
Tracklist:
01 Bacdafucup
02 Bichasniguz
03 Throw Ya Gunz
04 Here 'N' Now
05 Bust Dat Ass
06 Atak of da Bal-Hedz
07 Da Mad Face Invasion
08 Blac Vagina Finda
09 Da Bounca Nigga
10 Nigga Bridges
11Onyx Is Here
12 Slam
13 Stik 'N' Muve
14 Bichasbootleguz
15 Shifftee
16 Phat ('N' All Dat)
17 Da Nex Niguz
18 Getdafucout
01 Bacdafucup
02 Bichasniguz
03 Throw Ya Gunz
04 Here 'N' Now
05 Bust Dat Ass
06 Atak of da Bal-Hedz
07 Da Mad Face Invasion
08 Blac Vagina Finda
09 Da Bounca Nigga
10 Nigga Bridges
11Onyx Is Here
12 Slam
13 Stik 'N' Muve
14 Bichasbootleguz
15 Shifftee
16 Phat ('N' All Dat)
17 Da Nex Niguz
18 Getdafucout
Release: 1993
Label: Def Jam
Im Jahr 1993 wird das Spektrum des Hip Hop um Onyx erweitert. Entdeckt wurden Sticky Fingaz, Fredro Starr, Suavé a.k.a. Sonee Seeza a.k.a. Sonsee und Big DS (R.I.P.) alias Onyx von Jam Master Jay persönlich und sie kommen auf dem Def Jam-Label unter. Mit "Bacdafucup" veröffentlichen sie ein Album mit ihrem perönslichen Style, den is so in noch keinster Weise gegeben hat. Dieser zeichnet sich durch die starke Relation zum Hardcore-Rap aus, gemischt mit den heiseren Stimmen der MCs, die wie von Sinnen ins Mic grölen, schreien und brüllen.
"Move back motherfuckas, the Onyx is here - BACDAFUCUP!". Geschichtsträchtige Worte leiten dieses Album ein, das Intro besteht nicht aus mehr als diesem Satz in leichten Variationen. Trotzdem ist eben das Intro, "Bacdafucup", ein Klassiker für sich, er spricht dem Album aus der Seele. Auf eher simpelen Beat steht der gebrüllte Aufruf für die Mentalität von Sticky und Co. Dieser Stil wird außerdem auf dem Cover durch komplett schwarze Kleidung und Timberland Boots noch unterstrichen.
Knallharte Aussagen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album. "Ain't nothin worse than a bichasnigga! / That's the WORD up, you get HURT up!" bekommt man auf "Bichasniguz" zu hören. Über den Beat von Chyskillz und JMJ, die für den Großteil der Produktion des Albums verantwortlich sind, wird erstmal gezeigt, wie die Philosophie von Onyx funktioniert. Zwischen die ausgezeichnet gerappten Verses mischen sich Parolen im Sinne der zitierten Line.
"Take 'em out, take em out, bring 'em out dead / Shine 'em up, shine 'em up, shine the bald head / One gun, two gun, three gun, four / You're, mine, it's all about crime / ONYX!". Diese Einleitung an sich macht "Throw ya gunz" schon zu einem Klassiker, ganz zu schweigen vom übermäßigen Refrain oder Sticky's Part, der sich wie von Sinnen gebärdet und sein Stimmorgan in ungeahnter Weise beansprucht.
Das Album fährt fort mit "Here 'n' now", das wohl zu den weniger markanten Stücken gehört, trotzdem aber perfekt ins Album passt. Hier schafft es Suavé neben Sticky, die beste Show zu liefern. Wieder ein Mitgröl-Refrain und schon krankhaft rauhe Raps. Sprich, ein traumhafter Song.
Anschließend gibt es den ersten von mehreren Skits, dieser besteht nur aus dem Titel, "Bust das ass", der über trockene Drums einer Crowd zugerufen wird, die natürlich genau so laut zurückbrüllt. Wer Angst vor Glatzköpfen hat, sollte jetzt das Weite suchen, denn es folgt die "Atak of da bal-hedz", mit geradezu grauenvollem Slang-Englisch im Titel, das jedoch jeden Song dieses Albums auszeichnet. Nächster Skit, "Da mad face invasion", spielt auf das Logo, eben jenes Mad-Face, welches Sticky Fingaz im Inlay ganz nebenbei selbst zur Perfektion treibt, an. Inhaltlich spielt sich hier nicht mehr als "Comin thru, comin' thru, it's da mad face invasion!", ab, doch der Unterhaltungswert liegt wie auf dem Rest des Albums extrem hoch.
Wovon "Blac vagina finda" handelt, sollte kein Rätsel sein. "I'm the motherfucker fuckin somebody daughter / Go downstairs shake hands with her father", um mal eine der jugendfreiesten Stellen des Songs zu zitieren. Die gelungene Produktion unterstützt die sehr unterhaltsamen Raps. Nach "Da bounca nigga", folgt der nächste Track, "Nigga bridges". Dieser hebt sich durch ein Saxophon im Beat etwas vom Rest des Albums ab, passt aber im Endeffekt doch wieder perfekt, denn dank der Raps der vier und des gewöhnten Mitbrüll-Refrains ist hier volles Onyx-Feeling garantiert.
"Onyx is here" bedient sich des Beats aus dem Intro, um ihn auf volle Tracklänge auszuwälzen. Und dies zurecht, denn auch dieses Stück liegt voll im Konzept. Anschließend folgt Onyx' Welthit und wohl auch zurecht bester Track des Albums. "Slam" ist die Perfektion des Sounds auf diesem Album, auch wenn der Beat nicht der härteste oder die Lyrics nicht die verrücktesten sind, besticht "Slam" durch seinen einprägsamen, mitreißenden, und perfekt in Umgebung vieler Onyx-Fans zum Mitbrüllen geeigneten Refrain. "SLAM! Duh-duh-duh, duh-duh-duh, let the boys be boys!" ist nicht weniger als ein Klassiker.
"Stik 'n' muve" wirkt durch seine Trompete im Beat fast positiv, auch die Raps werden hier nicht so gepresst rauh vorgetragen. Doch Onyx beweisen, dass sie auch so voll überzeugen können, gehört dieser Track doch zu den besten des Albums. Nach dem Skit "Bichasbootleguz" gibt es "Shifftee", welches sich wieder voll und ganz "low down, gritty and grimey" zeigt. "Phat ('n' all dat)" kann dank eines weiteren Bomben-Refrains überzeugen, natürlich immer begleitet von Lines wie: "They never shoulda let me get my boot in the door / And if you think that's a bluff, then you got me all wrong, son" (Sticky).
Letzter voller Track ist "Da nex niguz", definitiv nochmals ein Highlight zum Schluss. Und auf die Art, auf welche Fredro schildert, wie er seine Freundin bei unredlichen Dingen erwischt, ist es definitiv wert, hier geschrieben zu werden: "She wasn't in her room, where could she be? / Wait a cotton-pickin minute, I hear the TV / I slid to the den, what did I see? / I seen a nigga hairy stink ass / and my girl on her knees / She was suckin the nex niguh dick". Diesem Höhepunkt folgt noch ein Outro, welches sehr geschmackvoll mit "Turn that fucking shit off" beendet wird.
Fazit:
Einmaliges Teil, das Onyx hier ihr Debut-Album nennen können. Es mag heutzutage nicht mehr jedem liegen, doch wer diesen Sound auch nur halbwegs mag, kann diesem Album sicher etwas abgewinnen. Durch einmalige Raps, solides Beat-Gerüst, und harte bis kranke Texte und seinen besonderen Status zur Zeit seiner Veröffentlichung ist dieses Album zurecht eines von The Source's 100 besten Rap-Alben. In diesem Sinne: Gut gebrüllt, Onyx!
Gesamtwertung: 9.0 / 10
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