Tracklist:
01. Whatcha' Got
02. Lookin' At Me Sideways
03. Truth Is
04. Puzzle
05. Pedigree
06. Freedom Ain't Free
07. Letter From The Government
08. Here
09. Listen Up!
10. Take Me Home
11. Uncle Sam Goddamn
12. Walkin' Away
13. Farheem
14. Ear to Ear
Release: 10. April 2007
Label: Rhymesayers
01. Whatcha' Got
02. Lookin' At Me Sideways
03. Truth Is
04. Puzzle
05. Pedigree
06. Freedom Ain't Free
07. Letter From The Government
08. Here
09. Listen Up!
10. Take Me Home
11. Uncle Sam Goddamn
12. Walkin' Away
13. Farheem
14. Ear to Ear
Release: 10. April 2007
Label: Rhymesayers
Brother Ali ist wohnhaft in Minneapolis, Aushängeschild des Rhymesayer-Labels, Albino-Rapper, Moslem und vor allem ein außergewöhnliches Talent. Nachdem er mit seinem Debut "Shadows On The Sun" die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zog, kommt 4 Jahre später sein Nachfolger, "The Undisputed Truth".
Sämtliche Beats stammen von Rhymesayers-Mitbegründer und Atmosphere-Mitglied ANT. Dies stellt einerseits sicher, dass der Sound heir einheitlich ist, kann andererseits aber auch Langeweile bedeuten.
Brother Ali fängt sein Album mit "Whatcha got" an, einem Wake-up-Song der Extra-Klasse. Auf diesen starken Beat kann BA seine stimmlichen Fähigkeiten voll auspacken, hat er doch eine der kräftigsten und ansprechendsten Stimmen im ganzen Rap-Game. "The champion is back with his man again /Crack the book open and fill another chapter in /And we just wont stop / Come alive rhymesayer, give me what you got / Rhaahh!". Mehr Power geht nicht.
Der Beat von "Lookin at me sideways" ist ein locker-leichter Kopfnicker, auf dem Ali mit ebensoviel Nachdruck seine Raps hinterlässt. Es ist schlicht und einfach ein Genuss, dieser harmonischen Stimme zuzuhören. Unnötig zu erwähnen, dass die Lead-Single, "Truth is", alleine schon ein Klassiker ist. Ein weiterer Bomben-Beat, und BA's Refrain geht einem so schnell nicht wieder aus dem Kopf. "I want more, gimmie more, we want more, god damned, I'm back to demand". Seine volle stimmliche Kraft kann er desweiteren in gewaltigen Bars wie "I demand you start listening to the crowd / If not, we gon' burn this bitch to the ground!" einsetzen.
Über einen entspannten, doch dank der Drums doch pumpenden Beat, rappt BA über "The puzzle". Er scheint mit seiner Stimme den Track regelrecht zu tragen. Noch softer wird das Album mit "Pedigree", bei dem weiche Claps und ein souliges Sample im Beat vorherrschen. Würde man nicht hinhörem, man würde in diesem Song keinen lyrischen Tiefgang vermuten.
"My friend, gimmie a minute here" leitet Ali dann den nächsten Höhepunkt ein, "Daylight", bei dem er von einem besonders guten Beat unterstützt wird. Damit wäre das Album auch schon bei der B-Side von "Truth is". "Freedom ain't free", der Titel lässt auf weitere brisante Themen schließen. Mit dem Reggae-angehauchtem Beat hebt es sich vom leicht vom Rest des Albums ab, doch auch das meistert Ali ohne Probleme und er lässt auch seinen Glauben mit in die Lyrics einfließen.
Ein weiterer vielsagender Titel ist "Letter from the government", bei dem der Beat wieder viel Soul und relaxte Stimmung verbreitet, während Ali am Refrain rappt: "I got a letter from the government the other day / I opened it and read it and burned that man / The way that I live don't concern that man / We gon' have to settle this another way".
Von so viel Ruhe beseelt, scheint ANT beim nächsten Beat den Wow-Effekt verschlafen zu haben. Waren bis jetzt alle seine Produktionen einwandfrei, überreizt er auf "Here" das gepitchte Sample ein wenig, und kann auch sonst mit nicht voll überzeugen. Man hört sich dennoch ohne zu zögern durch den Track, da allein schön Ali's Raps hörenswert sind. "And I want you to know / I only invited you cause I ain't thought you would show".
Nun erwartet man sich nach dem bis jetzt schwächsten Track wieder einen Kracher. Und der Anfang hört sich auch ganz danach an. Dreckige Drums und Samples. Nur dass der Beat dann nur aus jenen Drums besteht bringt eine gewissen Ernüchterung. "Listen up" stellt sich schnell als Tiefpunkt des Albums heraus, da auch Prince Whipper Whip im Refrain nicht das Niveau des bisherigen Hör-Genusses halten kann.
Doch nach viereinhalb Minuten läuft der Track langsam aus. Und nun soll gesagt sein dass man definitiv das Schlimmste hinter sich hat. Es folgt eine perfekte Überleitung in den nächsten Song, der definitiv einer der besten dieses Albums ist. Sofort ist man aus dem Halbschlaf gerissen und singt mit BA, wenn er im Refrain auffordert: "Take me home". Bester Gute-Laune-Song 2007, no doubt.
Während man in Gedanken dem eben ausgelaufenen Höhepunkt hinterherhängt, kündigt sich langsam der nächste Track an; der seinem Vorgänger auf jeden Fall ebenbürtig ist. So viel Country-Feeling gab es zuletzt bei der Kombination aus Bubba Sparxxx und Timbaland oder bei den Nappy Roots. Doch ganz im Gegensatz dazu strotzt "Uncle Sam goddamn" nur so von Kritik an politischen und sozialen Misständen. "You don't give money to the bums / On the corner with a sign, bleeding from their gums / Talking about you don't support a crackhead / What you think happens to the money from your taxes / Shit the government's an addict / With a billion dollar a week kill brown people habit / And even if you aint on the front line / When the master yell crunch time you right back at it". Damit stellt sich BA direkt neben Public Enemy, Paris oder Capital D.
Da das Album gerade schon 2 sagenhafte Höhepunkte geliefert hat, macht Ali den Drilling draus. Was "Walking away" seinen unglaublichen Charme gibt, ist die gepfiffene Melodie, die im Zusammenspiel mit dem langsamen Beat ein weiteresmal eine großartige Stimmung erzeugt. Dass BA wieder ein paar exzellente Rhymes liefert, ist sowieso garantiert. "There's nothing more for us to say / Got my mind made up, I'm walking away".
Mit "Faheem" bringt er den Hörern einen Song, der seinem Sohn gewidmet ist. Über einen gelungenen Beat eröffnet er seine Beziehung zu seinem Nachwuchs. Und das tut er nicht auf eine Weise wie Eminem, sondern er schafft es, dass der Hörer, der Faheem nie zu Gesicht bekommen hat, dies doch gerne tun würde. "Just know that it hurts me to death when I leave and go tourin / I'm scared that it might make you feel unimportant".
Ein perfekter Track zum Abschluss ist "Ear to ear", gelungene Hook und eingängige Melodie schaffen zum Abschluss nochmals ausgezeichnete Ware.
Fazit:
Fazit:
Hätte sich Brother Ali nicht diese 2 nicht ganz so starken Songs in der Mitte geliefert, wäre dieses Album noch erstaunlicher und besser und hätte auf den Titel "Album of the year" hoffen können. So bleibt ein sehr sehr gelungenes Album. BA bestätigt sich, mit ausgezeichnetem Flow, seiner markanten Stimme und dem Inhalt seiner Lyrics, als fähiger MC und ANT als ebenso fähiger Producer. Starkes Rhymesayers-Release.
Gesamtwertung: 8.6 / 10

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