Montag, 22. Oktober 2007

Common - Finding Forever



Tracklist:
01. Intro
02. Start The Show
03. The People
04. Drivin' Me Wild (Feat. Lily Allen)
05. I Want You (Feat. Will.I.Am)
06. Southside (Feat. Kanye West)
07. The Game
08. Black Maybe (Feat. Bilal)
09. So Far To Go (Feat. D'Angelo)
10. Break My Heart
11. Misunderstood
12. Forever Begins

Release: 31. Juli 2007
Label:
Universal



Hier also der Nachfolger zu "Be", und es lasten ja große Erwartungen auf ihm. Das Cover ist mal was anderes, und das nicht im negativen Sinne. Haupt-Producer ist immer noch Kanye West, J Dilla hat aber leider statt drei nur noch einen einen Beat beigesteuert (bevor er starb) und dafür ist z.B. Will.I.Am mit an Bord. Alles in Allem sieht das aber sehr nach einer Kopie von "Be" aus.

Das Intro ist diesmal nur ein Instrumental, jedoch harmonisch, und nahtlos den ersten Track "Start the show", einleitend. Trägt eindeutig die Handschrift von Kanye West, dieser Beat. Alles in allem sehr gelungen. Gleich darauf folgt die erste Single, "The people", die viele wohl schon kennen, und das Ding ist auch ein richtiger Kracher. Nur wo "Be" jetzt einfach munter und genial weiter gemacht hat, sackt hier das Album etwas ab. "Drivin' me wild" ist zwar nett, jedoch eigentlich etwas zu nett. Dass der Track mit Will.I.Am zu nem Problem werden könnte war von Anfang an klar, ein ungelöstes Rätsel warum dieser Vogel neuerdings überall als Feature zu finden ist, da macht er bald Akon oder T-Pain Konkurrenz. Auf jeden Fall ist "I want you" höchstens "ganz gut", und zieht das Niveau auf diesem Album eher hinab.
Aber es ist hier Kanye, der den Vogel abschießt. Sein einziges (Rap-)Feature hätte auch ganz normal sein können, aber stattdessen kreischt er wie ein Teenie im Stimmbruch. Das ist beim ersten mal Hören schlimm, und ist auch nach dem zehnten Mal immer noch ein großer Störfaktor, der einem den Genuss von "Southside" leicht verdirbt. Ein Glück dass es mit "The game" wieder dahin geht wo das ganze Album sein sollte. Scratches von Premier, ein Beat wie man ihn sich wünscht und endlich mal wieder etwas andres als dieses ganze verträumte Zeug. Eine schöne Abwechslung. Auch der nächste Track kommt dank wundervollen Samples und einem Klasse Beat von Kanye sehr gut an. Auch wenn das Ganze noch besser gewesen wäre, hätte es nach 3 Minuten Spielzeit geendet, so wirkt die zweite Hälfte des Songs leicht überflüssig. "So far to go" ist dann Dilla's Beitrag. Nur ein durchschnittlicher Dilla-Beat, der Track an sich ist aber sicher ordentlich geworden, auch D'Angelo fügt sich gut ein. Desweiteren wäre da noch "Break my heart", auf dem das Sample (Kanye, der Sample-Weltmeister...) etwas überreizt wird, das aber doch gut ins Gesamtbild passt. Als vorletzten Track serviert Common dann Hörgenuss namens "Misunderstood", bei dem wieder ein Sample (Nina Simone - Don't let me be misunderstood) die Lorbeeren einholt. Sehr atmosphärischer Track, zu dem Common perfekt dazupasst; sicherlich ein Höhepunkt auf dem Album. Ein sehr langer Ausstiegstrack, mit positiver Message, bei dem am Schluss nur noch geredet wird? Déjà-vu, das Ding erinnert vom Aufbau her sehr an "Its your world". Doch solange "Forever begins" so gut gelungen ist, stört das auch nicht weiter. Das wars auch schon wieder, wie schon "Be" ist "Finding Forever" (mit 12 Tracks) kurz gehalten.


Fazit:
Ein bisschen zu viel "Be"-Kopie. Allerdings mit ein paar schwächeren Tracks. Es ist immer schwer, den Standard eines Klasse-Albums zu halten. Hat Common nicht ganz geschafft. Aber "Finding Forever" ist immer noch ein gutes Album, es war Schlimmeres zu erwarten. Kann man sich ohne Bedenken reinziehen...

Gesamtwertung: 8.0 / 10

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