Sonntag, 21. Oktober 2007

Wisemen - Wisemen Approaching



Tracklist:
1. Introducing (No Matter How)
2. New Year Banga
3. Illness
4. Associated feat. GZA/Genius
5. Mixture Of Muhammed
6. Iconoclasts feat. Killah Priest & Vast Aire
7. Founder Of Pain
8. Blinded
9. Up There Beyond
10. Verbal Joust
11. Words From Prodigal Sunn...
12. Goblins (Tablets) feat. Planet Asia & Prodigal Sunn
13. Welcome Home feat. Gooch & Altaire
14. Honor's Promise
15. Wisemen Approaching


Release: 27. Februar 2007
Label:
Babygrande


Nachdem Bronze Nazareth mit "Wu-Tang Meets The Indie Culture" und seinem Solo-Album "The Great Migration" schon Akzente setzen konnte, stellt das Mitglied der Produzentenriege Wu-Elements der Welt nun seine Gruppe, ebenfalls aus Detroit, vor. Diese besteht aus ihm selbst, seinem Bruder Kevlaar 7, Salute und Phillie. Ihr Debut-Album nennt sich "Wisemen Approaching".

Wie schon auf allen anderen Produktionen von Bronze darf man auch hier wieder den ruhigen, sehr soul-lastigen, auf Samples, Piano und Streicher basierten Sound erwarten, der an ältere Zeiten des Wu-Tang Clans erinnert.
Und ebenso fängt das Album auch an. "No matter how" ist ein wunderschöner Track, mit traumvollem Piano, perfektem Sample, und überhaupt allem was der Fan sich erwarten kann. Bezeichnend auch Phillie's erste Line: "Introducing a Wiseman, Simba of these Pride Lands / High off damn, not only am I an artist, I'm a fan". Vor allem letzterer Satz sagt so viel darüber aus, was für Musik es hier zu hören gibt: " Rap's been wack for too long, bring that old thing back".
Neben Bronze Nazareth steuert auch Kevlaar 7 Beats zu diesem Album bei, und es bleibt nicht verborgen, dass sein Sound dem seines Bruders ähnelt. So ist der "New year banga" ebenfalls erstklassig, und auch "The illness" kann mit seinem gewöhnungsbedürftigen, doch gutem Beat, überzeugen. Rap-mäßig ist es vor allem Phillie, der mit seiner rauhen und gleichzeitig ruhigen Stimme einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann.
Für "Associated" ist prominenter Besuch in Form von GZA mit am Start, der stark wie immer den Track einläutet. Mit stark im Vordergrund stehenden Drums und verhaltenen Fanfaren im Hintergrund kann Bronze hier wieder einen exzellenten Beat zaubern.
"Mixture of Muhammad" gehört dann Kevlaar ganz alleine, zwischen eingeschnittenen Samples von Nas und Canibus verliert er sich in seinen Wortspielen. Bronze's Beat ist sicher gut, doch sackt etwas ab gegenüber dem Rest. Vollkommen vergessen ist diese Tatsache jedoch dann, wenn Killah Priest anfängt, mit seinem Flow den schwer anrollenden Beat von "Iconoclasts" plattzuwalzen, wobei Bronze hier die beste Line des Songs droppt: "Jesus asked God when I'm dropping my next tape". Auch der zweite Gast, Cannibal Ox-Mitglied Vast Aire, fügt sich gut uns Gesamtbild.
Nun scheint das Album volle Fahrt aufgenommen zu haben. "Founder of pain" schießt sich aufgrund seines hochwertigen Beats, der wiederum von einem traumhaften Sample getragen wird, unter die Top-Tracks des Albums. Die kurze Spielzeit von 2 Minute ist dabei äußerst bedauernswert.
Verschmerzt werden kann das durch das gleich folgende "Blinded", das sich langsam und sehr melodisch mit einem weiblichen Chor leise im Hintergrund langsam im Ohr des Hörers festsetzt. Nach dieser starken Produktion von Kevlaar kommt der nächste Beat von Bronze, und "Up there beyond" ist schlichtweg genial, Bronze beweist sein ganzes Können. Genau deswegen hat dieser Track seine 5 Minuten auch voll und ganz verdient.
Das nächste Masterpiece wartet bereits. Die melancholische Stimmung aus dem vorangegangenen Track wird aufgegriffen, und in "Verbal joust" in die Perfektion getrieben. In diesem geben die 2 besseren MCs, Bronze und Phillie, jeweils 2 Verses zum Besten. Und an starken Rhymes mangelt es hier ganz und garnicht: "I'm so patient, I can watch a tree die and regrow", wird von Bronze ein schöner Vergleich gezogen.
Anschließend lässt Prodigal Sunn eine kleine Weisheit ab: "A wisemen told me, that a wisemen can play the part of a fool / but a fool can never play the part of a wisemen / that's why I stay wise".
Im nachfolgenden Supertrack ist Prodigal Sunn zwar nur im Refrain zu hören, doch Verses wie der von Phillie gleichen das mehr als aus. Überrascht mag man von Planet Asia sein, der ebenfalls auf "Goblins" vertreten ist, doch auch dieser Gast fügt sich gut ein. Und Bronze droppt nach Planet's Verse ebenfalls starke Rhymes: "Yo, the scene was poetic like Hitchcock's words / Chilling enough to freeze the blood on Illinois curb".
Das Album läuft langsam seinem Ende zu, es warten nur noch 3 Tracks. Ersterer dieser 3 ist "Welcome home", bei dem man wieder einen ausgezeichneten Beat von Bronze Nazareth um die Ohren gehauen bekommt. Und falls jemand gedacht hat, hier kann nicht noch einer draufgesetzt werden, Ohren auf. "Honor's promise" geht auf Kevlaar's Kappe, und steht den besten Beats von Bronze in Nichts nach. Hier kann Kevlaar seine Kollegen auch rap-mäßig übertrumpfen, seinen höhere Stimme macht sich hier sehr gut.
Nach dieser Genialität von einem Song geht es zum letzten, dem Titeltrack "Wisemen approaching". Für diesen fährt Bronze Nazareth nochmal sein Piano auf, doch kann er nicht an das Niveau der vorigen Songs anknüpfen, womit dieser Track leicht absackt. Trotzdem noch gut, doch eine Steigerung zum Schluss hätte die Punktewertung nochmal ordentlich hochgetrieben. Schade.


Fazit:
Nicht ganz so gut wie "The Great Migration", doch auf jeden Fall ein sehr gutes Album. Für Fans ein Pflichtkauf, und auch für alle anderen wert, gehört zu werden.

Gesamtwertung: 8.8 / 10

Keine Kommentare: