Tracklist:
01 Yes, Yes, Y'all...
02 We Do It
03 Funky Dividends
01 Yes, Yes, Y'all...
02 We Do It
03 Funky Dividends
04 ConfusionUnion
05 Fa La La
06 Ms. O'Ginny
07 Fatherless Child (Blues PSA)
08 Love Jawns
09 Kid Fresh Interlude
10 Cassette Tapes & Roller Skates
11 Yoof Rally
12 We Do It (Radio Edit)
05 Fa La La
06 Ms. O'Ginny
07 Fatherless Child (Blues PSA)
08 Love Jawns
09 Kid Fresh Interlude
10 Cassette Tapes & Roller Skates
11 Yoof Rally
12 We Do It (Radio Edit)
Release: 14. März 2006
Label: Rhymes Elect
Label: Rhymes Elect
Verses, ursprünglich aus Cincinnatti und jetzt ansässig in Maryland, wächst als einer von vielen mit dem HipHop der 80er und 90er auf. Als der gläubige Christ im neuen Jahrtausend sieht, wie die Liebe zum HipHop zerbröckelt, und an deren Stelle Geldgier und aussagelose Party-Tracks treten, beschließt er, selbst das Mic in die Hand zu nehmen bzw. ein Album zu veröffentlichen. 2006 ist es soweit, "Listening Session" kommt auf den Markt.
Verses legt dieses Album unter einem sehr entspannten Konzept an. So ertönt schon "Yes yes y'all" mit gezupften Bässen, einem Glockenspiel, weichen Drums und einem ebenso weichen weiblichen Chorus extrem relaxed. "Yes yes y'all, to the beat y'all "...
Fast schon verträumt wird die Platte mit "We do it", bei dem Tony Stone den Hörer in die bequemste Couch des Beat-Himmels drückt. Währenddessen erklärt Verses, wofür er rappt: "We do it for them kids in school / Who growin up, thinking it's cool / To have beef with them teachers cause they saw Ja Rule havin beef with 50 on wax. Natürlich rappt er auch für die Liebe und letztendlich für Gott, denn dieses Album ist durch seine Motivation, seinen christlichen Glauben, begründet. Natürlich werden hier andersgläubige leicht abgeschreckt sein, doch dafür gibt es keinen Grund, denn Verses benutzt hauptsächlich nur die moralischen, durchaus guten, Grundsätze des Glaubens und versucht sie seinen Hörern näherzubringen (Nach dem Motto: "Taking the Gospel to the streets").
Beat-technische Vielfältigkeit beweist Tony Stone mit "Funky dividends", ebenfalls einem der besten Tracks des Albums. Der Sound wechselt zwischen trockenen Drums mit E-Gitarre zu Flötenklängen im Refrain. Dazu gibt es von Verses eine extrem lustig gestaltete Klage über Geld, von dem nie genug da ist. Der nächste Höhepunkt klopft an die Tür, und nennt sich "Confusionunion", wobei man Verses wieder einen Pluspunkt für den genialen Titel zuschreiben muss. "Fa la la" überrascht mit fast schon orientalischen Tönen, was an der Wahl der Instrumente liegt.
Verses setzt auch auf dem Rest des Albums seinen Sound weiter fort, ohne dabei jemals seine Gelassenheit zu verlieren. Diese wird durch seine leicht hohe, klare Stimme, noch unterstrichen. Und solange die Beats den Hörer zum entspannten Kofnicken treiben, wie bei "Ms O'Ginny" der Fall, gibt es rein garnichts auszusetzen. Auch "Fatherless child (Blues PSA)", das einen etwas hektischeren Ton anschlägt und zudem von Voice-Sample unterstützt wird, ist ebenso fein wie das ruhige "Love jawns", in dem Verses seine Ansichten zu Beziehungen aufzeigt. "Side by side, hand in hand, I'll be ya man / That's love in god's plan".
Dank eines weiteren starken Beats wird "Kid fresh" keinsfalls langweilig, auch wenn es ein Interlude ist und eben diese Spielzeit besizt. Mit einer schönen Aussage kann anschließend "Cassette tapes and roller tapes" aufwarten, die von einem sehr angenehm in die Gehörgänge schallenden Beat begleitet wird. "There was a time, when we rocked rhymes that mattered".
Einziger Aussetzer, den sich Verses leistet, ist "Yoof rally", das den Hörer einer altbekannten Meldoie und nervigem Refrain aussetzt. Dank des passablen Beats und des guten Texts geht aber auch das hier grade noch durch. Damit wäre das Album auch schon bei seinem Ende, es folgt noch ein Radio Edit von "We do it".
Fazit:
Eine gute Entscheidung von Verses, ein Album zu veröffentlichen. Talent hat der Mann genug, eine angenehme Stimme und mit Tony Stone einen fähigen Producer. Der Sound stimmt auch, und so bietet Verses mit "Listening Session" eine willkommene Abwechslung im durchwachsenen Rap-Jahr 2006, in dem Pop-Rap die Hip Hop Welt regiert.
Gesamtwertung: 7.6 / 10

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