Dienstag, 23. Oktober 2007

Nametag - Ahead Of The Basics



Tracklist:
1. The Intro
2. Ahead of the Basics
3. In the Soul
4. Tell ‘Em feat. Black Milk
5. Hold Up feat. Magnif
6. So Raw
7. About You
8. Back To It
9. Action Pack feat. BroadCast, B. Stormz, OnPoint
10. Anotha Club Hit
11. Heated
12. Gimme Room feat. OnPoint & June Summerz
13. Dat Good Shit
14. Two Perspective feat. Magnif
15. Concrete
16. Momentum Music
17. Countdown

Release: 13. April 2007
Label:
Raw Material / VolumeUp Ent.



Mit Phat Kat und Black Milk haben zwei Detroiter Schwergewichte dieses Jahr ihre Alben gedroppt. Wer Black Milk's frühere Veröffetnlichungen verfolgt hat, dem wird der Name "Nametag" schon geläufig sein. Ein weiterer junger MC aus der Motor-City, der mit "Ahead Of The Basics" sein erstes Mixtape/Street-Album veröffentlicht. Die Beats sind alle exklusiv, Produzenten sind neben Black Milk noch Magnif (Lawless Element) und Black Bethoven. Man darf sich also auf eine gehörige Portion Detroit-Sound einstellen.

Mit Black Milk's und Phat Kat's Releases sollte man "Ahead Of The Basics" und Nametag zwar noch nicht vergleichen, aber er legt hier immerhin schon mal einen starken Anfang hin. Black Milk steuert den Beat zum gelungenen Intro bei, während Nametag die Hörer auffordert: "Please listen to my intro". Mit Black Milk geht es auch weiter, "Ahead of the basics" ist Beat-mäßig erste Sahne während Nametag sein Fähigkeiten am Mic auspackt. Und die könenn sich sehen lassen.
Für den besten Track ist jedoch Magnif verantwortlich, der mit einem traumhaften Soul-Sample "In the soul" seinen Zauber verleiht, sodass man den Track erst mal ein zweites Mal abspielt, um ihn voll auszukosten. "I know it's been a while since y'all heard some stuff like that" leitet Nametag den Track ein. Auch hier liefert er Wortspiele vom Feinsten. Magnif reicht den Stab weiter an BM, "Tell 'em" war auch schon auf der Broken Wax EP, und schon da der schwächste Track.
Magnif's nächster Beitrag, "Hold up", ist dann jedoch wieder astrein, Black Milk's "So raw" dann jedoch etwas zu "roh" und langweilig. Klingt fast wie Zweit-Material, was nicht gut genug für "Popular Demand" war; doch mit "About you" und schönem Voic-Sample kann sich auch BM wieder fangen, um dann aber erneut von Magnif übertrumpft zu werden. "Back to it" ist ein weiteres Juwel der Detroiter Sound-Küche, an dem es rein gar nichts auszusetzen gibt.
Ein Durchhänger erwartet den Hörer auf den folgenden Tracks. Einzig zu erwähnen wäre "Anotha club hit", der sehr gut gelungen ist (und wieder, typisch BM, ein Voice Sample enthält). Doch andere Tracks wie beispielsweise "Gimmie room" (von Black Bethoven produziert), das sich leicht nach WestCoast anhört, passen hier überhaupt nicht.
Black Bethoven kann mit seinen beiden anderen Beats dann jedoch voll überzeugen, die zum langsamen Ende der Platte den Anstieg zu den letzten, nochmal durchwegs guten, Tracks, einleiten. Als da wären einerseits "Dat good shit", sehr langsam und soul-haltig, und das phänomenale "Concrete", Sampling-Kunst in Perfektion.
Magnif's letzter Beitrag, "Two perspectives", bei dem er auch persönlich zum Mic greift, ist ebenso fabelhaft wie die beiden letzten Tracks, die beide auf Black Milk's Kappe gehen. "Momentum music" pumpt dem Hörer nochmals Benzin pur durch die Gehörgänge, bevor Nametag dann seinen "Countdown" bringt und damit das letzte Drittel erstuanlich guter Track abschließt.


Fazit:
Für ein Mixtape/ Street-Album, sehr beachtlich. Nametag kann man, im Gegensatz zu Black Milk, keinenfalls vorwerfen, seine Rap-Künste ließen zu wünschen übrig. Da auch die 3 Produzenten fast durchgehend hohe Kunst betreiben, kann sich dieses Teil direkt eine kleine Stufe unter die anderen Detroiter Releases dieses Jahres stellen. Alles was jetzt noch zu sagen bleibt: Von einem hoffentlich bald kommenden Debut-Album dieses Mannes kann man sich Einiges erwarten.

Gesamtwertung: 7.0 / 10

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