
Tracklist:
1. Xian (Intro)
2. Return Of The Renegade
3. Blow
4. Bright Lights
5. Answer feat One Be Lo
6. Game In The Mic
7. Street Knowledge feat Ali
8. Nickel & Dime feat lomos Marad
1. Xian (Intro)
2. Return Of The Renegade
3. Blow
4. Bright Lights
5. Answer feat One Be Lo
6. Game In The Mic
7. Street Knowledge feat Ali
8. Nickel & Dime feat lomos Marad
9. Ups & Downs
10. Come Up feat Ali
11. Rock Me
12. Destiny feat Rhymefest & Cuttnes Tone
13. Shabazz
14. Adrenaline Rush feat Magestik Legend
10. Come Up feat Ali
11. Rock Me
12. Destiny feat Rhymefest & Cuttnes Tone
13. Shabazz
14. Adrenaline Rush feat Magestik Legend
Release: 10. April 2007
Label: All Natural Inc.
Capital D: Das steht für Chicago-Rap auf dem höchsten Niveau, für politische Rhymes, für Story-Telling und für klassischen Sound wie ihn beispielsweise der Wu-Tang Clan in seiner goldenen Ära lieferte. Seit dem ersten Album von All Natural war klar, dass Cap D und Tone B. Nimble mehr sind, als langweiliger Underground-Sound. Auch Solo schaffte es Cap mit seinen 2 Alben "Writer's Block" und "Insomnia", Akzente zu setzen. 3 Jahre nach Teil 2 folgt nun Teil 3 seiner Trilogie, und nachdem sich Writer's Block mit Story-Telling befasste, und Insomnia vor politischer Geladenheit nur so strotzte, führt "Return Of The Renegade" den Hörer zurück in die goldenen 90er.
Cap D hat sich die Messlatte mit Insomnia sehr hoch gelegt, und macht sich auf, diese nicht zu reißen.
Das Intro, "Xian", führt den Hörer in den Sound dieses Albums ein. Kurze 20 Sekunden lang asiatische Klänge, die doch so viel mehr sagen als minutenlange Intros. Sofort ist Atmosphäre da. Und die wird den Hörer auf dem ganzen Album begleiten. Denn wie auch auf Insomnia hat Cap D hier ein sehr geschlossenes Album geliefert.
"Return of the renegade", der Titeltrack, kommt sehr langsam an, aber dank seines Hammer Beats schlägt er voll zu. "See, this is just the intro / I'm rockin at a slow and steady tempo/". Wie wahr. "Blow" ist dann gleich um Einiges explosiver, dafür auch kürzer. Starkes Teil, Yuani entfacht mit seinen Drums, Samples und Shots ein Inferno. Selbiger ist auch für den nächsten erstklassigen Banger verantwortlich, der sich "Bright lights" nennt. "It's the bright lights, big city / Chi's trife, get with me / This nice life just fit me, bright lights big city". Während Cap seine Weisheiten erzählt, fordert der Beat zum Kopfnicken auf.
Ebenfalls ein Muslim unterstützt Cap dann auf "The answer", ein Martial Arts-Massaker wie es schöner nicht sein könnte. Eingeleitet wird der Track von einem Jackie Chan-Sample, das mit einem Augenzwinkern an die klassischen Wu-Tang Tracks anlehnt. OneBeLo und Cap ergänzen sich perfekt, hier stimmt einfach alles. Was sich auch über "Game in the mic" behaupten lässt, bei dem sich tiefer Gitarren-Bass und Frauen-Chor im Beat die Hand reichen.
Doch ein weiterer Monster-Track ist schon auf dem Weg. Nach 1-minütigem Intro donnert "Street knowledge" los, Cap D's wohl beste Eigen-Produktion auf dem Album. Eiskalt läuft es einem den Rücken runter, wenn Cap D auf schmetternde Fanfaren rappt, als würde die Welt untergehen. Das natürlich nur, sofern man nicht schon von Cap D's rasiermesserscharfen Opening-Lines umgehauen wurde. "It's like chess, the renegade's back / to settle old scores and to force the fact / that when it comes down to it, clowns can't do it / I seen oppositions but I run right through it".
Cap D denkt gar nicht daran, jetzt nachzulassen, und versorgt den Hörer zusammen mit All Nat-Kollege Iomos Marad mit "Nickel & dime". "For now, yeah I do it for the nickle & dime". Iomos ist lyrisch ebenso fähig wie Cap selbst. Liefert dann noch ein J.Rawls den Beat, ist das Paket vollständig und vollkommen.
"Ready, set, go, push up!"; auf einen weitereren Traum-Beat erläutert Cap die "Ups & downs". Die Reihe der Bomben-Tracks will nicht abreißen. So auch nicht auf "The come up", in dem es natürlich um den come-up ins große Geschäft geht, und das wieder sehr treffend eingeleitet wird: "The machinery of this country... operates day in and day out... hour by hour... until this hour... to keep a nigga in his place".
Viel sagen lässt sich über "Rock me" nicht, außer dass Cap D über das andere Geschlecht, und speziell eine Person, erzählt. Yuani liefert seinen dritten, und erneut sehr feinen, Beat. Ebenfalls ein makelloses Stück ist "Destiny", von einem traumhaften Voice-Sample begleitet und mit Unterstützung von Rhymefest und Cuttness Tone. Auf ein weiteres wird hier Rap auf hohem Niveau zelebriert.
"Shabazz" ist aufgrund seiner Länge eher als Interlude anzusehen, zumal es auch noch anfangs ein weiteres Film-Zitat enthält. Bleibt also nur noch ein Track übrig, mit dem schönen Namen "Adrenaline rush" und einem Feature von Subterraneous' Own, Magestik Legend. Für die ersten 20 Sekunden herrschen hier ruhige und harmonische asiatische Klänge vor. Dann kommt der Adrenalin-Schub von 0 auf 100, wenn die Ruhe plötzlich von dem Beat zerrissen wird. Dieser Song ist nämlich alles andere als ruhig, sondern eine Bombe vor dem Herrgott, auf den nochmals ein paar göttliche Zeilen ihren Weg gefunden haben. "You work in being hard, I'm doin' hard work". Nachdem der Track nach allen Regeln der Kunst von den 2 MCs zerlegt wurde, läuft er langsam aus und verabschiedet den Hörer aus diesem Album.
Fazit:
Fazit:
Zum Einen sehr einmalige und experimentelle Tracks, die den Hörer hier erwarten, und andererseits wieder ist das Album eine in sich geschlossene Einheit. Besonderer Pluspunkt: das Album ist sehr atmosphärisch. Einziger Kritikpunkt: mit 44 Minuten Spielzeit ist es etwas kurz geraten. Stört aber nicht allzusehr, sofern ansonsten alles stimmt. Und das tut es.
Dieses Album wird sicherlich nicht jedem gefallen, doch es reicht schon, wenn man beispielsweise Gefallen an gutem Eastcoast-Sound findet, um hierin eines der besten Alben 2007 zu erkennen.
Gesamtwertung: 9.2 / 10
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