Montag, 22. Oktober 2007

Ill Bill - Black Metal (La Coka Nostra Presents:)




Tracklist:
01. Black Metal feat. Q-Unique & Sick Jacken (of Psycho Realm)
02. Charlie Vs. Geraldo I
03. Soldiers Of Fortune feat. La Coka Nostra
04. Awaiting The Hour feat. Killah Priest
05. Ten Wheel Drive feat. Cynic & Sick Jacken (of Psycho Realm)
06. Come One, Come All feat. Styles P
07. Lord Of War
08. Where Hope Goes To Die feat. La Coka Nostra
09. Apocalypse Now feat. Q-Unique & Sick Jacken (of Psycho Realm)
10. Broken Pieces feat. La Coka Nostra & Jeru The Damaja
11. Charlie vs. Geraldo II
12. Darkness Deepens feat. Sabac Red & Slaine
13. Don’t Touch That Dial feat. Q-Unique
14. I’m From Brooklyn feat. Brooklyn Academy
15. Don’s Guns
16. Get Outta My Way feat. La Coka Nostra
17. The 3 Wise Men feat. O.C. & Jeru The Damaja
18. Charlie Vs. Geraldo III

Release:
24. Juli 2007
Label:
Traffic Ent.


Ill Bill ist wohl in erster Linie bekannt als Mitglied der legendären Gruppe Non Phixion. Inzwischen Solo unterwegs, bringt er uns nach seinem 2004-er Debut "What's Wrong With Ill Bill?" das Zweitlingswerk "The Hour Of Reprisal", geplant für Anfang 2008. Um uns die Wartezeit zu verkürzen veröffentlicht er mit "Black Metal" ein Street-Album und stellt gleichzeitig seine Gruppe, La Coka Nostra, vor, die da besteht aus Slaine, Everlast, Big Left, Danny Boy O'Connor, dem Producer DJ Lethal und natürlich Ill Bill selbst.

Und für ihr Street-Album haben sie sich eine wirklich beachtliche Feature-Liste zugelegt. "Sunz Of Man"-MC Killah Priest, LOX-Member Styles P, Arsonist Q-Unique, Ex-Gang Starr Foundation-Mitglied Jeru The Damaja, die Brooklyn Academy oder DITC-Altmeister O.C. geben sich die Ehre.
Loslegen tut das Album traumhaft, nämlich äußerst frisch mit "Black metal", Ill Bill spittet gekonnt wie eh und je. "Ill Bill, I'm from Brooklyn where the stars are born; I make drug music plus I be involved in porn. Das hört man gerne.Den Anschluss macht das düsterere "Soldiers of fortune", ebenfalls mit ausgezeichnetem Beat gesegnet, und erstmals kommt die ganze La Coka Nostra zum Einsatz. Mit Killah Priest gehts in ordentlicher Uncle Howie-Metal-Manier zur Sache. Metal-Beats kombiniert mit Raps. Auf eine knallharten Gitarre hauen sich Priest und Ill Bill die Lines um die Ohren. Vor allem der Refrain macht diesen Track zu einem besonders edlen Stück.
Fast noch besser und wieder mit richtigen Hip Hop gehts auf "Ten wheel drive" weiter. Immer wieder schön wenn gepitchte Voice-Samples aus einem Beat so eine Bombe machen. Bis dato ist das Album praktisch ein Traum aus bombigen Beats und bösen Rhymes. Der zweite Versuch, Metal mit Rap zu vereinen, scheitert dann aber. Was einerseits daran liegt, dass Styles P kein Killah Priest ist (welcher in seinem Part ein wahres Massaker veranstaltet hat), und andererseits daran, dass der Beat von "Come one, come all" bei weitem nicht so gut ist. Um das zu vertrösten wird wieder mit einem exzellenten Beat aufgewartet, und einem Ill Bill in Bestform. Überhaupt ist seine Stimme auf "Where hope goes to die" einfach nur ein Genuss, auf dieser Atmosphäre entfaltet er sich voll und ganz. Alles andere als freundlich geht es mit "Apocalypse now", wie der Titel vielleicht schon ahnen lässt, weiter und mit "Broken pieces", auf welchem mal wieder ein Voice-Sample im Beat zur Geltung kommt, wird der Black Metal-Trip fortgesetzt.
In "Darkness deepens" ist die hauch-dünne Hook-Line schon fast übertrieben, aber die Atmosphäre die hier aufgebaut wird entschuldigt alles. Q-Unique und Ill Bill vom Feinsten gibts auch auf "Don't touch that dial", wobei der Beat den Hörer in eine komplett andere atmosphäre katapultiert. Und was würde besser zu "Im from Brooklyn" passen als die Brooklyn Ac? Eben.
Auch wenn sich alle Tracks auf einem gewissen Niveau bewegen, muss angemerkt werden, dass das Album bis zu diesem Punkt etwas an Schwung verloren hat, den letzten 5 Track hat die konsequente Härte etwas gefehlt. Hier kommt die Überleitung zum nächsten Track, dann hier lässts Ill Bill nochmal mit der ganzen La Coka Nostra krachen. "Get outta my way". Bezeichnend für den Beat, den man sicher direkt mit dem Truck auf dem Front-Cover vergleichen könnte, denn überrollt werden kann man von beiden. Get outta my way when I'm blasting my gun; got 99 bullets but it only takes one. Got a chrome 45, a razor sharp machete; La Coka Nostra, the fuckin' world ain't ready. Das ist ein Höhepunkt wie man ihn sich wünscht. Was will man mehr auf einem Uncle Howie Release? Vielleicht zum feinen Schluss noch ein Gipfeltreffen zwischen O.C., Jeru The Damaja und Ill Bill? Bittesehr, mit murderous Piano und den Altmeistern gehts zur Sache. Damit ist garantiert, dass dem Hörer das Ende des Albums sehr positiv in Erinnerung bleibt.

Fazit:
Was hier noch mehr als die MCs überzeugt sind die dopen Beats, die anscheinend im Hause Psycho Logical im Überfluss vorhanden sind. Für ein Pre-Album ausgezeichnet, und trotz des leichten Durchhängers im Mittelteil ist diese Scheibe mit mehr Krachern gesegnet als so manches richtige Album. Nicht nur für eingefleischte Fans hörenswert

Gesamtwertung: 7.8 / 10

Keine Kommentare: