Tracklist:
1. Ain't No Click - feat. Tony Yayo
2. Playboy - feat. DJ Whoo Kid
3. Warrior
4. On Fire
5. I Get High - feat. 50 Cent & Snoop Dogg
6. I'm So Fly
7. Work Magic - feat. Young Buck
3. Warrior
4. On Fire
5. I Get High - feat. 50 Cent & Snoop Dogg
6. I'm So Fly
7. Work Magic - feat. Young Buck
8. If You So Gangsta - feat. May
9. Warrior Part 2 - feat. Eminem, 50 Cent & Nate Dogg
10. Karma - feat. Avant
10. Karma - feat. Avant
11. When The Chips Are Down - feat. The Game
12. Til The End
13. Die One Day
14. South Side Story
12. Til The End
13. Die One Day
14. South Side Story
Release: 29. Juni 2004
Label: Interscope 2004 war die Zeit in der bei der G-Unit noch alles in Ordnung war. Man hatte noch nicht Beef mit der halben Rap-Welt und neben 50 Cent war als einziges Release ein Gruppen-Album der Unit selbst, "Beg For Mercy", veröffentlicht worden. Mit Lloyd Banks darf dann das erste Member neben Fitty ein Solo-Album veröffentlichen, welches der Mann aus South Suicide Queens "The Hunger For More" nennt.
Das Album startet mit einem Beat von Mobb Deep's Havoc, und der hat es gleichmal in sich. Zudem wird Tony Yayo mit seinen Rufen im Hintergrund fast zu einem Teil des Beats, und, man staunt nicht schlecht, sein eigener Part is ebenfalls erste Sahne. "Ain't no click" ist zusammegefasst der perfekte Opener für dieses Album. Während Lloyd Banks in immergleicher Stimmlage seine nicht unbedingt besonderen Bars herunterbetet, sind es vor allem die Beats, die bei folgenden Songs die Show retten. Egal ob es das kantige "Playboy" oder das viel weichere "Warrior" ist, die Beats sind einwandfreie Kopfnicker, und da Banks auch recht gut in dieses Intervall passt, bleiben die Refrains ebenso wie einzelne Text-Ausschnitte hängen.
Erste Single, "On fire", ist ein Club-Track in bester G-Unit-Manier. Hi-Tek hat "I get high" zusammengeschraubt, das zusaätzlich noch 50 Cent und Snoop Dogg featured. Trotz dieser großen Namen bleibt der Track doch hinter den vorangegangenen zurück, sowhol der Beat als auch 50 Cent's leicht verschlafener Chorus wirken nicht erstklassig. Erfreulich, dass sich Timbaland mit "I'm so fly" in Bestform zeigt, und er Lloyd Banks einen perfekten Beat zimmert, der alles in allem nur als chillig zu beschreiben ist und auch Lyrics wie "I'm so fly, I got money / So that's a good enough reason to buy the things I buy" verzeiht.
Scram Jones ist der nächste namenhafte Prdouzent, er steuert das weitaus düsterer anrollende "Work magic" bei. Dank eines ausgezeichneten Refrains und dem Auftritt eines hungrigen Young Bucks kann man sich auch dieses Stück gut antun. Auffälig und auch gut für das Album ist die Tatsache, dass Banks mit seinen Features im lokalen Kreis bleibt. Egal ob es Dre's Buddies wie Nate oder Snoop sind oder die G-Unit selbst, man verzichtet auf zu viele verschiedene Einflüsse (zumindest bei den Raps). Mit G-Unit-Hausproduzent Sha Money XL und einem weiteren Kracher geht es weiter, "If you so gangsta" bietet nicht nur dem G-Unit-Fan anhaltende Unterhaltung.
Mit "Warrior pt. 2" steuert Eminem dem Ganzen seinen ersten Beat bei, der sogar als voll gelungen zu bezeichnen ist. Die zweite Single-Auskopplung nennt sich "Karma" und geht in die Richtung von "I'm so fly", ebenfalls sehr relaxed und zusätzlich mit einer passenden Hook von Avant. Die anschließenden 2 Songs mögen beim ersten Mal hören eher unscheinbar klingen, doch haben das Sample-getragene "When the chips are down" mit einem damals noch recht unbekannten The Game, ebenso wie das ruhige und ernste "Til' the end" durchaus ihre Qualitäten.
Zum Ende hin steigert sich Lloyd Banks nochmals, nach dem nichtmals oberflächlichen Inhalt von "Til the end" droppt er auf einen großartigen Beat in "Die one day" ein paar Weisheiten, die er dann in "South Side story" fortsetzt. "I done learned from mistakes, like who's my man, and who's not / Like who's gon' run and who's not / Like who’s gon' shoot if you shot", bekommt man auf einen weiteren exzellenten Beat zu hören.
Fazit:
...da war noch alles gut. Man mag es heutzutage kaum glauben, doch dieses Album ist ein mehr als ordentliches Stück Musik geworden. Auch wenn Lloyd Banks nicht der beste oder vielseitigste MC ist, hat er bei der Wahl seiner Beats alles richtig gemacht. Hier gibt es keine R&B-Kissenschlachten in Candy-shops, hier wird auch nicht mit Justin Timberlake gefeiert. Hier gibt es das, was die G-Unit heute nicht mehr kann: Street-Sound, mit einen Abstecher in den Club und ab und zu etwas aus der chilligen Ecke. Der Hunger auf mehr wurde geweckt (Leider ist alles, was die G-Unit im Jahre 2007 weckt, Brechreiz).
Gesamtwertung: 7.8 / 10

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