Dienstag, 23. Oktober 2007

Nine - Return Of The Harcore



Tracklist:
01. Intro
02. I'm Comin'
03. Don't Look Back
04. Love Me Or Hate Me
05. Is What It Is
06. Not A Problem
07. Don't Cry 4 Me
08. I Pray
09. Call My Name
10. U Don't Know
11. Stuck U Up
12. Nickel Plated
13. Whatchu Benchin'
14. Who Wit It

Release: 09. Juli 2007
Label: Not On Label



Nine, a.k.a. 9 Double M, das Reibeisen des Hip Hop. Gegen diesen Mann kann DMX mit seiner Stimme zu den Chor-Knaben gehen. 1995 und 1996 schlug er jeweils mit einem Album zu, und vor allem zweiteres, "Cloud 9", wird als Klassiker gehandelt und gilt als wertvolles Sammlerstück. So rohe, rauhe, grimmige und dreckige Raps waren sogar für das New York dieser Zeit eine Besonderheit. Genau deshalb gewann Nine über die Zeit viele Fans. Nur dann verschwand er. Eine Single im Jahr 2001, mehr aber auch nicht. Erst 2007 findet der Mann zurück, und als versöhnlicher Anfang wird "Return Of The Hardcore" veröffentlicht. Bezeichnet zwar als Mix-Album mit Songs aus den Jahren 1999 bis 2003, doch da hier eigentlich alles ungehörtes Material ist, zeigt diese Platte den Fans, was Nine so getrieben hat.

Das kurze Intro besteht aus den ersten 20 Sekunden seines Klassiker-Tracks "Whutcha want", um dann von "I'm comin'" gefolgt zu werden. Tiefe Bläser, düstere Atmosphäre, und ein Nine wie in alter Form. Sehr zur Freude der Fans ist Nine's Stimme noch genauso, wie es sie '96 zu hören gab.
Doch mit "Don't look back" wird gleich klar, was hier der Unterschied zu seinen alten Alben ist. Die Beat passen nicht immer. Für "Cloud 9" konnte er unerhört viele Bomben-Beats auffahren, doch mit den Sounds aus dem neuen Jahrtausend musste er wohl auch die Producer wechseln, und das war seinen Beats nicht unbedingt zuträglich. Dass es auch mehr als einmal so wie auf dem Opener geht, beweist Nine mit "Love me or hate me", das beat-mäßig wieder voll überzeugen kann. Auf diese Beats blüht Nine auf.
Nach einem Füll-Track ("Is what it is") bekommt der Hörer den absoluten Kracher des Albums zu hören. "Not a problem" kann mit extrem dumpfen Bässen aufwarten, die schon allein die Lautsprecher extrem belasten. Fusioniert mit Nine's Raps ist dieser Track ein Richtungsweiser, welchen Weg Nine einschlagen muss, um nochmal einen Klassiker zu veröffentlichen.
Doch dieses Album hält sich erst mal im Durchschnitt, mit "Don't cry 4 me" im recht guten, ebenso wie mit "I pray". Neben "Not a problem" auch ein Anwärter auf den besten Song des Albums ist "Call my name". Auf einen perfekten, wie für Nine geschaffenen Beat gibt es eine fantastische Rap-Einlage, einen genialen Refrain mit "Nine"-Geschrei im Hintergrund und alles in allem die volle Portion Hardcore.
"U don't know" bedient sich dann der gleichen Melodie wie Diddy's Intro für "The Saga Continues", nur ist Nine um Welten besser. "Stuck U up" scheint beatmäßig erstmal etwas softer, doch kombiniert mit Nine's Stimme liegt auch dieser Track voll im Stil des Albums. Ganz nebenbei beweist Nine auch, dass er auf jene weicheren Beats auch sehr gut funktionieren kann, solange diese hochwertig und in gewisser Weise "raw" (was in diesem Fall die Drums erledigen) sind.
"Nickel plated" erfreut sich eines Hooks von einem nicht genannten Feature, das sich jedoch sehr gut einfügt. Richtig hart wird es zum Schluss nochmals mit "Whatchu benchin'", das mit einem ausgezeichneten Beat ein weiteres Rhyme-Festmal für Nine bietet. Den Ausstieg macht das Album dann recht unspektakulär mit "Who wit it", das nicht gerade schlecht ist, doch dem es etwas an Power fehlt.


Fazit:
Nine is back. Und er hat das Rappen nicht verlernt. Auf den Tracks des Albums, auf denen er ihm angemessene Beats bekommt, zeigt er seine Klasse und macht definitiv Hunger auf ein hoffentlich bald erscheinendes neues Album.

Gesamtwertung: 6.8 / 10

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Leider kann man einige lieder kaum anhören sehr schlecht aufgenommen schaaaade!!!!!!!!!!!!!!