr drumlastigem Piano dominiert wird und eigentlich einfach ein Instrumental ist. Doch auch dieses kurze Stück ist großes Kino, hätte man locker auf volle Tracklänge ausweiten können.
"Watch 'em" beinhaltet dann ausnahmsweise keine gehaltvollen Drums, sondern wird von weichen Claps beherrscht, auf denen u.a. Fat Ray seine Bars rappen darf. Gelungene Abwechslung. "Three+sum" ist wieder voll und ganz der Black Milk-Sound, Soul-Sample und warme Klänge, während Black über eine Dreiecksbeziehung die zu seinen Gunsten endet, rappt: "And that's what I love these days / Botch chicks wasn't afraid to go both ways / And I know it sounds unrealistic for ya / That's why I'm glad that she got it on the cam 'corder".
Ein weiterer straighter Kopfnicker wird mit "Action" ins Rennen geschickt, auf dem Black Milk Besuch von Slum Village bekommt. Auch wenn dieser Track beat-mäßig zu den schwächeren gehört, ist dieser Track doch seine vollen 4 Minuten wert. Anschließend wird mit "Luvin' it" wieder ein kurzes Instrumental eingeworfen, das in Sachen Klasse den anderen Hochkarätern dieses Albums in Nichts nachsteht. Man spürt Black Milk's Liebe zur Musik und sein Gespür für Harmonie.
Beim Anfang von "One song", auf dem ein sehr aufdringliches Sample erklingt, ist man fast versucht, diese Aussage zurückzunehmen, dann aber entpuppt sich der Rest des Songs als komplett gelungen. Doch der Knaller kommt noch mal ganz zum Schluss. Was Black Milk auf "Im out" zelebriert, ist pure Kunst. Auf keinem anderen Track gehen Sample und Beat so sehr Hand in Hand, machen so viel Laune, und das trotz der gerade mal 30 Sekunden die das Instrumental erklingt. "I should've rapped on this thing" sagt BM es selbst.
Ein letzter Hörgenuss steht in Form von "Take it there" bereit, und zusammen mit Label-Kollege One.Be.Lo wird nochmals Rap in feinster Manier serviert.
Fazit:
Black Milk wird den Anforderungen auf jeden Fall gerecht. Auch wenn man sich vielleicht mehr Beats im Stile der ersten vier hätte wünschen können, gibt es an den anderen Tracks dann doch nichts auszusetzen. Black Milk ist der neue Sound aus Detroit, und gleichzeitig der alte, da er auch ein wenig vom Sound eines J Dilla hat.
Gesamtwertung: 8.6 / 10

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