Dienstag, 23. Oktober 2007

Senim Silla - The Name, The Motto, The Outcome



Tracklist:
1. Intro
2. Keep It Coming
3. V For Vesper
4. A Light To One's Self
5. Brothers Killed Malcolm
6. Less Than Capital
7. Rear Window feat. Naaman Norris
8. Wild Life
9. The Violence Inherent In The System
10. The Awakening
11. Breaking The Law
12. Yeah
13. For The Record
14. I Hate Him
15. One For The Money
16. Outro

Release: April 2007
Label:
Sleeper Cell / Infinite Rhythm



Im Jahre 2000 veröffentlichten OneManArmy und Senim Silla, aka Binary Star, einen Underground-Klassiker, bekannt unter dem Namen "Masters Of The Universe". Danach trennte sich das Duo, und während OneManArmy als One.Be.Lo aktiv weiter arbeitete, hörte man verhältnismäßig wenig von Zweitmember Senim Silla. Doch letztendlich veröffentlicht dieser dann 2007 über sein eigenes Label doch sein Solo-Debut, "The Name, The Motto, The Outcome".

Das Album besteht aus 16 Titeln, bzw. 12 wirklichen Tracks. Der Einstieg kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Das Intro überzeugt durch guten Beat und viele gecuttete Samples. Dann legt Senim richtig los. "Keep it coming" liefert so guten, positiven, Sound, dass einfach guten Laune aufkommen muss. Genau diesen Sound erwartet man von ihm. Weiterhin kann auch "V for Vesper" überzeugen, Silla rappt sich mehr oder weniger gehaltvoll über einen flotten Beat.
Textlich besser ist "Brothers killed Malcolm" dann besser, ein sehr schön eingespielter Refrain lässt diesen Track viel entspannter rüberkommen als sein Inhalt tatsächlich ist. Bei "Less than capital" sammelt vor allem der viele Refrain Plus-Punkte, der Beat kommt über ein "solide gut" nicht hinaus. Auch auf "Rear window" haut der Beat den durchschnittlichen Hörer nicht gerade um, doch für die Unterhaltung ist dank guter Raps trotzdem noch mehr als gesorgt.
Ein sehr guter Song kommt mit "Wild life", auf dem ein markanter Beat und wieder ein gelungener Refrain den Hörer für sich gewinnen kann. "The awakening" hingegen ist der erste wirklich schwache Track auf dem Album, der Beat is etwas zu "erzwungen" anders bzw. gewollt originell, doch letztendlich ist er dann nur komisch, und passt auch nicht zu Silla's Raps, die viel mehr auf harmonischen Instrumentals zuhause sind. Senim zieht seine Karre aber wieder aus dem Dreck, mit "Breaking the law" kriegt er die Kurve und liefert starkes Material, das wieder von einem ausgesprochen guten und einprägsamen Refrian profitiert.
Er kann sich sogar noch steigern, und zwar mit dem Stück namens "Yeah". Etwas, das zwischen melancholisch und schön lieg, macht diesen viel zu kurzen Track zum Besten, was das Album hergibt. Klasse Ding. Schade, dass darauf gleich ein waschechter Lückenfüller mit langweiligen Beat und zu langsamen Raps folgt. Mit "I hate him" dann wieder eine Steigerung auf "gut", doch es scheint, nach dem Highlight, die Luft raus.
Glücklicherweise gibt es als letzten Track noch ein feines Stück, "One for the money" bedient sich des gleichen Sängers wie "Wild life" für den Refrain, und hier ist das Outcome noch besser, da der Beat nochmal richtig aufblüht.
Als Outro wird das Intro rückwärts abgespult, was auch irgendwie lustig ist. Ende.


Fazit:
Sicher erfreulich, dass Senim Silla endlich mal was von sich gibt. Alle Binary Star-Fans dürfen sich dieses Teil auch bedenkenlos reinziehen, alle anderen, die ab und zu relaxten Underground-Sound den Party und Street-Tracks bevorzugen, auch. Für Hörer, denen diese Sparte von HipHop jedoch völlig fremd ist, eignet sich dieses Album nicht als Einstiegsdroge. Es ist sicherlich gut, aber bis auf 2 Tracks fehlen hier Höhepunkte und die Songs, die wirklich hängenbleiben. Gegen seinen Kollegen One.Be.Lo, und dessen Alben, zieht Senim Silla auch den Kürzeren, trotzdem hätte "The Name, The Motto, The Outcome" etwas mehr Aufmerksamkeit verdient.

Gesamtwertung: 7.2 / 10

Keine Kommentare: