Tracklist:
1. Intro
2. As Sick As It Gets
3. Shootin' The Breeze
4. Bring Back The Raw Hiphop feat. Q-Unique & Ill Bill
2. As Sick As It Gets
3. Shootin' The Breeze
4. Bring Back The Raw Hiphop feat. Q-Unique & Ill Bill
5. Zoom In feat. Invocator
6. Really Really
7. Never Say Never At All feat. Slaine
6. Really Really
7. Never Say Never At All feat. Slaine
8. Cycle feat. Dialek
9. They Don't Know feat. Punchline & HAPH
10. The Brain Wash feat. Capione
11. Expression Of Words feat. A-Quil
11. Expression Of Words feat. A-Quil
12. Room Of The Past
Release: 9. Oktober 2007
Label: Not On Label Sicknature stammt aus Dänemark und wirft mit "Honey I'm Home" sein erstes Album auf den Markt, auf dem er sowohl alle Tracks produziert, als auch selbst das Mic in die Hand nimmt. Hip Hop-Heads dürfte der Mann höchstens von diversen Produktionen mit Ill Bill, beispielsweise auf dessen Black Metal Album, oder dem Army Of The Pharaohs Sophomore Release, bekannt sein. Doch sein geringer Bekanntheitsgrad sollte nicht abschreckend wirken, steht dieses Album doch unter dem Motto: Bring back the raw Hip Hop.
Im kurzen Intro wird auch genau dieses Motto gepredigt. "With the world being nearly as sick as is gets, reflectin its illness to people in it; it can be hard to know who is truthful and who is just shootin' the breeze. Some use the sickness to stand out, and instead of following the system, they bring back the raw Hip Hop". Und so beginnt Sicknature dann auch sein Album. Pompös schiebt sich das massige "As sick as it gets" dem Hörer entgegen. Sicknature mag zwar kein herausragender Rapper sein, doch er erweist sich seinen Produktionen als mindestens würdig, kann er doch auf ein größeres Reim-Talent als so mancher US-Rapper stolz sein.
Gemäß einer Treppe steigert sich das Album jetzt erst mal, "Shootin' the breeze" kann dank dem Charme, den das Sample verbreitet, sofort begeistern. Das entspricht voll und ganz dem angekündigten guten HipHop. Doch für das, was Sicknature dann aus seiner Wunderkiste, zieht, sollte man sich fest in seinen Sitz schnallen. Der tragende Song des Albums, "Bring back the raw Hip Hop" ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Monstrum. Dramatische Streicher entfachen einen Sturm aus Schallwellen, der smätliche Gehörgänge, die in seinen Einzugsbereich kommen, niedermäht. Und dazu lädt sich Sicknature zwei der feinsten Underground-Spitter aus dem Rotten Apple ein. Arsonist Q-Unique und Ill Bill. Und vor allem ersterer haut einen phänomenalen Part hin. "My identity is decorated with Rock Steady credentials, Zulu infinity lessons, droppin' heavy essentials / I was born and raised on the pioneers, while the Old School for some doesn't stretch for five years / Truly the last of a dying breed, the Messiah of Hip Hop, comin' to save those who cry in need / Hip Hop needs me, like I need a gun in my waist, like George Bush needs to get punshed in his face". Bombastisches Stück.
Leider bekommt man anschließend zu spüren, dass Sicknature zu viel mit Ill Bill abhängt, "Zoom" ist ein schwerverdaulicher Metal-Track, dem Hip Hop Fans wohl nicht viel abgewinnen können. Glücklicherweise bleibt dieser Track aber allein auf diesem Album, der Rest belässt es bei richtigem Rap. Da wäre zum Beispiel das durchschnittliche "Really really", das man sich als Verschmerzung des vorangegangenen Tracks sehr gut anhören kann. Sofern Sicknature dann jedoch namenhafte Gäste featured, steigert sich auch seine Musik. Auf "Never say never at all" gibt es Slaine, sowohl bekannt aus dem Boston-Trio Special Teamz als auch aus Ill Bill's La Coka Nostra-Truppe, zu hören. Der solide Beat wird im Refrain mit Fanfaren und Streichern wieder sehr gekonnt in Sicknature's "Raw Hip Hop"-Ecke gelenkt.
Nächste Nummer ist nichts übermäßiges, doch solider Boom Bap ist "Cycle" allemal. Weitaus besser ist dann ein mit Voice-Sample versehenes "They don't know", bei dem auch wieder bekannter Besuch in Person von Punchline und Half Dead (von den Ranjahz) zugegen ist. Richtig melodische Kost bekommt man auf "The brain wash", in dem sich zu schweren Drums weibliche Chor-Gesänge mit einer Geigen-Melodie vereinen, zu der es neben Sicknature noch den ebenfalls Kopenhagen-stämmigen Capione zu hören gibt, welcher eine gute Figur macht.
Für "Expressions of words" packt Sicknature sein Piano aus, während A-Quil auf die schwermütige Stimmung philosophiert. "Let's take a break from the club music, and concentrate on the world our words influenced". Der letzte Track schließlich hört sich, sofern man das bei seinen wenigen Erzeugnissen behaupten kann, sehr typisch nach Sicknature an (Eine gewissen Ähnlichkeit zu "Soldiers of fortune" vom Black Metal Album ist nicht zu leugnen). Doch das ist nicht negativ zu sehen, "Room of the past" bildet einen gelungenen Abschluss.
Fazit:
Ein Über-Track, 2-3 Kracher, und bis auf einen Aussetzer ein solider Grundbau, das ist die Bilanz von Sicknature's Debut. Sicherlich kein "underrated classic", doch eine sehr starke Vorstellung, die er der Rap-Welt mit "Honey I'm Home" bietet. macht ganz eindeutig Hunger auf mehr.
Gesamtwertung: 7.3 / 10

1 Kommentar:
hm. love this thread :))
Kommentar veröffentlichen