Tracklist:
01. Intro Ft. Kawshen
02. Us Against The World Ft. Mr. Eon & Charon Don
03. Relax Ft. Maylay Sparks
04. Slum Hustler Ft. State Store
05. Sky High Ft. Chief Kamachi
06. Say What? Ft. Charon Don
07. Dutches & Phillies Ft. NY Rhyme Exchange & Reef The Lost Cauze
08. Curtains Ft. Planet Asia & Reef The Lost Cauze
09. Hood S*%t Ft. Broady Boy Ace
10. Rap Circus Ft. Kawshen, Krumbsnatcha, Broady Boy Ace
11. Observers Ft. Charon Don & Killah Priest
12. Ain't No Holding Back Ft. Granz
13. Vocab & Knowledge Ft. Drac, Mic Wrecka, Madman, Broady Boy Ace
14. In The End Ft. Reef The Lost Cauze
15. Captivating Instrumental
02. Us Against The World Ft. Mr. Eon & Charon Don
03. Relax Ft. Maylay Sparks
04. Slum Hustler Ft. State Store
05. Sky High Ft. Chief Kamachi
06. Say What? Ft. Charon Don
07. Dutches & Phillies Ft. NY Rhyme Exchange & Reef The Lost Cauze
08. Curtains Ft. Planet Asia & Reef The Lost Cauze
09. Hood S*%t Ft. Broady Boy Ace
10. Rap Circus Ft. Kawshen, Krumbsnatcha, Broady Boy Ace
11. Observers Ft. Charon Don & Killah Priest
12. Ain't No Holding Back Ft. Granz
13. Vocab & Knowledge Ft. Drac, Mic Wrecka, Madman, Broady Boy Ace
14. In The End Ft. Reef The Lost Cauze
15. Captivating Instrumental
Release: 25. September 2007
Label: Good Hands
Dev Rocka ist ein Producer aus Philadelphia, und bis zu dieser Platte ein recht unbeschriebenes Blatt. "The Night Shift" ist eines von vielen Producer-Alben aus dem Jahre 2007, und doch ist es etwas anders als der Rest. Es ist nämlich sicherlich das Album, das am wenigsten Beachtung finden wird. Und das, trotz Auftritten von gestandenen Größen wie Killah Priest, Krumbsnatcha, Chief Kamachi, Reef The Lost Cauze, Planet Asia oder Mr. Eon.
Was den Sound betrifft, so gibt es hier nichts als feinste Ostküste. Nicht zu aggressiv, sondern astreiner Straßen-Flavour, trist und trostlos und trotzdem äußerst hörenswert. Dies ist auch kein Album, das man 10 Jahre älter schätzt als es ist. Tracks wie "Sky high", bei dem Chief Kamachi in gewohnt düsterer Weise seine Raps ablässt, klingen durchaus zeitgemäß, und haben trotzdem diesen Belag, für den die Fans die Ostküste lieben bzw. geliebt haben. Dev Rocka bringt verschiedenste Instrumente, verschiedenste Samples zum Einsatz, und stimmt sie auf seine Gäste ab. So startet der Opener "Us against the world" beispielsweise in ähnlich düsteren Gefilden wie das schon genannte "Sky high", wohingegen "Relax" dem Hörer einfach nur schöne Sample-Klänge auf einen lockeren Beat verkauft, was mindestens genauso gut klingt; zusammengefasst: einfach relaxed.
Abstrakte Sound-Gebile wie in "Rap circus" treffen auf melodische Stücke wie das "Captivating" Instrumental ganz zum Ende des Albums. Zwischendurch dürfen natürlich die klar strukturierten Bretter nicht fehlen, wozu "Say what?", bei dem Charon Don einen seiner drei guten Auftritte auf dem Album hinlegt, das Hörner-getriebene "Dutches & phillies", in dem Reef bärenstark den Hörer überrolt oder der Represent-Track "Hood shit", gehören.
Doch seine besten Momente hat das Album bei den ernsten Nummern. "Curtains" kann mit Planet Asia sogar einen Gast von der Westküste aufweisen, der zusammen mit Reef The Lost Cauze seine Rhymes auf einen Beat spittet, der sich wie ein trüber Novembertag anhört. Simple Piano-Line und eine Horde von Scratches, Cuts & Samples. Noch stärker ertönt zum Ende hin Reef's "In the end" mit seinen unsäglich schwermütigen Streichern.
Ganz klar der beste Track des Album is das von dramatischen Streichern geführte "Observers", das mit Killah Priest und Charon Don zwei ausgezeichnete Rapper abgekriegt hat, und ebenso den besten Beat des Albums. "Homey left with the best get with it, before it's too late / I can either lose faith or choose to wait / Cause the new debate is who will choose your fate / And poor people don't make the desicion, poor people just hate to be livin'" (Charon Don).
Letztendlich wären noch 2 Tracks zu erwähnen, sowohl "Ain't no holding back" als auch "Vocab & knowledge" überzeugen mit ihren recht minimalistischen Beats, und vor allem letzterer Track kann mit einer wunderbar ironischen Message im Refrain aufwarten: "In case you hadn't noticed / Somehow it's uncool to sound like you know what you're talking about / It's like, it's aight to, stay swayin' / Idon'tknow, yahmean, whatareyousayin?".
Fazit:
Wenn rapreviews zu diesem Album sagt: "[The Night Shift] is destined to be regarded as an underrated classic in ten years.", dann kann man dem nur zustimmen. Denn dieses Album hat bis jetzt und wird auch nicht viel Beachtung finden, obwohl es sicherlich zu den besten Producer-Alben dieses Jahr zu zählen ist. Eigentlich ein Muss für jeden, dem guter East-Coast-HipHop zusagt.
Gesamtwertung: 8.5 / 10

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