Dienstag, 23. Oktober 2007

Paul Wall & Chamillionaire - Controversy Sells



Tracklist:
01 Intro
02 Clap
03 Still (N Love With My Money) feat 50/50 Twin
04 Here I Am
05 I Got Game
06 True feat Lil' Flip
07 Respect My Grind
08 Lawyer Fees
09 Can't Give U D World feat 50/50 Twin & Lew Hawk
10 What Would U Do feat Moetana
11 Back Up Plan feat Devin the Dude
12 She Gansta
13 House of Pain feat Yung Ro
14 True (Remix) feat 50/50 Twin & Lew Hawk
15 Outro

Release: 18. Januar 2005
Label:
Paid In Full



Nachdem die beiden Houstoner Paul Wall und Chamillionaire schon mit ihrer ersten Collabo "Get Ya Mind Correct" äußerst gut miteinander funktioniert haben, kommt 3 Jahre später der Nachfolger, "Controversy Sells", genau in der Zeit in der die beiden endlich langsam Früchte für ihre Arbeit tragen und beide auch Solo richtig durchstarten.

Dieses Album ist sicherlich anders als das später folgende Solo Album Chamillionaire's, welches ihn in die obere Riege der HipHop-Stars katapultierte. Gesang nur in den Hook, dafür mehr Raps. So legt das Album auch richtig stark mit "Clap" los, einem starken Beat und einer äußerst markanten Hook von Chamillionaire. Die trefflichen Raps des Color Changin' Click-Members, welcher hier den ganzen Track alleine rappt, sind viel tiefer und weniger gesungen, als man es später von ihm gewohnt sein wird.
Es folgt "Still ('N luv with my money)", der Nachfolger des Klassikers vom ersten Albums. Doch hier wirkt der Beat etwas zu lahm, was sich negativ auf den ganzen Track auswirkt. Nach dem langen Intro gibt es hier schon wieder über eine Minute Gelaber, in dem Aussagen, die für den durchschnittlichen Hörer alles andere als interessant sind, gemacht werden. Hätte man sich sparen können. Denn der nächste Track, "Here I am", der wieder von Cham alleine kommt, ist vollauf gelungen. Interessant: "Get on the mic and say somethin, to the major labels - Fuck them! / Haha, a wise man once said don't diss the majors cause you might need em' / But it's obvious by this intro, a nigga like me didn't believe 'em / Rudest, the way the labels perceeve him, but I ain't in this game to make friends" spricht der gleiche Typ, der ein Jahr später der Klingelton-König werden wird.
Zwischen soliden Tracks wie "I got game" versteckt sich natürlich auch der ein- oder andere Kracher. Einer davon rollt über eine jedem bekannte Melodie an, nennt sich "True", und bleibt dank Cham's Refrain und den starken Raps als einziger Track dieser Scheibe sofort hängen. Es folgt ein weiteres gelungenes Stück, das mit gutem Beat überzeugen kann, und auch Cham's Raps gehen auf "Respect my grind" voll in Ordnung. "Can't give U d world" hingegen hat einen fast schon kitschigen Beat, washalb auch Chamillionaire's Refrain hier etwas überzogen wirkt.
Doch das Album kämpft sich zum nächsten Höhepunkt, der sich da "What would you do" nennt, und auf dem nur Paul Wall zu hören ist. Doch der ist fast nur Nebendarsteller, was hier stundenlang begeistert ist der übermäßig relaxte Beat und der traumvolle Refrain von Monetana. "What do you do, when them haters after you? / Keep it real and keep it true, get that dirt up off of you / Still swang and bang screw, Swishahouse like what it dew / Don't let them see the sweat on you, just keep it real". Ein weiteres wertvolles Teil dieses Albums ist "Backup plan", bei dem Devin The Dude zusammen mit Chamillionaire eine gewohnt gute Leistung hinlegt.
Für "Sha gangsta" summt Chamillionaire die Melodie im Chorus mit, was durchaus gut klingt und neben typisch gutem Beat auch diesen Track sehr hörenswert macht. Es verbleibt noch ein solides "House of pain" und der Remix von "True" mit 50/50 Twin und Lew Hawk von der Color Changin Click anstatt des Lil Flippas.


Fazit:
Starkes Stück Houston. Dank der guten Beats, die teils recht variationsreich und somit nicht langweilig sind, kann sich dieses Stück hier mit Recht als würdiger Nachfolger des ersten Collabo-Albums bezeichnen.

Gesamtwertung: 7.3 / 10

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