
Tracklist:
1. WWIII feat. Snoop Dogg, Yung Wun, Scarface & Jadakiss
2. 2 Tears in a Bucket feat. Sheek Louch & Method Man & Redman
3. Got It All feat. Eve & Jadakiss
4. Ryde or Die Boyz feat. Yung Wun, Larsiny & Cassidy
5. It's a Holiday (Skit)
6. Holiday feat. Styles P
4. Ryde or Die Boyz feat. Yung Wun, Larsiny & Cassidy
5. It's a Holiday (Skit)
6. Holiday feat. Styles P
7. Weed, Hoes, Dough feat. Drag-On
8. Fuck Da' Haters (Skit)
9. Fright Night feat Swizz Beatz & Busta Rhymes
10. My Name Is Kiss feat. Jadakiss
11. Twisted Heat feat. Twista & Drag-On
9. Fright Night feat Swizz Beatz & Busta Rhymes
10. My Name Is Kiss feat. Jadakiss
11. Twisted Heat feat. Twista & Drag-On
12. Go Head feat. The LOX
13. I'm a H-O-E (Skit)
14. Stomp feat. Yung Wun & Trick Daddy
15. The Great feat. DMX
16. It's Going Down feat. Parlé
14. Stomp feat. Yung Wun & Trick Daddy
15. The Great feat. DMX
16. It's Going Down feat. Parlé
Release: 4. Juli 2000
Label: Interscope
Nach Teil 1 der Ryde Or Die-Compilations folgt ein Jahr später Teil 2. Und auch dieser Teil verheißt Großes. So finden sich hier Features von größtem Kaliber. Snoop Dogg, Method Man, Redman, Scarface, Busta Rhymes, Twista oder Trick Daddy tragen neben dem Ruff Ryders-Roster ihren Teil zum Ganzen bei.
Die eigenen Reihen wurden durch einen jungen MC aus Atlanta erweitert, Yung Wun passt jedoch mit seinen aggressiven Raps perfekt auf diese Scheibe. Denn Teil 2 der RR-Compilations ist lauter und pompöser als sein Vorgänger. Dafür geht man mit dem Sound einen Kompromiss ein, welcher leicht in die Richtung führt, die später der so verurteilte Mainstream-Sound sein wird. Doch zu diesem Zeitpunkt stört das niemanden, denn diese Scheibe führt vor, wie dieser Sound zu klingen hat. "State ya name, gangsta! - Scarface. Who you representin'? - My motherfuckin' self. You gon' hold it down? - God damn right. 'Nuff said then, nigga". Vor allem das Schwergewicht aus Houston zerlegt den ersten Track nach allen Regeln der Kunst. Doch auch der smoothe Auftritt von Snoop oder der sich ins Gedächtnis des Hörers schreiende Yung Wun haben viel Schönes. Its "World war III".
Das nächste All-Star Line-Up lässt nicht lange auf sich warten, Sheek Louch trifft in "2 tears in a bucket" auf die Berufs-Raucher Meth & Red. Einmal mehr ein traumhafter Beat von Swizz Beatz, ein krachender Refrain im RR-Style, und feinste Rap-Unterhaltung der 3 Protagonisten. Wie schon in Ryde Or Die Vol. 1 gehört Track #3 dem weiblichen Teil der Truppe, Eve, welche hier noch von Jadakiss Gesellschaft bekommt. Äußerst erfreulich dass sich ihr Auftauchen auf "Got it all" beschränkt, bei dem sie einen guten Eindruck hinterlässt.
Schreihals Yung Wun bekommt zusammen mit Larsiny und Cassidy den nächsten Auftritt, die Produktion liefert der Beat-Schmied Mahogany. Und die "Ryde or die boyz" servieren beste Kost, sofern man nicht zuviel Wert auf tiefsinnige Inhalte legt. Doch ebensolche Tracks markieren den späteren Untergang der Ruff Ryders, der dann eintritt, sobald sie es nicht mehr schafften, ihren Sound authentisch zu vertreten und mit Beat-Brettern wie diesem zu versehen. Nach einem recht überflüssigen Skit darf dann Styles P zum ersten mal ran, und zwar gleich auf einem Solo-Track. Der Beat ist 100% Swizz Beatz, und auch wenn Jadakiss' winziger Auftritt in der Hook etwas nervig ist, überzeugt "Holiday" größtenteils.
Nächster Solo-Track geht an Drag-On, der von Hausproduzent Teflon einen erstaunlich guten Untersatz bekommt, zu dem er die wichtigen Sachen des Lebens auf den Punkt bringt. "Weed, hoes, dough". Was denn sonst. "Double R is hard, the rest of y'all is R&B-Singers". Für "Friday night" wird Busta Rhymes eingeladen, während Swizz Beatz für den, zugegebenermaßen, etwas langweiligen Beat sorgt. Doch Busta Rhymes' energiegeladener Chorus sowie sein Rap-Part retten dieses Stück und machen daraus hörenswertes Material.
Jadakiss trägt noch einen aussagekräftigen Titel, "My name is kiss", bei, der dank P. Killer's Beat jedoch genauso überzeugen kann wie "Twisted heat". Hierfür zeigt Twista was er kann, auf den temporeichen Beat legt er ein paar phänomenale Zungebrecher-Lines hin. Auch Drag-On macht bei seinem Versuch, dagegen nicht unterzugehen, eine ganz gute Figur. Die entspannteste Nummer des Albums ist LOX' "Go head", bei dem vor allem der starke Refrain hängen bleibt. Es folgt ein mehr oder minder lustiger Skit, nachdem es wieder in Yung Wun-Manier mit pumpendem Beat und dreckigen Raps weitergeht. Der ausgezeichnete Refrain und ein perfekt passender Partner in Person von Trick Daddy veredeln "Stomp" noch.
Auch wenn die große Identifikationsfigur der Ruff Ryders nur einen Auftritt auf dem Album hat, ist dies ein voller Track, an dem es nicht das Geringste auszusetzen gibt. Der Titel, "The great", ist für X voll gerechtfertigt. Leider wird danach noch eine überflüssige Untat begangen, man schenkt dem R&B-Flöter Parlé einen vollen Track, der nach all dem doch recht harten HipHop unpassender nicht sein könnte. Doch für HipHop Fans hört das Album einfach nach 15 Tracks auf.
Fazit:
Auch auf "Ryde Or Die Vol. 2" wird bester Sound geboten. Neben den fast durchgehend starken Produktionen sind auch die Gäste mitverantwortlich, dass die Platte nicht langweilig wird.
Gesamtwertung: 7.7 / 10
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