Tracklist:
1. You Know My Steez
2. Robbin Hood Theory
3. Work
4. Royalty feat. K-Ci & JoJo
5. Above The Clouds feat. Inspectah Deck
6. JFK 2 Lax
7. It'z A Set Up feat. Hannibal Stax
8. Moment Of Truth
9. B.I. Vs. Friendship feat. M.O.P.
10. The Millitia feat. Big Shug & Freddie Foxxx
11. The Rep Grows Bigga
12. What I'm Here 4
13. She Knows What She Wantz
14. New York Straight Talk
15. My Advice 2 You
16. Make ´Em Pay feat. Krumbsnatcha
17. The Mall feat. G. Dep & Shiggy Sha
2. Robbin Hood Theory
3. Work
4. Royalty feat. K-Ci & JoJo
5. Above The Clouds feat. Inspectah Deck
6. JFK 2 Lax
7. It'z A Set Up feat. Hannibal Stax
8. Moment Of Truth
9. B.I. Vs. Friendship feat. M.O.P.
10. The Millitia feat. Big Shug & Freddie Foxxx
11. The Rep Grows Bigga
12. What I'm Here 4
13. She Knows What She Wantz
14. New York Straight Talk
15. My Advice 2 You
16. Make ´Em Pay feat. Krumbsnatcha
17. The Mall feat. G. Dep & Shiggy Sha
18. Betrayal feat Scarface
19. Next Time
20. In Memory Of...
19. Next Time
20. In Memory Of...
Release: 31. März 1998
Label: Virgin Records "Moment Of Truth" ist das fünfte Album des Duos Gang Starr. Dass DJ Premier und Guru eines der besten und das beständigste 1MC/1DJ-Gespann sind, müssen sie nicht mehr beweisen. Doch sie haben durchaus das Bedürfnis, der Welt einmal mehr zu zeigen, wie so ein Gespann zu funktionieren hat. Und so kommt 1998 dieses Werk auf dem Markt.
Die zu Beginn des Albums gesprochen Worte ersetzen jedes noch so lange Intro: "...The rhyme style is elevated / The style of beats is elevated / But it's still Guru and Premier". Und wie sie das sind. Was Primo einem da gleich zu Beginn in "You know my steez" vorsetzt, ist nahe an der Perfektion. So und nicht anders ist ein Kopfnicker definiert. Und wenn zu einem der besten Producer der HipHop-Geschichte noch einer der besten Flower kommt, bedarf es nicht mehr vieler Worte, sondern nur lauschender Ohren. Nicht umsonst sind erstaunlich viele Stellen dieses Songs später als Samples verwendet worden. "Cause MC's have used up extended warranties / While real MC's and DJ's are a minority". Auch der Einstieg in Verse 2 ist vom feinsten: "The beat is sinister, Primo makes you relax / I'm like the minister, when I be lacin' the wax".
"Robbin Hood theory" verfügt nur über einen durchschnittlichen Beat, dafür aber über gewohnt starke Raps von Guru. "If I wasn't kickin rhymes I'd be kickin down doors / Creatin social change and defendin the poor / The God's always been militant, and ready for war". Der Track ist jedoch zwischen den Granaten, von denen er eingeschlossen ist, leicht zu vergessen. Denn Track #3 ist das kurze und bombige "Work". Primo setzt einen seiner berühmten Piano-Loops perfekt in Szene, um die Hörer schlichtweg umzublasen. "Ayo I'm gonna be on ti-top that's all my eyes can see / Victory is mine, yeah, surprisingly / I've been laying, waiting for your next mistake / I put in work and watch my status escalate", so der Chorus, der nur noch von Lines wie "Yo I scoped it out, I took your weak dream and choked it out / Your bitch don't really got no ass, she just poked it out" übetroffen wird.
Der nächste Höhepunkt des Album schließt sich gleich an, für "Royalty" wird sehr viel Soul ausgepackt, was einerseits an dem gefühlvollen Beats Primo's liegt und andererseits an der traumhaften Hook von K-Ci & JoJo. "A lot of ladies out there, be lookin lovely / But they don't got no control of the their life, inside they're ugly", um nur eine von viele Weisheiten dieses Meisterwerks zu zitieren. Die Überleitung zum nächsten Track gibt ein Interlude am Ende des Tracks, in dem DJ Premier ein paar Worte zur Situation im Rapgame verliert. "Yo, everybody's callin' me; my lawyer, everybody on this: "Yo, did you scratch such and suchs' name or this that n the third on the record for a hook?" Y'all keep calling me on that shit man; And y'all is supposed to be hip-hoppers and all that n' let the industry control the rules of tha hip-hop world, that we made?"
"And on that note, let's get back to the program!". Und das Programm hat einiges zu bieten. "Above the clouds" ist ein weiteres Unikat eines genialen Primo-Beats. Mindestens ebenso genial ist der Gast-Auftritt des Rebel INS. Wie auf den frühren Wu-Tang Releases legt er hier einen Part hin, der es in sich hat. "Yeah; I leave scientists mentally scarred, triple extra large / Wild like Rock stars who smash guitars / Poison bars from the Gods bust holes in your mirage / Catch a charge, shake 'em down like the riot squad / And they deserve ruin like ancient Rome / I span the universe and return to Earth to claim my throne / The maker, owner, plus soul controller / Ayatollah rest in the sky, the cloud's my sofa".
Darauf folgt ein unauffälligerer, ruhiger Song, namens "JFK 2 LAX", wobei man die lyrische Brisanz jedoch nicht vergessen sollte. "The next thing you know, they got me on the radio / A rapper arrested, suckers showin me on video / Of course I know, that I'm a role model / But yo this Rap life is real life, sometimes it's full throttle". Der Beat zu "It'z a set up" rollt souverän heran, neben Guru steht hier noch Hannibal Stax mit am Mic. Es folgt ein, wie schon bei "Royalty", äußerst gefühlvoller Song, der Titelsong "Moment of truth" kann mit einem vollkommenen Beat Primo's aufwarten. Guru's Stimme hat selten so gut zu Primo gepasst wie hier. "Yo, I got one lyric pointed at your head for start / Another one, is pointed at your weak ass heart / Now if I pull the trigger, on these fully loaded lines / You're gonna wish I woulda pulled a black nine, I mack dimes".
Für "B.I. Vs. friendship" wird von Primo ein, den Schreihälsen Lil Fame und Billy Danze gerechtwerdender, Beat aufgefahren, auf dem klargestellt wird: "It's like, a friendship, and a business partnership. And, we have to always be concious of the difference between em. Because you know, some things can happen, that'll ruin one or the other", so Guru zu Beginn des Tracks. Das ganze auf Primo's charakteristische Drums lässt sich nur als Hörgenuss beschreiben.
Doch der eigentlich Kracher kommt erst im Anschluss. "The militia". Nie war ein Primo-Beat besser, nie waren die Scratches so exakt und passend gesetzt wie zu Beginn dieses Monster-Tracks, dem nur die Drums eines DJ Premier den richtigen Nachdruck verleihen können. Das einzige, was es heir auszusetzen gibt, ist, dass Guru's Stimme, vergleichen mit Shug's tiefen Battle-Rhymes oder Freddie Foxxx's gebellten Raps, viel zu friedlich klingt. Trotzdem ganz klar bester Track des Albums. "If heads only knew how I felt about the Rap game / They'd relocate, and change their fuckin name", so Shug's klare Ansage.
Für "The rep grows bigga" cuttet sich Primo den Chorus ganz mit Samples zusammen, während er im Beat sein Piano auf fantastische Art und Weise in den Rhythmus mit einbaut. Guru spricht derweil mit einer imaginären Person, die, stellvertretend für jede beliebige Mainstream-HipHop-Figur , einen Rapper darstellt, dem der Fame zu Kopf gestiegen ist. Großartig, in welche Wortspiele Guru das heute immer noch sehr relevante Thema flechtet. "Your fame has gotten larger than your life / You've got a harem of bitches and killer niggaz that's hype / They got your back, but you so fly you don't need em / You shit what you're eatin so you don't peep the proceedings".
Die nächste Bombe eines Beats wartet in "What I'm here 4". Unerreichbar, wie Primo das Piano in seine Beats einbaut. "A lot of shit has happened, since I started rappin / There's been enough beef, and enough gat clappin"; Guru kann auch hier wieder einprägsame Weisheiten droppen. "Peace to the young ladies, who wanna bone me much / And peace to my nigga Premier, with the golden touch / I never fall off point, like DeNiro in Casino". Den meisten anderen Rappern würde man diese Aussage als Übertreibung durchgehen lassen, doch Guru kann man getrost glauben, wenn er Behauptungen wie diese aufstellt.
Mit "She knowz what she wantz" wird wieder ein ruhiger Track geboten, sowohl die Atmosphäre des Beats als auch Guru's Rap haben etwas unheimlich entspannendes. Die Chorus-Line, "She knowz what she wantz, and just how to get it", sagt mehr als genug über das Thema dieses Tracks aus. Anschließend gibt es wieder einen astreinen Kopfnicker, "New York straight talk", dem das entspannte "My advice 2 you" folgt. Einen nahezu melancholischen Track gibt es mit "Make 'em pay", für das Premier eine wunderbare Atmosphäre kreiert, zu der ein Krumbsnatcha jedoch fast schon zu gefühllos rappt. Trotzdem ein weiteres Meisterstück.
Nun nehmen Gang Starr, G. Dep und Shiggy Sha den Hörer mit auf einen Shopping-Trip in "The mall", auf einen starken Beat gibt es Rhymes wie: "At the mall, I'm baggin up much more than gear / Victoria, be whisperin mad Secrets in my ear / She wanted me to knock her in the back of Foot Locker / I chuckled as she kicked more game than soccer". Das Album wirft jetzt noch einen weiteren relaxten Track ein, zusammen mit Scarface wird in "Betrayal" eben über den Titel, Verrat, gerappt. Die zweite Hälfte des Albums mag zwar alles in allem weniger richtige Kracher aufweisen, doch macht es einfach Spaß, die Harmonie dieses Duos zu hören. Wie zum Beispiel in "Next time". Dass der Beat einwandfrei ist versteht sich von selbst, und auch Guru zeigt sich immer noch in Bestform. "You thought you brought your best lines but they couldn't touch mine / I rocked you in your knot hope you have better luck next time", so der Chorus. Abschließend gibt es noch einen RIP-Track, zwischen Guru's Raps zählt Primo diverse Namen auf, während immer wieder ein "Rest in peace"-Sample eingespielt wird. Perfekter Abschluss.
Fazit:
Man möchte meinen, bei 20 Tracks verstecken sich mindestens 5 Interludes. Doch nein, Gang Starr ziehen hier 20 volle Tracks lang ihr Ding durch, und auch wenn das manchem Hörer zu lang sein mag, kann man hier keine schlechten Nummern finden. Zu diesem Zeitpunkt war Premier wohl auf seinem Zenit, denn auch wenn er auch knappe 10 Jahre später noch immer für einen Banger zu haben ist, war damals sein Sound der Sound der Zeit, was auch diesen Klassiker erklärt.
Gesamtwertung: 9.4 / 10

1 Kommentar:
Hut ab und respekt!
Danke für diesen Beitrag
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