Samstag, 27. Oktober 2007

E Moneybags - In E Moneybags We Trust



Tracklist:
1. Intro
2. Regulate
3. Ain't Got A Clue
4. All They Do Is This feat. Show Boyz
5. What you Need feat. Live Squad
6. Want It feat. Nas & Horse
7. How Cool feat. Nature
8. Thugged out feat. Noreaga & Musaliny-N-Maze
9. Friend of Ours feat. Kool G Rap & Nature
10. Esco Intro
11. Thugs Calm Down feat. Noreaga, Nas & Tragedy Khadafi

Release: 1999
Label: Grand Imperial Records



Eric Smith alias E Moneybags (oder auch E. Money Bags), geboren in Brooklyn und aufgewachsen in Lefrak, Queens, war ein einer von vielen vielversprechenden Rappern aus dem Big Apple. Bevor er 2001, im Alter von 30 Jahren, ermordet wurde, veröffentlichte er 1999 sein erstes und einziges Album, "In E Moneybags We Trust", das NY-Sound vom Feinsten bietet.

Anhand der Features und auch anhand des Sounds auf "In E Moneybags We Trust" würde man E Moneybags ohne zu zögern in die Queensbridge Projects stecken. So besteht das Intro aus einem Telefongespräch zwischen dem zu dieser Zeit einsitzenden Capone und E Money Bags, welcher ihm Grüße entrichtet. Der kurze Wortwechsel wird auf einen typisch schlichten Beat mehrmals wiederholt. Zwar nicht sonderlich kreativ, doch dank des Beats auf jeden Fall nett anzuhören.
Anschließend startet das Album dann voll durch. "Queens niggas regulate, we let the fake hesitate / You can't hold your weight, we take your plate", so E Moneybags in "Regulate". Es existiert noch eine Version dieses Songs, die Prodigy und Majesty von der Live Squad featured, jedoch erheblich langsamer und auch langweiliger klingt. Doch die Version auf diesem Album kann mit der Piano-Line im Vordergrund und E's starken Raps einen guten Anfang machen. In bester Art und Weise kommt das Album nun in volle Fahrt, "Ain't got a clue" kann mit einem dicken Beat bestechen, der die Köpfe sofort zum Nicken bringt. "E Moneybags got Moet, Chandon, Bundle of 62, they ain't got a clue what we about to do", wird Foxy Brown für den Chorus gesampled. So hört sich NY-Sound erster Klasse an.
Doch E Moneybags ruht nicht, er bringt nun erst die Bombe schlechthin. "All they do is this" ist eine Hymne wie sie schöner nicht sein könnte. Während der Beat fast komplett aus elektronischen Gitarren-Klängen besteht, wechseln im Chorus Gunshots und die Mitgröhl-Line: "Niggaz don't fight no more / All they do is this". Nachdem dann jemand, der wohl zur falschen Seite gehört hat, in ein Auto gezerrt wurde, und ihm sein Schicksal in Form einer Pistolen-Kugel eröffnet wurde, startet "What you need", welches eher ruhig und langsamer ist.
Vollends relaxed wird der Sound dann bei "Want it", bei dem Nas und Horse von den Bravehearts zugegen sind. Ein sehr locker-entspannter Beat wird von Nas' hier sehr weich gehaltenen Raps eingeleitet, auf die Horse und dann E Money Bags folgen, auf dass Nas ganz am Schluss noch einen nahezu perfekten Chorus zum Besten gibt. Unglaublich, dass dieser Klassiker nicht mehr Beachtung findet, zeigt sich Nas (E und Horse natürlich auch) doch in Höchstform. Der nächste Eastcoast-Banger steht verhalten und doch schwer gelungen in Form von "How cool" bereit, wieder mit Unterstützung aus QB, nämlich von Nature. "Ayo, a lotta people don't understand E / But how fuckin' cool can one black man be?" fragt E im Chorus.
Die nächste NY-Runde trifft gleich im Anschluss zusammen, mit von der Partie sind neben E einmal Noreaga und dann noch das Duo Musaliny-N-Maze, die sich über einen soliden Beat die Rhymes um die Ohren schlagen. Doch dieser Track muss wohl trotzdem als der schwächste auf dem Album gewertet werden, denn zwischen den restlichen Hochkarätern geht er eindeutig unter. Und mit "Friend of ours" steht schon wieder so einer ins Haus. Großartiger Beat trifft auf großartige MCs; vor allem Kool G Rap fällt äußerst positiv auf.
Damit wäre das Album auch schon fast am Ende, nach einem kurzen Interlude geht es an die letzte Nummer. Und die liefert nochmal einen Klassiker. Die Melodie setzt sich sofort fest, die Snares sind dreckig bis zum Äußersten und aufgrund der Features in Form von Nas, Noreaga und Tragedy Khadafi ist auch für lyrische Unterhaltung gesorgt. In "Thugs calm down" passt alles zusammen, und abgerundet wird das Ganze von einer genialen Hook von Nas. "...all the way down... / Music make these thugs calm down..." hat Potenzial zum Ohrwurm.


Fazit:
Die Welt ist ungerecht. E Moneybags hätte noch viel vor sich gehabt. Doch nach diesem Album war Schluss. Mit "In E Moneybags We Trust" hat er bewiesen, dass er einerseits selbst gut rappen konnte, andererseits exzellente Connections hatte und außerdem das Ganze auf einem Album zu einem Eastcoast-Klassiker zusammenschmieden konnte. Sehr verwunderlich, dass dieses Werk nie große Beachtung gefunden hat, denn die hätte es eindeutig verdient. In diesem Sinne: Rest In Peace, E.

Gesamtwertung: 9.0 /10

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