Dienstag, 23. Oktober 2007

Fabolous - From Nothin' To Somethin'



Tracklist:
1. From Nothin' To Somethin' Intro
2. Yep, I'm Back
3. Change Up feat. Akon
4. Make Me Better feat. Ne-Yo
5. Baby Don't Go feat. T- Pain
6. Return Of The Hustle feat. Swizz Beatz
7. Gangsta Don't Play feat. Junior Reid
8. Real Playa Like feat. Lloyd
9. First Time feat. Rihanna
10. Diamonds feat. Young Jeezy
11. Brooklyn feat. JAY-Z & Uncle Murda
12. I'm The Man feat. Red Café
13. Jokes On You feat. Pusha T
14. What Should I Do feat. Lil' Mo
15. This Is Family ft. Ransom, Freck Billionaire, Red Cafe, Joe Budden & Paul Cain

Release: 12. Juni 2007
Label:
Def Jam



Fabolous, seines Zeichens Soft-Rapper, schafft es wohl wie wenige Andere, R&B, Pop und HipHop zusammen in einen Topf zu werfen und dabei trotzdem ein gutes Ergebnis zu erhalten. Auswürfe dieser Mischung sind "Ghetto Fabolous", "Street Dreams", "Real Talk", und eben mit "From Nothin' To Somethin'" sein neuestes Werk.

Für eingefleischte HipHop-Fans sicher nicht das Album auf dass sie riesige Vorfreude schieben und von dem sie sich viel erwarten. Aber für den ein oder anderen sehr guten Track war Fab immer zu haben. Was einem dann im Intro entgegenschallt klingt zwar nicht gerade innovativ, aber, zu Beginn noch motiviert, hört man sich das nichtssagende Genuschel an bis man endlich bei "Yep, I'm back", dem einzigen Track bei dem Fabolous keinen Gast mit am Mic hat, angelangt ist. Einerseits ein Zeichen von Schwäche, aber mit seiner schnell langweilenden Stimme ist es auch die einzig richtige Entscheidung, sein Album mit Features abwechslungreich zu gestalten. Back 2 the music. Ging das Intro noch sauber durch, bekommt man bei einem "boom clap, boom clap" schon viel eher Magenschmerzen. "Now everbody get your hands up!" wird man gleich danach von Fabolous in ewig monotoner Stimme ohne jegliche Gefühlsregung aufgefordet. Gott sei dank gibt es die Skip-Taste.
Bevor ein Wort gesagt ist, weiß man, dass "Change up" ein Akon-Feature beinhaltet: zufallende Zellentür, einmal "Konvict Muuuuuuusic", böse Vorahnung. Wo früher Paul Cain oder Mike Shorey standen, muss jetz mit dem Trend mitgeschwommen werden; was wäre ein Mainstream-Album denn bitte ohne Akon-Gastauftritt?! Eben. Da ist es komplett egal ob die Musik viel eher den Titel "0815" verdient hätte.
Von relaxtem R&B-Sound ist bis jetz noch nichts zu hören. Doch die nächste Trendwhore, Ne-Yo könnte das ja drehen. Und tatsächlich, "Make me better" ist doch tatsächlich der erste Song der einen eigenen Charakter hat, Timbaland liefert den gelungenen Beat und Ne-Yo glänzt im Refrain. So sollte Fabolous klingen. Denn es ist auch absolut nicht die Schuld von Mr Fab, dass dieser Track von den Radiostationen mehr als nur tot gespielt wurde. Was übrigens auch für die nächste Single-Auskopplung gilt, "Baby don't go", mit niemand Geringerem als T-Pain, welcher Akon in Sachen Feature-Presenz ernsthafte Konkurrenz macht. Doch da man von Fab ja keinen harten HipHop von der Straße erwartet, sondern genau das wofür dieser Jermeine "Y'all know what this is" Dupri-Beat die Grundlage legt, kann man auch mit diesem Track voll und ganz zufrieden sein. Da T-Pain's Geflöte sich auf den Refrain beschränkt und Fabolous das flowen nicht verlernt hat, gibts hier nichts auszusetzen.
Doch nun mal zu sowas wie HipHop. Just Blaze-Beat, eine Swizz Beatz-Hook, und "Return of the hustle" lässts krachen. Zwar nicht wirklich was besonderes, aber es passt doch sehr zu Fabolous, und auf einen Beat wie diesen kann man mit seinen Raps mehr als nur leben. Für den nächsten Track wird HipHop-Reggae-Hooker Junior Reid aus Jamaica eingeflogen. Wem das nicht gefällt, der sollte "Gangsta don't play" besser skippen. Aber unterm Strich ist auch dieser Track gelungen, bringt Abwechslung in das Album.
Auf "Real playa like" wird zum ersten Mal auf weibliche Unterstützung zurückgegriffen (Jaa, Lloyd ist ein kleines Mädchen). Dieses Feature schließt schon mal aus, dass man hier etwas Gutes zu hören bekommen könnte. Doch abgesehn von Lloyd ist dieser Track recht gelungen, hätte sogar ganz gut sein können. Aus dem ruhigen Geseusel von Lloyd wird man abrupt von Rihanna's penetranter Stimme gerissen, die diesmal das Feature gibt, welches den Track ruiniert. Selber Fall wie mit Lloyd, Beat ist gut, aber mit dieser Hook kommt das große Kotzen.
Die erset Single-Auskopplung ist bekanntlich mit Young "Yeeeeeeeaaaaaahhh" Jeezy, "Diamonds" steht dementsprechend unter starken South-Einflüssen. "Daaaayum, what happened, he blinded everybody / Hey, it must be Jeezy..." Bloß nicht dem Text zuhören, das könnte dauerhafte Schäden nach sich ziehen. Also: gut geeignet als Party - Track, wenns so laut ist, dass man den Text sowieso nicht verstehen kann.
Der eindeutige Beweis, dass Fabolous die HipHop-Tracks doch viel besser stehen, liefert "Where's Brookyln @?". Das altbekannte Biggie-Sample wird passend eingesetzt mit einem Beat mit sehr viel Bass unterlegt. Dass Uncle Murda sowohl den Jigga-Man als auch Fab an die Wand rappt, stört nicht weiter, denn hier hat man den besten Track des Albums vor sich, und der is noch dazu auch noch ein ordentlicher Kracher. Der nächste Mixtape-Rapper aus New York ist Red Cafe, der auf "I'm the man" als Gast dabei ist. Der Beat ist unglücklicherweise viel zu uninspiriert, um den Song an sich zu etwas besonderem zu machen, aber anhören kann man es sich dann trotzdem noch.
Nochmal ein richtig guter Track wird nachgelegt, diesmal mit Unterstützung von Clipse-Member Pusha T. "Jokes on you" lässt beide gut dastehen und gibt Fabolous noch n paar Pluspunkte für die HipHop-Seite des Albums. Diese lassen sich aber gleich nach "What should I do" wieder subtrahieren, denn inklusive Lil Mo's Standard-Auftritt ist dieses Teil unter der Kitsch-Grenze, irgendwann sollte auch Fabolous begreifen, dass zuviele Tracks die komplett gleich klingen nicht mehr ankommen.
Als Bonus gibt es dann noch einen Posse-Track, auf dem gleich 5 Rapper gefeatured werden. Da der Beat wieder ordentlich produziert ist, erträgt man auch die schlechteren dieser Artists, und bekommt nochmal was ganz ordentliches zum Ausstieg geliefert.


Fazit:
Natürlich sollte man nicht mit der Sicht eines wirklichen HipHop-Hörers an dieses Album treten. Viel mehr darf man von Fabolous nur erwarten, was er bis jetzt auch immer gemacht hat. Trotzdem hat dieses Album etliche Schwachpunkte, wobei die falsche Wahl vieler Features wohl der gravierendste ist. Und hier ist auch kein softer R&B-Rap im Sinne von "Can't let U go" zu hören, der Fabolous, zu Recht, seinen Ruhm eingebracht hat. Viel South-Einfluss muss man hier über sich ergehen lassen und noch dazu scheint es dass hier mal wieder ein Auge zu viel darauf geworfen wurde dass die Verkaufszahlen dann auch stimmen. Alles is Allem: OK-Album.

Gesamtwertung: 4.9 / 10

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

lloyd is kein kleines mädchen...-.-
erstmal informieren...

SnoopFrog hat gesagt…

achwas, nicht? :D:D